Kamera für Smart Home: So sichert ihr euer Hab und Gut

Einige Modelle wie die Netatmo WLAN Kamera NSC01 EU bieten auch Weitwinkel-Objektive
Einige Modelle wie die Netatmo WLAN Kamera NSC01 EU bieten auch Weitwinkel-Objektive(© 2016 CURVED)

Ob für den Innen- oder Außenbereich eures Zuhauses, Kameras werden mit der Vernetzung in einem Smart Home noch sehr viel praktischer. Angesichts vieler unterschiedlicher Modelle, Einsatzbereiche und Zusatzfunktionen wie der Personenerkennung oder Cloud-Diensten kann der Überblick schnell verloren gehen. Wir erklären euch, was zu beachten ist.

Die erste Frage, die sich jeder Nutzer mit Interesse an einer Kamera für den Smart-Home-Einsatz stellen sollte, ist die nach dem Einsatzort. Welcher Bereich soll also überwacht werden? Daraus lassen sich dann meist bereits mehrere Ableitungen treffen, wie die Anzahl der benötigten Kameras und beispielsweise auch, ob die Geräte für die Anbringung im Freien geeignet sein müssen. Damit hängen wiederum Fragen wie die nach der Stromversorgung und der Verbindung mit dem Netzwerk des Smart Home zusammen.

Smarte Kameras mit Personenerkennung

Habt ihr euch beispielsweise für eine Outdoor-Kamera mit Nachtsicht, Mikrofon, Akku und WLAN-Anbindung an euer Smart Home entschieden, geht es um die Zusatzfunktionen, welche eure Kamera mitbringen soll. Richtig smart macht das gute Stück beispielsweise eine Personen- oder Gesichtserkennung – und selbst Smart-Home-Kameras mit einem vergleichsweise einfachen Bewegungsmelder können mittlerweile häufig mehr als klassische Geräte.

Löste der Bewegungsmelder früherer Außenbeleuchtungen häufig schon aus, wenn einfach nur eine Katze durch den Garten lief, stellt ihr eure Kamera nun viel exakter ein. Besitzt das Smart-Home-Gadget nur eine Bewegungserkennung, lässt sich diese bei einigen Geräten beispielsweise auf einen bestimmten Bildausschnitt beschränken. Noch smarter sind Kameras, die erkennen können, ob es sich beim Besucher vor der Linse um ein Tier oder einen Menschen handelt.

Die Spitzenklasse im Bereich der Smart-Home-Kameras kann sogar Gesichter von Personen ausmachen und sie daran erkennen. Die betreffenden Personen müssen dafür aber natürlich vorher registriert werden. Über ein entsprechendes Interface wird der Hausherr dann nicht nur darüber informiert, dass Besuch ansteht, sondern sogar um wen es sich dabei handelt.

Zusatzkosten: Cloud-Dienste für Videos

Ein weiteres wichtiges Thema bei der Wahl der richtigen Smart-Home-Kamera ist die Aufbewahrung des Bildmaterials. Nicht sonderlich smart ist die Ablage auf einer Speicherkarte in der Kamera, da diese wahrscheinlich auch von Unbefugten aus dem Gerät entfernt werden kann. Es bleibt die Ablage auf einem gesicherten Speichergerät im Netzwerk des Smart Home oder aber in der Cloud.

Die Anbindung von Überwachungskameras an einen Online-Speicher bietet durchaus Vorteile wie eine erhöhte Ausfallsicherheit und theoretisch unerschöpflichen Speicherplatz. Je nach Kamera und Setup kann das jedoch zusätzliche Kosten verursachen. Bei einigen Modellen ist im Preis beispielsweise schon die Sicherung von Aufnahmen über einige Tage auf dem Server des Herstellers enthalten. Ein optionales aber kostenpflichtiges Abonnement kann die Dauer verlängern.

Alles im Blick mit Smart Display

Ist die Kamera erst einmal mit dem Smart Home verbunden, sollte ihr Bild jederzeit abgerufen werden können – und zwar auch von jedem smarten Gerät mit Display. Neben eurem Smartphone, mit dem ihr vielleicht im Urlaub einen Kontrollblick ins Zuhause wagt, bietet sich auch ein sogenanntes Smart Display dafür an.

Einige Hersteller bieten sogar eigene Bildschirme zur Steuerung und Kontrolle ihrer Kameras an. Je nach Smart-Home-Standard gibt es aber auch kompatible Modelle anderer Marken: Wer auf Apples HomeKit und Siri setzt, nutzt so vielleicht einfach sein iPad für den Blick vor die Tür. Google Home Hub, Lenovo Smart Display und LG ThinQ View bieten sich für Kameras mit Google-Assistant-Unterstützung an. Für Alexa-kompatible Kameras verwendet ihr beispielsweise Amazons Echo Show.


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