Kosten für Ernährungsberatung: Ab wann sich die Investition lohnt

Eine Ernährungsberatung hilft euch dabei, die richtigen Lebensmittel zu euch zu nehmen
Eine Ernährungsberatung hilft euch dabei, die richtigen Lebensmittel zu euch zu nehmen(© 2017 Unsplash/ Katie Smith)

Wer an seinen Ernährungsgewohnheiten etwas ändern möchte, versucht es entweder selbst oder lässt sich helfen und investiert in eine professionelle Ernährungsberatung. Wir verraten, wann eine externe Beratung sinnvoll ist und was eine solche kostet. Das Gute: Für wen ein Profi nicht infrage kommt, für den gibt es auch Alternativen.

Wann eine Ernährungsberatung empfehlenswert ist

Selbstversuch oder professionelle Hilfe? Wie beim Sport und in anderen Bereichen des Lebens ist das nicht nur eine Frage der Motivation, sondern oftmals auch der Zeit, des Geldbeutels und des Leidensdrucks. Viele kommen mit Tipps aus Fachbüchern oder dem Internet ganz gut selbst zurecht, andere wiederum brauchen Hilfe von außen. Die Gründe können vielfältig sein: Ob der Wunsch nach einer Gewichtsreduktion, nach einem gesünderen Lebensstil durch sportliche Ernährung, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Entschlackungskur dahinter steckt – jeder muss selbst entscheiden, ob er sich selbst helfen kann oder möchte.

Vor allem bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ernsthaften Krankheiten ist die gesundheitliche Einschränkung durch die falsche Ernährung mitunter groß, das Expertenwissen bei Betroffenen aber gering, sodass eine professionelle Ernährungsberatung sinnvoll ist. Wenn ihr Fehler und lange Selbstversuche vermeiden möchtet, die die Situation womöglich noch verschlimmern, holt ihr euch vielleicht doch lieber Hilfe. Und auch bei anderen Themen gilt: Seid ihr euch unsicher, ist eine Ernährungsberatung durchaus empfehlenswert. Denn so erhaltet ihr ganz individuelle Tipps und euren persönlichen Ernährungsplan.

Kosten für die Ernährungsberatung

Eine professionelle Ernährungsberatung hat allerdings auch ihren Preis. Daher ist häufig die Frage: Übernimmt die Krankenkasse die Beratung? Das kommt darauf an. Liegt eine Erkrankung vor, die eine Ernährungsumstellung notwendig macht – Übergewicht, Diabetes, eine Allergie oder ein hoher Cholesterinspiegel beispielsweise –, haben Betroffene in der Regel Anspruch auf eine professionelle Beratung. Diese wird von der Krankenkasse vollständig oder anteilig übernommen. Wichtig: Ihr braucht eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung, die ihr vorab bei eurer Kasse einreichen müsst. Diese prüft euren Antrag und teilt euch schließlich mit, ob sie die Kosten übernimmt – und wenn ja, wie viel davon.

Ohne vorliegende Erkrankung könnt ihr bei eurer Krankenkasse zwar auch einen entsprechenden Antrag stellen, oftmals werden hier aber – wenn überhaupt – nur geringe Zuschüsse gewährt. Den Rest der Kosten oder den Gesamtpreis müsst ihr selbst tragen. Bleibt die Frage, wie viel ihr für eine Ernährungsberatung bezahlen müsst. Pauschal lässt sich das nicht beantworten, denn viele individuelle Faktoren wie Leistungsspektrum des Beraters sowie Beratungsort und -umfang spielen hier mit hinein. Der Stundenlohn eines Ernährungsexperten liegt aber im Durchschnitt zwischen 50 und 80 Euro – je nachdem, wie viele Stunden ihr benötigt.

Alternativen zur kostenpflichtigen Ernährungsberatung

Wenn euch die Krankenkasse keine Zuschüsse gewährt und ihr euch eine Ernährungsberatung aus eigener Tasche nicht leisten könnt oder möchtet, könnt ihr euch die entsprechenden Tipps auch auf anderen Wegen besorgen. Einige Krankenkassen bieten beispielsweise bestimmte Gesundheitsprogramme an, eine Art Online-Coaching für gesunde Ernährung. Hier sind die individuellen Parameter der Beratung zwar begrenzt, dafür ist das Angebot meist kostenlos, wenn ihr Kunde bei der entsprechenden Kasse seid. Zudem findet ihr im Internet ebenfalls ein paar Tipps. Wie ihr euch beispielsweise gesund ernährt, haben wir für euch in einem anderen Ratgeber zusammengefasst.


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