LG G4: Kamera-Tipps für den richtigen Video-Dreh

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Mit den richtigen Kniffen lassen sich mit der Kamera des LG G4 noch schönere Videos drehen
Mit den richtigen Kniffen lassen sich mit der Kamera des LG G4 noch schönere Videos drehen(© 2015 CURVED)

Wie unsere Liste der besten Kamera-Smartphones 2015 zeigt, gehört die rückseitige Hauptkamera des LG G4 zur Oberklasse. Der blitzschnelle Laser-Autofokus und der optische Bildstabilisator verwandeln die Knipse aber auch in eine hervorragende Videokamera für Gelegenheits-Drehs. Mit ein paar einfachen Kniffen steigert Ihr die Qualität Eurer Aufnahmen und kommt schneller zum gewünschten Ergebnis.

Video-Modus der Kamera einstellen

Denkt daran, dass Ihr beim LG G4 mit der Kamera nur Videos drehen könnt, wenn der Aufnahme-Modus auf "Allgemein" oder "Manuell" eingestellt ist. Im Modus "Einfach" erzeugt Ihr beim Auslösen lediglich Einzelbilder. Zum Ändern des Aufnahme-Modus drückt Ihr in der Kamera-Software einfach auf die drei Punkte links oben und selektiert für Video "Allgemein" oder "Manuell".

Während sich im allgemeinen Modus lediglich ein Raster für den Sucher hinzuschalten lässt, bietet der manuelle Modus wesentlich mehr Optionen: Ihr könnt etwa die ISO-Lichtempfindlichkeit oder die Helligkeit regeln oder einen eigenen Weißabgleich durchführen. Für alle Gelegenheitsfilmer, die nicht gleich von zu vielen Optionen erschlagen werden möchten, reicht der allgemeine Modus aber aus.

Auf die Qualität kommt es an

Hab Ihr Euren Lieblingsmodus gewählt, kümmert Euch um die Aufnahme-Qualität: Diese stellt Ihr durch einen Tipp auf das Zahnrad-Symbol links unten. Wählt mit "16:9" am Besten das Breitwand-Format aus, da dies auch dem Smartphone-Bildschirm und den meisten Fernsehern entspricht. Danach stehen Euch unter "Video" vier verschiedene Qualitäts-Optionen zur Verfügung. Mit "UHD" erzeugt Ihr Filme in 2160p – der höchstmöglichen Video-Auflösung der Kamera des LG G4. Bei Antippen von "FHD" sind es immerhin noch 1080p (Full-HD) und bei "HD" lediglich 720p. Denkt daran: Mehr Auflösung bedeutet auch mehr Speicherbedarf: Beim Filmen in UHD füllt sich eine Speicherkarte allzu schnell. Womöglich kann Euer Fernseher zu Hause gerade mal Full-HD darstellen, weshalb sich im Hinblick darauf nur FHD lohnt.

In allen bislang genannten Modi erzeugt die Kamera 30 Bilder pro Sekunde. Das ist zwar schon eine Menge, aber dennoch solltet Ihr bei Action-Drehs auf allzu schnelle Schwenks verzichten, um Ruckler zu vermeiden. Lediglich im Modus "Zeitlupe" spielt das kaum eine Rolle, denn hier nimmt die Kamera volle 120 Bilder in der Sekunde auf, um beim verlangsamten Abspielen wieder auf 30 Bilder pro Sekunde herunterzuregeln.

Kamera-Fokus und Zoom während der Aufnahme ändern

Achtet vor dem Filmen auf den grünen Punkt im Sucher: Mit diesem vermeldet die Kamera, dass sie bereits auf die Szene fokussiert ist. Seht Ihr keinen solchen Hinweis, könnte der Dreh unscharfe Bilder enthalten. Doch selbst bei laufender Video-aufzeichnung könnt Ihr die Kamera nachträglich auf beliebige Ebenen scharf stellen. Dazu tippt Ihr einfach auf den gewünschten Bildausschnitt im Sucherfenster. Leider besitzt das LG G4 keinen Verfolger-Modus, mit dem sich die Linse automatisch auf ein bestimmtes Objekt immer wieder scharf stellt – wie beispielsweise beim Samsung Galaxy S6 oder Galaxy S6 Edge. Dafür könnt Ihr beim LG G4 auch während der Aufnahme heranzoomen und so mit zwei Fingern bestimmte Bildteile vergrößern. Bedenkt aber, dass der Laser-Autofokus nur bei sehr nahen Objekten funktioniert. Wenn Euer motiv weiter als einen halben Meter entfernt ist, nutzt das LG G4 den normalen Fokus.

Schneller Zugang zur Kamera

Manchmal wollt Ihr einfach ohne Umwege ein Video aufnehmen. Dazu startet Ihr die Kamera-App mit dem sogenannten "Quick Shot"-Modus. Das bewerkstelligt Ihr durch ein zweimaliges Drücken auf eine der rückseitigen Lautstärke-Tasten. Dadurch öffnet sich die Kamera sofort aus dem Sperrbildschirm heraus. Ihr müsst aber in den Einstellungen vorher daktivieren, dass das LG G4 nach dem Aufrufen automatisch ein Foto schießt. Dort lässt sich auch wählen, ob die "Quick Shot"-Funktion wie beim LG G3 durch längeres Drücken aufgerufen wird.

Allgemeine Tipps

Ohne Stativ sind bei wenig Licht Verwackler und unschönes Bildrauschen vorprogrammiert. Wenn Ihr bei Dämmerlicht filmt sucht Euch deshalb eine feste Unterlage zum Abstellen des LG G4. Dies kann beispielsweise ein Treppengeländer sein. Fehlt die Unterlage, versucht das Smartphone zumindest ruhig mit beiden Händen zu halten. Haltet die Luft vor dem Start der Aufnahme an und betätigt erst dann den Auslöser. So bleiben Eure Hände ruhiger, weshalb dadurch möglicherweise auch am Abend noch gute Videos gelingen.

Allgemein solltet Ihr mit dem Smartphone lieber im Querformat filmen, denn bei vielen Programmen und Web-Diensten ist dieses gebräuchlicher als das Hochformat – auch dem menschlichen Auge erscheint die Queransicht gefälliger, zumal Ihr beim Abspielen auf dem Smartphone und Monitoren dann meist Vollbild habt.

Zusammenfassung

  • Nur in den Modi "Allgemein" und "Manuell" könnt Ihr Videos aufnehmen
  • Der Modus "Manuell" bietet mehr Einstellungen, doch Anfänger sind mit "Allgemein" besser bedient
  • Videos in UHD benötigen viel Speicher, meist reicht Full-HD
  • Schnelle Schwenks können Ruckler erzeugen
  • Während der Aufnahme könnt Ihr auch scharf stellen und zoomen
  • Ein zwei Sekunden langer Druck auf den Button für "Lautstärke verringern", öffnet die Kamera-App sofort
  • Kompensiert wenig Licht beim Kamera-Dreh durch eine ruhige Hand oder feste Unterlage

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