Mehr Sicherheit beim Online-Banking mit dem Smartphone

Beim bargeldlosen Bezahlen ist Vorsicht angebracht
Beim bargeldlosen Bezahlen ist Vorsicht angebracht(© 2014 CC: Flickr/mueritz)

Phishing, Trojaner und Daten im offenen WLAN: Beim Mobile-Banking mit dem Smartphone oder Tablet gibt es ähnliche Gefahren wie beim Online-Banking. Daher solltet Ihr einige Sicherheitshinweise beachten und so Risiken minimieren – ansonsten besteht Betrugsgefahr. Meist helfen schon allgemeine Verhaltensregeln, zum Glück gibt es aber auch hilfreiche Apps.

Vor Phishing, Trojanern und offenem WLAN schützen

Sowohl beim Online Banking als auch beim Mobile Banking gilt, dass Phishing-Mails ein Einfallstor für Schadsoftware darstellen und einen finanziellen Verlust bedeuten können. Sie sehen offiziellen E-Mails von Banken zum Teil zum Verwechseln ähnlich, leiten den Empfänger nach einem Klick auf einen Link jedoch zu einer gefälschten Website weiter. Bei Eingabe von Passwörtern oder Pins auf der vermeintlichen Bankseite werden die Nutzerdaten abgefangen und missbraucht.

An Passwörter und Pins können Kriminelle außerdem über Trojaner kommen. Diese Schadsoftware gelangt über verschiedene Wege auf das Smartphone, spioniert Daten aus und leitet die an den Urheber der Datei weiter – sie geraten etwa über dubiose Mail-Anhänge oder infizierte Apps auf das Smartphone.

Eine Gefahr beim Mobile-Banking besteht außerdem beim Surfen in offenen WLAN-Netzwerken, zum Beispiel öffentlichen WLAN-Hotspots, da hier sensible Daten oftmals nicht ausreichend verschlüsselt werden. Über diese und weitere Gefahren beim Online-Banking informiert auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Basisschutz auf dem Smartphone einrichten

Wenn Ihr Online-Banking auch auf dem Smartphone oder Tablet betreiben möchtet, solltet Ihr diese mobilen Geräte ebenso schützen wie einen Desktop-Rechner. Haltet Euer Betriebssystem möglichst auf dem aktuellsten Stand und aktualisiert auch Sicherheitssoftware wie etwa den Virenscanner regelmäßig. Sind Passwörter und Pins auf dem Handy gespeichert, sollten im Falle eines Diebstahls oder Verlusts insbesondere die Zugriffsdaten aufs Bankkonto umgehend geändert werden. Ebenfalls sinnvoll kann es sein, das Smartphone vorab vor unberechtigten Fremdzugriffen zu schützen und Funktionen wie das Löschen aus der Ferne zu aktivieren.

Mit sensiblen Daten vorsichtig umgehen

Auch beim Mobile-Banking gilt, dass Ihr vorsichtig mit Euren Daten umgehen solltet – speichert Pins, Tans oder Passwörter niemals unverschlüsselt auf dem Gerät. Abzuraten ist auch davon, die Zahlenkombinationen versteckt als Telefonnummer anzulegen, da einige Apps auf die im Gerät gespeicherten Kontakte zugreifen können. Gebt Passwörter und Co.  außerdem niemals weiter und ignoriert E-Mails, die Euch zur Eingabe deiner Bankdaten auffordern.

Sicherheitshinweise für Online-Banking-Apps

Große Bankhäuser bieten spezielle Apps fürs Mobile-Banking an, dazu zählt beispielsweise die Deutsche Bank. Das ist nicht nur komfortabler als das Online-Banking im Browser, sondern in der Regel auch sicherer. Wichtig ist es jedoch, darauf zu achten, dass die Anwendung auch tatsächlich aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Nutzt nur die gängigen App-Stores und idealerweise nur Anwendungen Eurer Hausbank. Allgemeine Banking- oder Buchhaltungs-Apps hingegen bergen ein hohes Betrugspotenzial.

Zusammenfassung

  • Gefahren beim Online-Banking gehen unter anderem von Trojanern, Phishing-Mails und offenen WLAN-Netzen aus
  • Haltet Euer Smartphone-Betriebssystem auf dem neusten Stand und aktualisiert die Anti-Virensoftware regelmäßig
  • Hinterlegt Passwörter und Co. niemals unverschlüsselt im Gerät
  • Ladet Euch nur Banking-Apps von Eurer Bank und nur aus vertrauenswürdigen App-Stores herunter

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