Mit dem Smartphone eigenen QR-Code erstellen

Im Alltag können QR-Codes spannende Infos preisgeben.
Im Alltag können QR-Codes spannende Infos preisgeben.(© 2014 CC: Flickr/Projeto Sticker Map)

Ob auf Plakaten in U-Bahn-Stationen oder in Magazinen: die schwarz-weißen QR-Codes sind mittlerweile im Alltag angekommen. Für das menschliche Auge sind sie nur eine willkürlich anmutende Anordnung von Pixeln, Smartphones können die so verschlüsselten Informationen mit spezieller Software aber interpretieren. Sie lassen sich einfach erstellen und vielseitig einsetzbar – ihre Funktionen reichen nämlich über die von eindimensionalen Codes wie den auf Lebensmitteln üblichen Strichcodes hinaus.

Mit QR-Codes werden seit 1994 Informationen verschlüsselt

QR-Codes („Quick Response“-Codes) wurden 1994 entwickelt, um viele Informationen auf kleinem Raum verschlüsselt darzustellen. Diese sollten mit einfachen Lesegeräten interpretiert werden können und auch dann noch funktionieren, wenn ein Teil des Codes fehlt oder verschmutzt ist. Die quadratischen, zweidimensionalen Codierungen enthalten je nach Anzahl der dargestellten Elemente unterschiedlich viele, verschlüsselte Informationen. Diese sind in einer sogenannten Matrix aus schwarzen und weißen Punkten dargestellt. Grundlage für die Verschlüsselung ist das Binärsystem.

Je nach Menge der darzustellenden Daten enthält ein QR-Code unterschiedlich viele Module. Immer vorhanden sind Positionsmarkierungen in drei Ecken, Synchronisationselemente, Informationen über die Version des Codes, eine Formatangabe und ein Feld für die Ausrichtung. Der Informationsgehalt von QR-Codes variiert von minimal 21 x 21 (441) Elementen bis hin zu maximal 177 x 177 (31.329) Elementen. Damit können rund 7.000 Dezimalziffern oder 4.300 alphanumerische Zeichen dargestellt werden.

Codierungen mit dem Smartphone selber erstellen

Mit den entsprechenden Programmen auf deinem Smartphone kannst du QR-Codes aber nicht nur entschlüsseln, sondern auch selber Daten in dieser Form verschlüsseln. Dafür benötigst du einen QR-code-Generator. Solche Apps stehen sowohl im Google Play Store als auch bei iTunes kostenlos zum Download bereit. Eine Android-Anwendung, mit der du die lizenzfreien QR-Codes generieren kannst, ist zum Beispiel der QR Droid, auf dem iPhone kannst du unter anderem den QR Code Maker nutzen.

In solchen Anwendungen hast du in der Regel die Wahl, ob du einen Text, eine Internetseite, eine Telefonnummer oder einen Kontakt als QR-Code verschlüsseln möchtest. Darüber hinaus lassen sich auch vollständige Nachrichten, zum Beispiel SMS oder E-Mails vorformulieren und mit Empfängerdaten versehen. Derjenige, der den Code entschlüsselt, muss das Senden der Nachricht dann nur noch bestätigen. Wer den QR-Code nicht direkt mit dem Smartphone erstellen möchte, kann auch Webseiten wie qrcode-generator.de oder goqr.me nutzen. Der fertige Code wird in unterschiedlichen Bilddateiformaten ausgegeben und kann ausgedruckt, gepostet, versendet oder anderweitig geteilt werden.

Den QR-Code für eigene Visitenkarten oder Anzeigen nutzen

QR-Codes werden im öffentlichen Raumen hauptsächlich von Unternehmen zu Werbezwecken genutzt. Du kannst das sogenannte Mobile-Tagging aber auch im privaten Bereich sinnvoll einsetzen. Wer beispielsweise sein Auto im Internet zum Verkauf anbietet, kann einen Link zum Angebot in Form eines QR-Codes an das Fahrzeug anbringen. So erhalten Interessenten schnellen Zugang zu allen wichtigen Informationen. Erstellst du eine Visitenkarte in Code-Form, ersparst du Bekannten das mühsame Eintippen und Abspeichern aller Kontaktdaten. Oder überrasche Freunde mit einem Text, den du ihnen per QR-Code verschlüsselt übermittelst.

Zusammenfassung

  • Die zweidimensionalen QR-Codes enthalten verschlüsselte Informationen, maximal etwa 4.300 alphanumerische Zeichen
  • Mit einer entsprechenden App kannst du QR-Codes mit dem Smartphone selber erstellen und mit Bekannten teilen
  • Verwende Mobile-Tagging zum Übermitteln weiterführender Informationen, zum Beispiel für umfangreiche Links, virtuelle Visitenkarten, vorgefertigte E-Mails oder SMS

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