Mit diesen Apps behaltet ihr beim Wearable-Wechsel eure Daten

Wenn der Food Tracker nicht mit dem Wearable kompatibel ist oder ihr eure Fitnesssdaten extern sichern wollt lohnen sich übergeordnete Sport-Apps.
Wenn der Food Tracker nicht mit dem Wearable kompatibel ist oder ihr eure Fitnesssdaten extern sichern wollt lohnen sich übergeordnete Sport-Apps.(© 2018 Shutterstock / fotoliza)

Wearables kommen und gehen: mit der neuesten Technik gehen aber auch die alten Fitnessdaten verloren. Vielleicht unterstützt euer Hersteller euren Ernährungstracker nicht oder eure Laufgruppe nutzt andere Sportuhren: Aus diesen und anderen Gründen kann es sehr sinnvoll sein, seine Fitnessdaten übergeordnet in einer Plattform zu sichern. Wir stellen euch vier vor.

Tagsüber tragt ihr vielleicht eine schicke Uhr mit smarten Funktionen für den Job-Alltag und für eure Laufeinheiten habt ihr beispielsweise eine GPS-Sportuhr oder Sportkopfhörer, die gleichzeitig euren Puls und damit eure Fitness und sportliche Leistungen übers Ohr aufzeichnen. Womöglich experimentiert ihr wie ich mit verschiedensten Fitness-Wearables herum oder wollt immer auf dem neuesten Stand der Technik sein, aber nicht, dass die Daten eures alten Fitnesstrackers verloren gehen. Viele Leute dürfen dürft in ihrem Beruf aus hygienischen Gründen auch gar keinen Schmuck tragen oder mögen keine Armbänder am Handgelenkt und vergessen, ihr Wearable vor dem Sport anzulegen oder zu aktivieren. Ältere Fitnesstracker können auch nicht jede Sportart aufzeichnen. Die Vollständigkeit eurer Fitnessdaten wird aber spätestens dann entscheidend, wenn ihr klare Ziele verfolgt – ob leistungsbezogen oder im Hinblick auf eine Körpertransformation.

Wer abnehmen oder gezielt Muskeln aufbauen will, sollte seinen exakten Kalorienbedarf kennen

Wollt ihr zum Beispiel abnehmen, unterstützt neben der Ernährungsumstellung natürlich auch Sport euer angestrebtes Kaloriendefizit – ebenso wie Muskeln zum Wachsen neben Trainingsreizen etwas mehr Futter brauchen. Viele Leute überschätzen ihre sportliche Aktivität, essen zu viel und wundern sich, dass sie am Ende nicht abnehmen. Ein Activity Tracker ermittelt den Kalorienbedarf tagesaktuell, je nachdem, wie viel ihr euch bewegt. Falls die Companion-App aber nicht mit eurer Ernährungs-App kooperiert, braucht ihr eine übergreifende Fitness-Anwendung, mit der ihr eure Workouts tracken könnt. Diese schreibt euch die verbrannten Kalorien dann auch im Food Tracker automatisch gut. Praktisch, oder?

Wearables kommen und gehen, aber vielleicht wollt ihr auch in einer App nachhalten, wann es Zeit für neue Laufschuhe wird – die soll man bekanntlich alle 700 bis allerspätestens 1.000 Kilometer wechseln. Oder aber ihr messt euch gern mit Freunden, die aber andere Hersteller am Handgelenk tragen. Hier kommt eine Übersicht, welche kostenlosen Sport-Apps es für die beschriebenen Usecases gibt und mit welchen Anwendungen sie kompatibel sind.

Für Läufer kann es sinnvoll sein, Workouts nicht nur mit einem Wearable zu tracken, sondern auch mit einer übergeordneten App.(© 2018 Shutterstock/Ivanko80)

Endomondo: Eine App für 50 Sportarten

Endomondo dient als Trainingstagebuch für iOS und Android: Mit dieser umfassenden App könnt ihr rund 50 Sportarten aufzeichnen, darunter Joggen, Radfahren, Reiten, Boxen, Kajakfahren, Skilaufen. Endomondo ist kompatibel mit einer Vielzahl an Diensten: Mit Herzfreqenz-Sensoren ebenso wie mit den Companion-Apps von Garmin, Polar, Jabra, Fitbit, Withings, MyFitnessPal, Timex, Zephyr und Wahoo. Habt ihr kein Wearable, nutzt die App von Under Amour das GPS eures Smartphones ermöglicht euch Echtzeit-Tracking mit Auto-Pause-Funktion und Live-Karten, die ihr auf Wunsch inklusive Fotos, Statusmeldungen und Kommentaren auch mit Freunden teilen könnt. Motivation liefert die Beat-Yourself-Funktion, mit der ihr euch immer wieder selbst beim Training herausfordern könnt. Wer mag, nimmt an Challenges gegen die Community oder Freunde teil. In der App ist zudem ein Musikplayer integriert, so dass ihr beim Sport alle wichtigen Funktionen in nur einer Anwendung bedienen könnt.

Bei Bedarf könnt ihr das Audio-Coach-Feedback zu eurer Leistung mit einem Endomondo-Abonnement für sechs Euro monatlich oder dreißig Euro im Jahr aktivieren und so eure Herzfrequenzzone überprüfen. Im Abo habt ihr zudem die Möglichkeit, Trainingsziele zu hinterlegen, Trainingspläne zu verflogen und ein vorgefertigtes oder eigenes Intervall-Programm zu bestreiten.

Endomondo ist eine übergeordnete Tracking-App für rund 50 Sportarten.(© 2018 CURVED)

Strava: Die beliebte Community-App für Ausdauersportler

Die beliebte Community-App Strava für iOS und Android richtet sich an Sportler sämtlicher Disziplinen weltweit. Strava fungiert nämlich als Fitnesstracker und soziales Netzwerk in einem. Eure Workouts könnt ihr über Android-Smartphones, das iPhone, eure Smartwatch, diverse Fitnessuhren und -Armbänder oder GPS-Fahrrad-Navis, etwa von Garmin, tracken.  Dank der Anbindung an Apple Health und Garmin-Connect werden die Daten direkt in andere digitale Fitness-Tagebücher eingespeist. Geplante Touren seht ihr dann bequem über das Handgelenk oder GPS-Navi ein. Im Anschluss wertet Strava die Trainingseinheit aus: Geschwindigkeit, Tempo und Distanz gehören zu den Basisdaten. Darüber hinaus kann Strava Leistungsvergleiche mit vorherigen Workouts oder anderen Nutzern anstellen. Diese und weitere Premium-Features, wie eine Live-Verfolgung für Angehörige für mehr Sicherheit unterwegs, Live-Coaching und individuelle Trainingspläne bietet die kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft bei Strava für acht Euro im Monat.

Wer mag, kann seine Radtouren, Läufe und mehr mit der Strava-Community oder ausgewählten Freunden teilen. So profitieren Nutzer gegenseitig von abwechslungsreichen Routen, Trainingstipps und der Vermittlung von Trainingspartnern. Mit Strava könnt ihr euer Training gezielt planen, durchziehen, analysieren und euch den extra Schub Motivation zum Dranbleiben holen.

Strava ist eine Community-App und besonders beliebt bei Läufern und Radlern.(© 2018 CURVED)

Runkeeper: Solide Basis-App für Läufer

Runkeeper für iOS und Android synchronisiert Aktivitätsdaten aus über 70 Fitnessdiensten, die ihr über die Webseite auswählen könnt – darunter Fitbit, Withings, Garmin und viele mehr. Detaillierte Statistiken über Tempo, Distanz, Zeiten, verbrannten Kalorien, Herzfrequenz und Fortschritte beim Lauf- oder Radtraining bis hin zu Trainingsplänen und Live-Coaching über Kopfhörer in der Abo-Version bietet euch auch Runkeeper. Zudem könnt ihr auch hier eure Musik direkt in der Fitness-App steuern und auf Wunsch Workouts samt Fotos teilen oder eure Daten einfach nur für euch sichern. Infos zu persönlichen Bestzeiten und Meilensteinen dienen der Motivation. Praktisch: Plant, speichert und bearbeitet Strecken, die euch gefallen. Wer sich unterwegs von Freunden live verfolgen oder anfeuern lassen möchte, braucht ebenfalls ein Abo von "Runkeeper Elite", das es für knapp neun Euro monatlich oder 35 Euro jährlich gibt. Runkeeper ist eine solide Läufer-App vom japanischen Sportschuh-Hersteller Asics, die Einsteiger wie fortgeschrittenen Läufer auch in der gratis Basis-App viele nützliche Funktionen bietet und sich intuitiv bedienen lässt.

RunKeeper funktioniert ziemlich einfach.(© 2018 CURVED)

Runalyze: Puristische aber detaillierte Datenbank, nicht nur für Läufer

Runalyze ist ein detailliertes Trainingstagebuch mit Analyse-, Statistik- und Prognosefunktionen. Hier geht es einzig und allein um die Dokumentation eurer Fitnessdaten, nicht mehr und nicht weniger. Alle, die die Nase voll haben von Abos und Werbung und für die Communities, News-Feeds, Push-Benachrichtigungen und Erinnerungen überflüssiger Schnickschnack sind, werden mit der puristischen Datenbank Runalyze ihre Freude haben. Einfach die Webseite abrufen, mit Google oder Facebook registrieren und los geht's. Eine App für Smartphones bietet die Internetplattform derzeit nicht, unterstützt aber diverse Sport-Wearables, etwa von Apple, Garmin, TomTom, Polar und Suunto sowie verschiedenste Sport-Apps – neben "HealthFit" auch unbekanntere wie "Run.GPS", "RunnerUp", "iSmoothRun", "LocusMap", "MilestoneSports" oder "IpBike ANT+".

Einsteiger müssen eventuell etwas Geduld mit dem überaus umfangreichen Analyse-Tool mitbringen. Dafür kann man die Datenbank komplett nach seinen Bedürfnissen anpassen, übrigens nicht nur für Lauftrainings. Auch eure Wettkämpfe könnt ihr bei Runalyze einpflegen und eure Daten in sämtlichen Dateiformaten ausspielen und sichern. Unterm Strich ist Runalyze ein Sporttagebuch für Nerds – schließlich wurde es auch von zwei Mathematikern mit Laufleidenschaft entwickelt. Das Runalyze-Team steht euch bei Fragen auch gerne zur Verfügung.

Fazit: Übergreifende Fitness-Apps lohnen sich für jeden Sportler mit Fitness- oder Leistungszielen

Wer konkret auf einen Wettkampf, eine Pace oder die Gewichtsreduktion hinarbeitet, sollte seine Workouts dokumentieren – und zwar unabhängig von nur einem Wearable – schließlich erobert doch ständig neueste Technik den Markt. Mit einer übergreifenden Plattform behaltet ihr eure Fitnessdaten und könnt damit tun, was ihr wollt. Hier haben wir für jede Zielgruppe eine passende Anwendung vorgestellt – von der der Allrounder-App Endomondo für sämtliche Sportarten über eine intuitive Lauf-Anwendung wie Runkeeper oder die puristische Plattform für Sport-Nerds Runalyze bis hin zur Community-App Strava: Gerade wer sich gern mit anderen misst, sollte sich mit Freunden auf ein Tool verständigen, da selten alle Gadgets desselben Herstellers nutzen.

Wenn ihr weitere Tipps lesen wollt, mit welchen Anwendungen ihr noch mehr aus eurem Wearable herausholen könnt oder was Fitnesstracker und Smartwatches aus unserer Sicht noch besser machen können, dann bleibt dran. Auch für Radfahrer und Triathleten haben wir noch ein paar digitale Tipps an der Hand. Wenn euch am Ende doch der innere Schweinehund ausbremst, könnt ihr euch fragen, ob eine Laufgruppe oder ein Sport-Buddy die Rettung vor Rettungsringen ist oder ob ihr zur Abwechslung mal GPS-Kunstwerke erlaufen wollt.


Weitere Artikel zum Thema
Apple entfernt WhatsApp-Sticker offen­bar aus dem App Store
Francis Lido
WhatsApp für iOS: Erst mal keine neuen Sticker über den App Store?
Apple senkt den Daumen: Das Unternehmen will anscheinend die Verbreitung von WhatsApp-Stickern über den App Store unterbinden.
Uber soll wohl in Deutsch­land erlaubt werden
Sascha Adermann
Darf Uber bald auch in Deutschland seine Fahrervermittlung via Smartphone-App anbieten?
Der Bundesverkehrsminister plant noch in dieser Wahlperiode eine einschneidende Gesetzesänderung. Diese betrifft das Taxi-Gewerbe und Uber.
YouTube: Voll­bild­mo­dus erhält prak­ti­sche Verbes­se­rung
Guido Karsten
Details und Kommentare zu YouTube-Videos lassen sich nun auch im Vollbildmodus betrachten
YouTube erlaubt seit vielen Jahren die Wiedergabe von Videos im Vollbildmodus. Dennoch hat Google nun einen Weg gefunden, die Ansicht zu verbessern.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.