Mit Fitness-Armband Kalorienbedarf und Verbrauch ermitteln

Habt ihr euch heute schon ausreichend bewegt? Euer Fitness-Armband hilft euch auf die Sprünge
Habt ihr euch heute schon ausreichend bewegt? Euer Fitness-Armband hilft euch auf die Sprünge(© 2018 Shutterstock / Jacob Lund)

Activity Tracker helfen, den Kalorienverbrauch im Blick zu behalten. Wir erklären euch, wie ihr euren Bedarf händisch berechnet und warum Fitness-Armbänder die komfortablere Alternative sind. Diese arbeiten zwar nicht ganz so genau – was aber erklärbar und auch nur halb so wild ist.

So wird der Kalorienverbrauch berechnet

Der Kalorienverbrauch orientiert sich an zwei Einflussgrößen: Auf der einen Seite steht der Grundumsatz. Dieser beschreibt die Energie, die euer Körper täglich bei voller Ruhe verbraucht, und ist unter anderem von Geschlecht, Alter, Gewicht, Muskelmasse und Körpergröße abhängig. Zudem ist da der Leistungsumsatz, der alltägliche und sportliche Aktivitäten berücksichtigt. Euer täglicher Kalorienverbrauch ist die Summe aus eurem Leistungs- und Grundumsatz.

Der Grundumsatz lässt sich unter anderem durch die Harris-Benedict-Formel berechnen: Bei Männern ist dies 66,47 + (Gewicht in kg x 13,7) + (Größe in cm x 5) - (Alter in Jahren x 6,8). Frauen rechnen mit 655,1 + (Gewicht x 9,6) + (Größe x 1,8) - (Alter x 4,7). Für den Leistungsumsatz wird der PAL-Faktor (Physical Activity Level) herangezogen, der mit dem Grundumsatz multipliziert wird und dann den Gesamtumsatz bildet. Wer seinen Tag zum Beispiel überwiegend gehend oder stehend verbringt, nimmt als Faktor 1,8 oder 1,9. Zum Grundumsatz müsstet ihr dann noch sportliche Aktivitäten addieren. Bei einer Person, die zwischen 75 und 84 Kilogramm wiegt, werden pro Viertelstunde Radfahren zum Beispiel 113 veranschlagt.

Daten für Fitness-Armband eingeben

Ihr merkt: Es ist nicht einfach, den Kalorienverbrauch per Hand zu berechnen. Dafür spielen zu viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle und es steht viel Rechnerei an. Ein Fitness-Armband kann da ein wichtiges Gadget sein, das hilft, den Kalorienbedarf und Verbrauch im Blick zu haben. Dazu füttert ihr zunächst euer Wearable.

Einige der relevantesten Daten werden bereits bei der Einrichtung des Gerätes abgefragt und können auch nachträglich in den Konto-Einstellungen aktualisiert werden. Die Geräte ermitteln dann täglich automatisch den Kalorienverbrauch. Sie nutzen dafür unter anderem eure Bewegungen, Schlafzeiten, Aktivitäten und ziehen am besten für die Berechnung auch die Pulsfrequenz hinzu. Die Kalorienzufuhr kann ein Fitness-Armband allerdings nicht messen.

Deshalb sind die Tracker-Angaben zum Teil ungenau

Studien haben ergeben, dass Fitness-Armbänder bei der Berechnung des Kalorienverbrauchs von Laborwerten abweichen. Bei einigen Modellen sind es nur kleine Unterschiede – bei denen, die am schlechtesten abgeschnitten haben, allerdings bereits mehr als 20 Prozent. Die Differenzen sind leicht zu erklären: Einige Activity Tracker ermitteln den Verbrauch ohne Pulsfrequenz und die, die diese berücksichtigen, haben einen Nachteil: Eine integrierte optische Pulsmessung arbeitet nicht mit klinischer Genauigkeit. Der Puls ist deshalb relevant, weil ansonsten zum Beispiel nur die reine Bewegung der Arme gemessen und außer Acht gelassen wird, ob der Puls steigt, weil ihr gerade Krafttraining mit Gewichten macht.

Abweichungen sind natürlich nicht optimal, bis zu einem gewissen Punkt aber verkraftbar. Die Wearables bieten schließlich eine Konstante und um die geht es im Wesentlichen: Sie geben euch das Gefühl, ob ihr euch an einem Tag schon ausreichend bewegt habt oder nicht. Die Alternative wäre ohnehin nur eine aufwendige medizinische Berechnung, die nicht alltagstauglich ist. Allerdings gibt es ein paar Tipps und Tricks, wie ihr Fehlerquellen eures Activity Tracker minimieren beziehungsweise die gewonnenen Aktivitätsdaten noch cleverer auswerten könnt.


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