Möglichkeiten, um die Dropbox zu verschlüsseln

Datenverschlüsselung macht die Dropbox-Nutzung sicherer.
Datenverschlüsselung macht die Dropbox-Nutzung sicherer.(© 2014 CC: Flickr/kreg.steppe)

Cloud-Dienste wie Dropbox haben in jüngster Zeit negative Schlagzeilen gemacht, was die Sicherheit von persönlichen Daten betrifft. Deshalb musst du aber nicht auf die praktischen Vorteile der Datenspeicherung auf einem externen Server verzichten. Wir erläutern, was die Vor- und Nachteile von Verschlüsselungstechniken sind – und zeigen, wie du mehr Privatsphäre bei der Nutzung von Dropbox erreichen kannst.

Daten verschlüsseln bringt Vor- und Nachteile

Seine Daten zu verschlüsseln, bevor sie in einem Cloud-Service wie Dropbox gespeichert werden, bedeutet eine relativ hohe Sicherheit: Niemand kann ohne das entsprechende Entschlüsselungsprogramm mit den Daten etwas anfangen. Darin liegt aber zugleich auch der Nachteil der Technik, da der Nutzer selbst die Daten wieder entschlüsseln muss. Daraus resultiert aber eine erhebliche Einschränkung der Bequemlichkeit – denn Cloud-Dienste werden gerade deshalb gerne genutzt, weil die Daten von überall aus abgerufen werden können. Wer sich aber beispielsweise in einem anderen Land befindet und seine Fotos in die Dropbox hochladen will, kann diese vom PC des Hotels aus nicht verschlüsseln.

Passwort für die Dropbox anlegen

Wer sich die Dropbox-App für Android oder iOS heruntergeladen und diese installiert hat, kann sich einen vierstelligen Code einrichten – dies ist unter "Einstellungen | Codesperre" möglich. Ist diese Sperre eingestellt, muss jedes Mal der Code eingegeben werden, wenn mit einem mobilen Gerät auf die Dropbox zugegriffen wird. Durch diese Abfrage kann allerdings nicht verhindert werden, dass die Daten während der Übertragung abgefangen und ausgelesen werden. Auch Daten, die unverschlüsselt auf dem Dropbox-Server liegen, können unter Umständen von Dritten eingesehen werden. Um dies zu unterbinden, ist es nötig, die Datenpakete mit einem speziellen Programm wie zum Beispiel Cloudfogger für Android, iOS oder den PC zu verschlüsseln – eine Alternative ist die App BoxCryptor, die ebenfalls für Android, iOS oder den PC verfügbar ist.

BoxCryptor und Cloudfogger als Verschlüsselungshilfen

Boxcryptor legt nach der Installation ein virtuelles Laufwerk an, auf dem die Daten verschlüsselt werden. Auch im Dropbox-Ordner gibt es nun einen neuen Ordner, der mit „crypted“ gekennzeichnet ist. Die darin befindlichen Daten sind verschlüsselt und können dort auch nicht verändert werden – dies ist nur bei der Arbeit mit dem virtuellen Laufwerk möglich. In der Gratis-Version von BoxCryptor kann das Programm nur mit einem Konto auf zwei Geräten genutzt werden. Für die Nutzung auf mehreren Geräten kostet die Software etwa 36 Euro pro Jahr.

Einfacher ist es, mit Cloudfogger seine Daten zu verschlüsseln: Zwar ist auch hier ein Konto erforderlich, aber der Nutzer kann nach der Installation wählen, ob er ein lokales oder ein von überall aus zugängliches Webkonto einrichten will. Wähle nun aus, ob die ganze Dropbox oder nur einzelne Ordner verschlüsselt werden. Von der Verschlüsselung bekommt der Nutzer wenig mit – alle Dateien können normal bearbeitet werden.

Zusammenfassung

  • Um die Sicherheit der Daten auf Cloud-Diensten wie Dropbox zu erhöhen, sollten diese verschlüsselt werden
  • Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass die Daten nur mithilfe eines Passwortes und dem passenden Entschlüsselungsprogramm ausgelesen werden können
  • Der Nachteil besteht in der Begrenzung der Zugriffsmöglichkeiten für einen selbst
  • Empfehlenswerte Programme für die Verschlüsselung sind Cloudfogger und Boxcryptor

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