Musik zum Joggen: Songauswahl und Tempo zählen

Mit der richtigen Musik läuft’s beim Joggen oft besser.
Mit der richtigen Musik läuft’s beim Joggen oft besser.(© 2014 iStock.com/Maridav)

Musik zum Joggen bedeutend ein Motivationsschub für all diejenigen, denen Vogelgezwitscher oder lärmende Autos zu langweilig oder zu nervig sind. Dank MP3-Player und Smartphones ist es für Läufer heute kein Problem mehr, jederzeit die Lieblings-Songs hören zu können. Doch nicht jede Musik bietet sich für das Training an, bestimmte Songs sind sogar kontraproduktiv.

Beim Joggen verbessert Musik die Motivation und somit die Leistung

Mehrere Studien belegen mittlerweile, dass Musik zum Joggen taugt und eine positive Wirkung mit sich bringt – insbesondere der Psychologe Costas Karageorghis von der Londoner Brunel University forscht seit rund 20 Jahren zu diesem Thema. Die Quintessenz seiner Studien: Nicht nur Profisportlern, auch Freizeitläufern helfen passende Songs dabei, die Leistung zu steigern und den Zeitpunkt der Ermüdung hinauszuzögern.

Diese Effekte lassen sich folgendermaßen erklären: Beim Joggen lenkt die richtige Musik die eigene Aufmerksamkeit von den körperlichen Anstrengungen ab und schafft einen Fokus, dem die Konzentration gilt. Der Läufer verliert somit sein Zeitgefühl und denkt nicht mehr so stark über die Trainingseinheit an sich nach. Zudem steigern die Lieblings-Songs die Motivation – ein wichtiger Faktor beim Sport, da gerade auf diese Weise die Leistungssteigerung erreicht wird. Hinzu kommt, dass das Tempo und die Rhythmik der Musik die Bewegungsabläufe unterstützen. Aber Achtung: Wer zu laut Musik hört, achtet weniger auf Umgebungsgeräusche und Warnsignale, etwa Radfahrer oder den Straßenverkehr, und kann somit sich und andere in Gefahr bringen.

Gute Songs fürs Training sollten ein Tempo von 120 bis 140 bpm haben

Allerdings eignet sich nicht jeder Song und jede Musik zum Joggen. Entscheidend ist neben dem Rhythmus auch das Tempo der Songs, das in beats per minute (bpm) gemessen wird. Nur so unterstützen Songs die Bewegungsabläufe und bringen sie nicht durcheinanderbringen. Zu schnelle Musik etwa führt dazu, dass Sportler unbewusst das Lauftempo anziehen, was gerade bei untrainierten Joggern eine frühzeitige Ermüdung hervorruft.

Mit ein wenig musikalischem Gehör kannst du das Tempo eines Songs errechnen, indem du den Takt für einige Sekunden zählst und auf eine Minute hochrechnest, du kannst aber auch Programme wie den BPM Analyzer nutzen.

Ideal zum Joggen sind Songs mit 120 bis 140 bpm, dazu zählen etwa die Black Eyed Peas mit I Gotta Feeling (128 bpm), Jump von Van Halen (129 bpm ) oder Michael Jacksons Beat It (139 bpm). Insbesondere Pop- und Rock-Musik bieten sich somit zum Joggen an, aber auch klassische Stücke können unterstützend wirken. In jedem Falle solltest du regelmäßig die Playlist ändern, damit die Songs ihre positive Wirkung nicht verlieren.

Zusammenfassung

  • Studien zeigen, dass sich Musik zum Joggen eignet, da sie die Motivation und somit die Leistung beeinflusst
  • Zu schnelle Songs können beim Laufen zu einem zu hohen Tempo verleiten, die ideale Geschwindigkeit der Lieder liegt bei 120 bis 140 bpm
  • Eine regelmäßige Rotation der Playlist ist wichtig für die Abwechslung und den positiven Effekt

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