One UI 2.0 Features, die euer Samsung nach dem Android-10-Update draufhat

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Was ist neu bei Samsungs One UI 2.0?
Was ist neu bei Samsungs One UI 2.0?(© 2020 SAMSUNG)

Mit Android 10 kommt auf Samsung-Smartphones auch die Aktualisierung der eigens programmierten Benutzeroberfläche One UI mit der Versionsnummer 2.0. Was kann das Custom-ROM und inwiefern ist One UI 2.0 besser als der Vorgänger?

One UI gibt es erst seit 2018. Samsung entwarf es, um euch fokussierter mit dem Smartphone umgehen zu lassen und die einhändige Steuerung zu erleichtern. Natürlich ging es dem südkoreanischen Hersteller auch darum, ein ansprechendes Design zu entwerfen, das nicht nur gut aussieht, sondern auch auf dem ersten Blick klar verständlich ist.

Mit One UI 2.0 geht das neue Interface nun auf Basis von Android 10 in die zweite Runde – und damit gibt es nun einige neue Features und Funktionen, die über die bekannten Funktionen des neuen Google-Betriebssystems hinausgehen. Wir zeigen euch einige der spannendsten Neuerungen, die Samsung für das eigene Betriebssystem entwickelt hat – ob fürs Galaxy S10, Note 10 oder die neuen Mittelklasse-Modelle A51 und Co.

Samsungs One UI 2.0 verbessert Funktionen des Sperrbildschirms

Habt ihr manchmal Probleme damit, die Uhrzeit auf eurem Sperrbildschirm abzulesen, weil weiße Schrift auf sehr hellem Hintergrund einfach kaum lesbar ist? One UI 2.0 erkennt das jetzt und passt die Schriftart entsprechend an – habt ihr einen weißen Hintergrund, wird die Uhrzeit in Schwarz dargestellt und umgekehrt. Dabei kann es auch zwischen verschiedenen Bildschirmregionen unterscheiden: Ist nur die untere Hälfte dunkel, erscheint der Text dort in Weiß, während er in der oberen Hälfte schwarz auf hellem Hintergrund bleibt.

Auch bei Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm gibt es Neuerungen: Habt ihr eingestellt, dass ihr nur Benachrichtigungs-Icons angezeigt haben wollt, wird beim älteren One UI mit einem Tipp darauf neben den relevanten Informationen auch der Schnellzugriff zum Interagieren mit der Benachrichtigung angezeigt. Also Antworten, Löschen, Einstellungen und weiteres. Bei One UI 2.0 ist das nicht mehr der Fall, dort wird das Feld einfach ausgefahren, um mehr Infos darzustellen.

Neue Kamera-Features mit One UI 2.0

Auch in Samsungs Kamera-App lassen sich auf den ersten Blick Veränderungen feststellen. So werden neben neu gestalteten Icons die meisten Kamera-Funktionen ausgeblendet und hinter "mehr" verborgen. Das könnt ihr natürlich nach eurem Belieben verändern.

Beim sogenannten Live-Fokus-Effekt – so nennt Samsung den Bokeh-Effekt, also die Tiefenunschärfe – bekommt ihr jetzt nicht mehr alle Effekt-Variationen über der Auswahlliste angezeigt. Bei One UI 2.0 gibt es nun einen separaten Button, um die Funktionen auszuklappen.

Außerdem habt ihr jetzt im Pro-Modus der Kamera mehr Möglichkeiten. Wer gern Lichtempfindlichkeit und Verschlusszeit selbst einstellt, hat nun auf dem Galaxy S10 und Note die Möglichkeit, den ISO-Wert auf bis zu 3.200 zu setzen und die Verschlusszeit auf bis zu 30 Sekunden zu erhöhen. Vor Android 10 mit dem Vorgänger von One UI 2.0 war das auf 800 und 10 Sekunden limitiert. Allerdings ist das Device-abhängig.

Weitere nützliche One UI 2.0 Features

Eine Neuerung, die euch mithilfe von One UI 2.0 fokussierter arbeiten und surfen lassen soll, ist ein kleineres Pop-Up-Fenster, wenn euch jemand anruft. Schon bei der ersten Einführung von One UI war es neu, dass euch der eingehende Anruf nicht aus eurer App wirft, sondern als kleines Fenster angezeigt wird. Jetzt könnt ihr zusätzlich auch die Größe des Pop-Ups verändern. Das neue Mini-Pop-Up ist unauffällig und wirft euch garantiert nicht aus dem Lesefluss.

Wenn ihr gerne euren Akkuverbrauch checkt und optimieren wollt, bietet One UI 2.0 nun neue Möglichkeiten. Denn ab jetzt könnt ihr nicht nur die Nutzung seit der letzten Aufladung analysieren, sondern den Verbrauch der letzten sieben Tage.

Und auch die Kalender-App bekommt ein einfacheres Design. Anstelle des manchmal mühsamen Durchscrollens werden die Monate alle auf einer Seite zum Auswählen angezeigt. Außerdem könnt ihr nun individuell einstellen, wie lange im Voraus ihr eine Erinnerung bekommt.

Zuletzt noch eine schöne Neuigkeit, wenn ihr Wert auf Datenschutz legt: Benötigt eine App zusätzliche Berechtigungen, wie beispielsweise den Standort-Zugriff, könnt ihr nun einstellen, ob ihr diese Erlaubnis nur dieses eine Mal erteilt oder dauerhaft. Außerdem erscheint das Benachrichtigungsfeld unten am Bildschirmrand.


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