Outdoor-Handys: Was sagt die IP-Schutzklasse aus?

Der IP-Code verrät, was ein Outdoor-Handy aushält.
Der IP-Code verrät, was ein Outdoor-Handy aushält.(© 2014 iStock.com/vicspacewalker)

Die IP-Schutzklasse ist beim Kauf eines Smartphones – insbesondere eines Outdoor-Handys – ein wichtiges Kriterium. Sie setzt sich aus vier Zeichen zusammen und gibt Aufschluss darüber, wie robust das Gerät wirklich ist. Den Anfang des Codes bildet das Kürzel IP, es folgen zwei Ziffern. Die erste gibt an, wie hoch der Schutz gegen Fremdkörper ist. Der zweite Wert steht für den Schutz gegen Wasser. Wie ein Mobiltelefon mit diesen Ziffern zu klassifizieren ist, regelt die DIN-Norm EN 60529 / IEC 60529. Grundsätzlich gilt: Je höher der Wert, desto besser ist das Handy gegen Einflüsse von außen geschützt.

Erste Ziffer der IP-Schutzart nennt den Schutz gegen Fremdkörper

Ein gutes Outdoor-Handy sollte einen soliden Schutz gegen Fremdkörper bieten, damit möglichst kein Sand oder Staub in das Gehäuse eindringt. Die erste Ziffer der IP-Schutzart sollte daher möglichst hoch sein. Trägt das Gerät die Ziffer 6, so ist es völlig staubdicht, während ein mit 5 klassifiziertes Mobiltelefon immer noch Staubschutz garantiert, Ablagerungen auf dem Gerät also kein Problem darstellen. Die Ziffern 1 bis 4 stehen für einen Schutz gegen feste Fremdkörper unterschiedlicher Größe. Während Handys mit einem IP-Wert von 1 oder 2 nur gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 50 mm beziehungsweise 12,5 mm geschützt sind, bieten die IP-Klassen 3 und 4 Schutz gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 2,5 mm beziehungsweise 1 mm.

Schutz gegen Wasser wird mit der zweiten Ziffer ausgedrückt

Je nachdem, welche Aktivitäten mit dem Outdoor-Handy geplant sind, sollte es unbedingt auch einen ausreichenden Wasserschutz bieten – Aufschluss darüber gibt die zweite Ziffer des IP-Codes. Soll das Mobiltelefon gegen Untertauchen geschützt sein, ist eine IP-Ziffer von 7 (Schutz gegen Untertauchen bis zu 30 Minuten bei einem Meter Wassertiefe) oder 8 (Schutz gegen dauerndes Untertauchen; die Wassertiefe variiert je nach Hersteller) notwendig – dies sind die Höchstwerte. Ist die zweite Ziffer der IP-Schutzart eine 5 oder 6, ist das Handy gegen Strahlwasser beziehungsweise starkes Strahlwasser aus beliebigem Winkel geschützt – etwa aus einem Gartenschlauch. Die Ziffer 3 signalisiert einen Schutz gegen Sprühwasser aus der Dusche, während 1 und 2 immerhin noch den Schutz des Geräts gegen senkrecht beziehungsweise aus einem Winkel von 15 Grad fallendes Tropfwasser angeben.

Zusammenfassung

  • Die IP-Schutzart besteht aus dem Kürzel IP sowie zwei Ziffern, sie gibt verlässlich Auskunft über die Robustheit von Outdoor-Handys (zum Beispiel IP57)
  • Je höher der Wert der beiden Ziffern, desto besser ist der Schutz des Mobiltelefons
  • Die erste Ziffer mit einem Maximalwert von 6 steht für den Schutz gegen Fremdkörper
  • Die zweite Ziffer mit dem Höchstwert 8 gibt an, wie gut das Outdoor-Handy gegen Wasser geschützt ist

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