Personalisierte Werbung bei Facebook ausschalten

Verantwortlich für Werbung: der Like-Button.
Verantwortlich für Werbung: der Like-Button.(© 2014 CC: Flickr/FACEBOOK(LET))

Für kostenlose Dienste im Internet ist meist die Werbung relevant, um Einnahmen zu erzielen. Gerade das soziale Netzwerk Facebook ist dafür bekannt, die Anzeigen anhand des Nutzerverhaltens zu personalisieren – auf diese Weise soll die Werbung effektiv auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten und angezeigt werden. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert, sie kann aber auch ausgeschaltet. Denn nicht jeder Facebook-Nutzer möchte, dass das soziale Netzwerk Informationen zu deinen Interessen und deinem Verhalten sammelt.

Rechtlich haltbar ist dieses Vorgehen aber: Wer sich einen Facebook-Account einrichtet, muss den allgemeinen Geschäftsbedingungen des sozialen Netzwerks zustimmen. In diesen ist festgehalten, dass die Nutzer der personalisierten Werbung bei Facebook zustimmen. Das ist deshalb rechtlich möglich, weil die Nutzer diese über die Einstellungen zur Privatsphäre wieder ausschalten können.

Personalisierte Werbung beruht auf dem „Gefällt mir“-Button

Facebook sammelt in erster Linie Informationen über die persönlichen Daten der Nutzer, indem es die Zustimmung über den „Gefällt mir“-Button auswählt. Wer ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Band oder ein Unternehmen mit „Gefällt mir“ markiert oder Freunden empfiehlt, bewirkt dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass unter einem Werbebanner zu dem entsprechenden Produkt bei anderen der eigene Name erscheint. Auf diese Weise wollen die Werbenden ermöglichen, dass deine Freunde kleine Werbeanzeigen geschaltet bekommen, in denen ersichtlich ist, dass du das Produkt auch gut findest – was natürlich Vertrauen suggeriert.

Deaktiviere über die Privatsphäre-Einstellungen personalisierte Werbung

Mit wenigen Klicks kannst du einstellen, dass Facebook die Daten zumindest für Werbung bei anderen unterbindet. Logge dich zunächst ein und rufe über das Zahnrad-Symbol die Einstellungen auf. Wähle nun links im Menü „Privatsphäre-Einstellungen | Werbeanzeigen“ aus. Stelle hier zwei Optionen ein: nämlich „Einstellungen für Werbeanzeigen von Drittanbietern bearbeiten“ und „Einstellungen für soziale Netzwerke bearbeiten“. Klicke beide Links an und wähle über das Drop-Down-Menü den Punkt „Niemand“ aus. Anschließend sollte dort folgender Satz stehen: „Falls wir das in Zukunft zulassen sollten, zeige meine Informationen diesen Personen: Niemand“. Klicke anschließend auf „Einstellungen speichern“ – dadurch hast ausgeschaltet, dass Facebook die Nutzer-Informationen für Werbung bei anderen verwendet.

Zusammenfassung

  • Soziale Netzwerke sammeln Nutzerdaten und verwenden diese für personalisierte Werbung
  • Bei Facebook geschieht dies insbesondere über den „Gefällt mir“-Button
  • Mit den Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook kann verhindert werden, dass der eigene Name für Werbung auf anderen Facebook-Seiten genutzt wird

Weitere Artikel zum Thema
Nokia 3310 im Test: der neue "Knochen" im Hands-on [mit Video]
Marco Engelien3
Supergeil !49Das Nokia 3310 ist zurück.
Ist das Highlight des MWC gar kein smartes Gerät? HMD Global bringt den Klassiker Nokia 3310 zurück. Ob sich etwas verändert hat, verrät das Hands-on.
Das Galaxy S8 kommt am 29. März: Keynote-Termin ist offi­zi­ell
Jan Johannsen2
Her damit !13Samsung stellt das Galaxy S8 am 29. März vor.
Samsung hat bei seiner MWC-Pressekonferenz das Galaxy S8 nicht vorgestellt, aber das Datum für die Vorstellung bekanntgegeben.
Huawei P10 im Test: das Insta­gram-Smart­phone im Hands-on [mit Video]
Felix Disselhoff13
Her damit !32Das Huawei P10 in Graphite Black
Schickes Design, Top-Kamera und schnelle Hardware: Warum das Huawei P10 der Star des Mobile World Congress in Barcelona ist.