Pimp My Ride: So motzt ihr euer Auto zum Smartcar auf

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Mit wenigen Gadgets wird das Auto zum Smart Car.
Mit wenigen Gadgets wird das Auto zum Smart Car.(© 2018 Shutterstock / Anze Mulec)

Ihr müsst kein neues Auto kaufen, um mit technischen Finessen zu glänzen. Wir zeigen euch, wie ihr mit eurem Handy und den passenden Gadgets ganz smart auf die Überholspur wechselt.

Die wenigsten von euch fahren vermutlich einen modernen Oberklasse-Pkw mit Sprachassistent und einer im Hintergrund arbeitenden künstlichen Intelligenz. Für Klimaanlage und Radio gibt es keine Touchdisplays, sondern handfeste Regler, Knöpfe und Tasten. Aber gegen ein bisschen Knight-Rider-Feeling wäre im Prinzip nichts einzuwenden. Schauen wir also mal, was geht, um auch eine Millenium-Schleuder auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen:

Navi, Musik und Kommunikation

Das Naheliegendste ist es, die Navigation im Smartphone zu verwenden. Mit aktivierter Sprachsteuerung könnt ihr mit "Hey Siri" oder "Ok Google" bequem die Zielführung vom Fahrersitz aus einleiten. Achtet auf eine gute Positionierung des Handys am Armaturenbrett, zum Beispiel mit den magnetischen Autohalterungen von Scosche oder den Halteklammern von Kenu, die auch an den Lüftungsschlitzen Halt finden. Eine andauernde Stromversorgung stellt ihr mit passenden Ladegeräten für den Zigarettenanzünder sicher.

Weil das Smartphone ein Alleskönner ist, hat es sich Chris zur Aufgabe gemacht, die für das Auto wichtigen Funktionen zu bündeln. Chris ist ein kleiner Hardware-Assistent, der sich mit dem Smartphone verbindet und über ein rundes Display an der Windschutzsscheibe mit dem Fahrer kommuniziert. Chris beschränkt sich auf Messaging, Navigation, Musik und Telefonate. Die Steuerung erfolgt über Sprache und eine eigene künstliche Intelligenz sowie einfache Gesten. Der Assistent lässt sich derzeit zum Preis von circa 299 Euro vorbestellen. Auslieferung: September 2018.

Smartphone wird zum Bordcomputer

Auch ältere Autos generieren mehr Informationen, als sie preisgeben. Über die sogenannte OBD-Schnittstelle lassen sich diese Daten mit einem Dongle auslesen. Günstige Geräte gibt es bereits ab 20 Euro – findet ihr unter den Suchbegriffen „OBD“ oder „ELM327“. Zusätzlich benötigt ihr eine spezielle Software (z. B. Torque Pro, Scan Master oder DashCommand für iOS und Android), um die Daten auf dem Smartphone sichtbar zu machen. Der neue Bordcomputer verfügt dann plötzlich über Drehzahlmesser, Öltemperaturanzeige und Verbrauchsanzeige. Das Start-up Pace bietet beispielsweise Dongle und App als komfortables Komplettpaket für circa 119 Euro an. Darin enthalten sind auch Funktionen wie automatisches Fahrtenbuch, Notruf und Car-Tracking. Wenn ihr auch noch den Reifendruck kontrollieren wollt, braucht ihr zusätzliche Prüfsensoren an den Rädern. Entsprechende Sets gibt es beispielsweise von Lescars oder Tiremoni und kosten ab circa 130 Euro.

Wer gern mal vergisst, wo sein Auto steht oder einem Dieb auf die Spur kommen will, kann sein Fahrzeug mit einem GPS-Tracker ausstatten. Geräte wie Autoskope (circa 289 Euro) übermitteln alle paar Sekunden die aktuelle Position, Geschwindigkeit und Messwerte wie aktuelle Batteriespannung des Fahrzeugs. Voraussetzung ist der Einbau einer SIM-Karte. Günstigere Peilsender, etwa von Incutex (ab circa 40 Euro), verschicken nach einem Anruf eine SMS mit den Koordinaten oder müssen, wie der Alcatel Movetrack GPS Tracker alle zwei bis vier Tage an die Steckdose.

Mit dem "Dritten" sieht man besser

Für zusätzliche Sicherheit während der Fahrt sorgt das Fahrassistenz-System von Mobileye. Die Nachrüstlösung beinhaltet eine Kamera, die an der Innenseite der Windschutzscheibe des Fahrzeugs angebracht wird. Als „drittes Auge“ identifiziert Mobileye Verkehrszeichen und Fahrspuren, misst die Entfernung zu anderen Verkehrsteilnehmern und warnt euch durch akustische und optische Signale. Der Preis von circa 1.000 Euro entbindet euch aber nicht von der Pflicht, selbst das Fahrgeschehen im Blick zu haben. Mobileye gibt nur zusätzliche Hinweise und greift nicht in Brems- oder Lenkvorgänge ein.

Bleibt noch die Frage, wie man die Playlist aus dem Smartphone auf die Autolautsprecher bekommt, wenn das Radio keinen AUX-Anschluss hat. Falls ihr noch die guten alten Tapes nutzt, könnt ihr eine Verbindung über einen Kassettenadapter herstellen. Solche Adapter mit Klinke für den Kopfhörerausgang des Smartphones gibt es bereits im einstelligen Euro-Bereich. Etwas smarter sind aber sogenannte Bluetooth FM Transmitter, die ihr einfach in den Zigarettenanzünder steckt. Die koppelt ihr dann mit dem Smartphone und übertragt das Audiosignal auf einen zuvor festgelegten freien UKW-Kanal. Geräte gibt’s beispielsweise von Scosche oder Nulaxy und kosten ab circa 20 Euro.


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