Schutz vor Android-Viren: Tipps für mehr Sicherheit

Mit dem richtigen Schutz hat es Android-Malware schwer.
Mit dem richtigen Schutz hat es Android-Malware schwer.(© 2014 iStock.com/scottwyden)

In Europa erlebt Android einen Siegeszug: Mehr als 75 Prozent aller Smartphones und Tablets sind hierzulande mit dem Google-Betriebssystem ausgestattet, der Einfluss von iOS ist im Vergleich gering. Diese steigenden Nutzerzahlen bringen aber auch immer mehr Android-Viren mit sich – zumal das Betriebssystem deutlich anfälliger für Malware ist als das Apple-OS, was an der genutzten Java-Software liegt. Anfang des Jahres vermeldete das Software-Unternehmen Kaspersky Lab, dass es mehr als 200.000 Varianten von Android-Viren gibt. Diese spähen etwa private Daten aus, werden mit dubiosen Premium-SMS zur Kostenfalle oder schädigen das Smartphone nachhaltig.

Verhaltensregeln als Schutz vor Android-Viren befolgen

Der erste Schritt zum umfassenden Virenschutz auch bei Smartphones und Tablets ist: Hüte dich vor unbekannten Apps. Installiere aus dem Google Play Store und Co. nur solche Anwendungen, deren Herkunft vertrauenswürdig ist. Achte daher vor dem Download darauf, ob beispielsweise auf der Detailseite der App übermäßig viele negative Bewertungen und Kommentare abgegeben wurden oder der Anbieter als Top-Entwickler ausgezeichnet ist.

Schon während der Installation der Apps sollten die Rechte der Anwendungen eingeschränkt werden – nicht jede braucht vollen Internetzugriff oder muss alle Möglichkeiten des Smartphones nutzen. Du kannst auch nach dem Installieren jederzeit das Menü „Einstellungen | Apps“ aufrufen, dort eine App auswählen und auf „Berechtigungen“ tippen. Hier kannst du beispielsweise automatische Software-Aktualisierungen deaktivieren.

Sichere Passwörter wählen und regelmäßige Firmware-Updates vornehmen

Mehr Schutz vor Android-Viren wird oftmals auch durch neue Versionen des Betriebssystems erreicht – mit der Zeit schließen Entwickler immer wieder Sicherheitslücken, die Malware, Trojanern und anderer Schadsoftware offen stünden. Prüfe daher regelmäßig unter „Einstellungen | Über dieses Telefon | Softwareupdate | Systemupdates“, ob eine Firmware-Aktualisierung vorhanden ist.

Abseits davon solltest du darauf achten, insbesondere bei öffentlichen Drahtlos-Netzwerken keine ungeschützten Daten, Pin-Nummern oder Passwörter abzurufen oder einzutippen. Beim Schutz der Daten gilt zudem: Wähle ein sicheres Passwort, das leicht zu merken ist – für Bot-Programme sollte es aber nicht leicht zu knacken sein.

Sicherheitssoftware gibt zusätzliche Sicherheit

Zudem ist es Pflicht, auch einen aktuellen Virenscanner auf dem Android-Smartphone installiert zu haben. Hierfür gibt es bereits viele kostenlose Anwendungen, die einen sehr guten Rundumschutz bieten – dazu zählen insbesondere Bitdefender Mobile Security & Antivirus, Qihoo 360 Mobile Security, Avira Free Android Security und Avast Mobile Security & Antivirus. Weitere Empfehlungen gibt es in unserer Übersicht über Antivirus-Apps für Smartphones.

Zusammenfassung

  • Aufgrund der großen Nutzerzahlen von Android werden auch immer mehr Viren für das Google-Betriebssystem entwickelt
  • Viel Schadsoftware gelangt durch unvorsichtiges Verhalten auf die Mobilgeräte – achte daher auf seriöse Quellen und verifizierte Entwickler
  • Beschränkte in den Einstellungen die Rechte einzelner Apps
  • Mit Firmware-Aktualisierung schließen Entwickler meist auch Sicherheitslücken – Updates deshalb unbedingt durchführen
  • Wähle deine Passwörter mit Bedacht und gehe in öffentlichen WLAN-Netzen vorsichtig mit sensiblen Daten um
  • Ein Sicherheitsprogramm bringt zusätzliche Sicherheit und gibt Viren keine Chance

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