Sim-Lock entsperren: Möglichkeiten der Netzanbieter

Ohne Sim-Lock lassen sich auch andere Sim-Karten verwenden.
Ohne Sim-Lock lassen sich auch andere Sim-Karten verwenden.(© 2014 CC: flickr/Joybot)

Gemeinsam mit einem Mobilfunkvertrag gekaufte Handys sind oft an den Provider gebunden. Dieser sogenannte Sim-Lock lässt sich aber entsperren, damit du das Modell nach Ablauf des Vertrags auch mit der Sim-Karte eines anderen Mobilfunkanbieters nutzen kannst. Dies ist prinzipiell kostenlos. Wer aber noch vor Ablauf der Vertragszeit den Sim-Lock entsperren will, muss dafür eine Gebühr beim Provider zahlen.

Zunächst den IMEI-Code herausfinden

Handys sind mit ihrer jeweiligen International Mobile Equipment Identity (IMEI) registriert. Wer seinen Sim-Lock entsperren möchte, benötigt dafür diesen 15-stelligen Zahlencode. Bei den meisten Geräten kann die IMEI durch eine Abfrage unter der Rufnummer „*#06#“ in Erfahrung gebracht werden – einfach eingeben, als wäre es eine normale Telefonnummer. Bei einigen Geräten lässt sich die Nummer aber auch im Menü nachschlagen; beim iPhone ist die IMEI beispielsweise unter „Einstellungen | Allgemein | Info“ zu finden.

SIM-Lock entsperren nach Ablauf der Vertragsfrist

Mit der IMEI nimmst du nun Kontakt zu dem Provider auf, mit dem du einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen hast. Auf den Webseiten von T-Mobile, Vodafone und O2 lässt sich der Entsperr-Code nach Ablauf der vertraglich auferlegten Frist – in der Regel 24 Monate – online direkt aufrufen oder zuschicken. Alle drei Netzanbieter haben, wie auch E-Plus, auch auf ihren Service-Seiten eine Hotline angegeben, über die eine Entsperrung des Sim-Locks in Auftrag gegeben werden kann.

Vorzeitiges Entsperren ist nur gegen Gebühr möglich

Das Vorgehen für ein Entsperren des Sim-Locks vor Ablauf der Frist ist bei T-Mobile und E-Plus dasselbe wie nach Erfüllung des Vertrags. Damit die Karte jedoch entsperrt wird, fällt eine Gebühr in Höhe von 99,50 Euro (T-Mobile) beziehungsweise 105 Euro (E-Plus) an. Vodafone stellt indes ein Formular zum Download bereit, das ausgefüllt und unterschrieben beim Provider eingesandt werden soll. Die fällige Gebühr von 100 Euro wird direkt vom CallYa-Konto abgebucht. Anschließend kann der Entsperr-Code online oder telefonisch erfragt werden. Bei O2 schließlich wird die Entsperrung des Sim-Locks direkt über die mit 99 Euro veranschlagte Gebührenzahlung abgewickelt, indem Rufnummer, IMEI und der volle Name als Verwendungszweck bei der Überweisung anzugeben sind.

Zusammenfassung

  • Der Sim-Lock lässt sich nur mit der IMEI aufheben, die sich meist über die „*#06#“ abrufen lässt
  • Sobald der Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter ausgelaufen ist, lässt sich die Sim-Karten-Sperre online oder über die Hotline aufheben
  • Vor Ablauf der Vertragslaufzeit ist dieses Vorgehen gebührenpflichtig

Weitere Artikel zum Thema
Onli­ne­zwang für "Super Mario Run": Darum soll es keinen Offli­ne­mo­dus geben
Marco Engelien
"Super Mario Run" setzt eine aktive Internetverbindung voraus.
"Super Mario Run" unterwegs in der Bahn oder im Flugzeug zocken? Das wird wohl nichts. Das Spiel setzt brauchen eine aktive Internetverbindung voraus.
Samsung arbei­tet an zwei falt­ba­ren Smart­pho­nes – Release schon Anfang 2017?
Michael Keller
So wie in Apples Patent könnte auch das faltbare Gerät von Samsung aussehen
Samsung soll an zwei faltbaren Smartphones arbeiten. Eines der Geräte könnte schon zu Beginn des kommenden Jahres vorgestellt werden.
Android 7.0 Nougat: Diese Geräte bekom­men das Update
Annemarie Dresen7
UPDATESupergeil !97In der Preveiw-Version hieß Android 7.0 Nougat schlicht Android N.
Android 7.0 Nougat rollt nach und nach für die Geräte vieler Hersteller aus. Hier erfahrt Ihr, welche Smartphones und Tablets das Update kriegen.