Smart-Home-Alarmanlage und Co.: So könnt ihr euer Zuhause schützen

Intelligente Komponenten sorgen dafür, dass das Smart Home sicher ist
Intelligente Komponenten sorgen dafür, dass das Smart Home sicher ist(© 2018 August)

Es gibt viele Möglichkeiten, sein trautes Heim vor Einbrechern zu schützen. Das intelligente Abwehr-Arsenal reicht von einzelnen Komponenten wie Überwachungskamera, Glasbruchmelder oder Tür- und Fensterkontakten bis hin zur kompletten Smart-Home-Alarmanlage. Die gute Nachricht: Schon mit wenigen einfachen Maßnahmen werden Häuser und Wohnungen deutlich sicherer.

Vernetzte Alarmanlage

Eine klassische Alarmanlage gilt nach wie vor als probates Mittel gegen ungebetene Gäste. Noch mehr Sicherheit verspricht jedoch eine moderne Smart-Home-Alarmanlage. In Zeiten zunehmender Heimautomatisierung gibt es schließlich ein wachsendes Angebot an intelligenten Sicherheitslösungen, die mehrere Komponenten zu einem Alarmsystem vernetzen.

Den Mittelpunkt einer smarten Alarmanlage bildet eine Sicherheitszentrale. Mit einer solchen Zentrale können dann je nach Anbieter beispielsweise Tür- und Fensterkontakte, Glasbruchmelder, Überwachungskameras, Bewegungsmelder, Funksteckdosen oder Sirenen mit Warnlicht gekoppelt werden. Auch verschiedene Melder (Rauch, Wasser, Kohlenmonoxid) lassen sich einbinden, sofern diese vom jeweiligen Hersteller angeboten oder unterstützt werden. Darum ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf Gedanken über die benötigten oder gewünschten Geräte zu machen.

Smarte Videokamera

Je umfangreicher eine Smart-Home-Alarmanlage zusammengestellt wird, desto höher der Preis. Die Anschaffung einzelner Sicherheitskomponenten ist hingegen günstiger und kann trotzdem für ein deutlich verbessertes Sicherheitsniveau sorgen. Beliebt sind Überwachungskameras, auf die mittels App über Smartphone oder Tablet zugegriffen werden kann. Derartige smarte Videokameras gibt es für drinnen und draußen, die meisten zeichnen ihre Videos mit hoher Bildqualität auf. Eine klug platzierte Innenkamera kann zwar keinen Einbruch verhindern. Aber sie kann helfen, einen Einbrecher zu identifizieren.

Wer eine Außenkamera installiert, der muss die Privatsphäre seiner Mitmenschen achten. Der Balkon des Nachbarn oder ein belebter Hauseingang darf nicht einfach so gefilmt werden. Zudem muss Videoüberwachung erkennbar gemacht werden – auch auf dem eigenen Grundstück. Dafür gibt es spezielle Aufkleber mit Kamera-Symbol. Diese bringt man am besten dort an, wo das überwachte Grundstück betreten wird. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Kamera eine Infrarot-Linse besitzt, die Aufnahmen auch bei Dunkelheit ermöglicht.

Fenster gegen Einbrecher sichern

Einbrecher kommen besonders häufig durch schlecht gesicherte Balkontüren oder offene Fenster ins Haus – sogar wenn diese nur gekippt sind. Doch selbst wenn Türen und Fenster vernünftig verschlossen sind, nutzen Verbrecher eine Schwachstelle immer wieder gern: Glas. Darum empfiehlt es sich, Glasbruchmelder zu installieren. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Funktionsweisen auch zur Anbindung an eine bestehende Smart-Home-Zentrale. Aber Achtung: Nicht jeder Fenstertyp funktioniert mit allen Arten von Glasbruchmeldern.

Werden Balkontüren oder Außenfenster aufgehebelt, erkennen einige Glasbruchmelder dies nicht als Einbruchsversuch. Hier schaffen Tür- und Fensterkontakte Abhilfe, die ins Smart Home eingebunden werden. Es gibt optisch und magnetisch funktionierende Lösungen, die melden, wenn eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird. Der Vorteil optisch arbeitender Geräte: Es muss nur ein Reflexkoppler mitsamt Reflektorfolie angebracht werden und das System ist sicherer. Magnetische Systeme bestehen aus Magnet und Reed-Kontakt und können leichter von außen mit einem Magneten manipuliert werden.

Licht außen und innen

Am Ende des Tages sind zudem smarte Funk-Steckdosen eine gute Anschaffung, wenn es um ein sicheres, intelligentes Zuhause geht. In Verbindung mit einer normalen Stehlampe und einer Musikanlage oder einem Fernseher lässt sich nämlich ohne Probleme ein sogenanntes “Anwesenheits-Szenario” einrichten. Die Smart-Home-Zentrale kann dann jederzeit für Licht und Leben im Haus oder in der Wohnung sorgen und dadurch potenzielle Einbrecher abschrecken. Auch vor der Tür bringt Licht mehr Sicherheit, Lampen mit Bewegungsmelder können ungebetene Gäste fernhalten. Schließlich steht kein Einbrecher gern im Rampenlicht.


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