Smart Home mit Z-Wave: Alle Informationen zu dem Funkstandard

Der Z-Wave-Funkstandard bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im Smart Home
Der Z-Wave-Funkstandard bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im Smart Home(© 2018 Unsplash/Naomi Hebert)

Warum sollte man sein Smart Home mit Z-Wave einrichten? Und welche Möglichkeiten eröffnen sich dem Nutzer, der sein smartes Zuhause nicht nur intelligent vernetzen, sondern auch noch möglichst bequem steuern möchte? Wir verschaffen euch einen Überblick über die speziellen Eigenschaften und Vorteile des beliebten Funkstandards.

Deshalb solltet ihr auf Z-Wave setzen

Z-Wave ist ein weit verbreiteter, internationaler Standard für die Heimautomatisierung. Alle dementsprechend zertifizierten Produkte sind untereinander kompatibel. Insgesamt bilden über 2.400 Smart-Home-Geräte von mehr als 700 Herstellern das weltweit größte Ökosystem drahtloser Heimvernetzung. Eine einzelne Zentrale kann bis zu 232 Geräte unterschiedlicher Hersteller steuern. Außerdem ist es möglich, mehrere solcher Steuerzentralen parallel zu betreiben. Genutzt wird in Deutschland und Europa das 868 MHz-Frequenzband, das eine bessere Durchdringung durch Wände bietet als WLAN.

Weitere Vorteile ergeben sich daraus, dass es sich bei Z-Wave um ein sogenanntes "vermaschtes Netz" (Mesh-Network) handelt. Jedes in das Heimnetzwerk eingebundene und am Stromnetz angeschlossene Gerät fungiert dabei auch dauerhaft als Router oder Netzwerkknoten und kann so Meldungen für andere Geräte weiterleiten. Fällt ein Knotenpunkt aus, wird die Meldung umgeleitet und trotzdem ans Ziel gebracht. Dadurch ist ein derartiges Netzwerk sehr leistungsfähig und wenig fehleranfällig. Die gesamte Kommunikation erfolgt zudem verschlüsselt, wodurch ein unbefugtes Eindringen ins Heimnetz nahezu ausgeschlossen wird.

Nutzung mit Siri, Google Assistant und Alexa

Eine möglichst komfortable Steuerung der installierten Smart-Home-Komponenten ist ein großer Vorteil im täglichen Gebrauch. Noch bequemer als die Bedienung über eine App auf dem Smartphone oder Tablet ist die Sprachsteuerung über einen smarten Lautsprecher. Mit dem kostenlos bei Amazon herunterladbaren Skill "Z-Way Smart Home" könnt ihr genau das: eure via Z-Wave vernetzten Geräte über Alexa beziehungsweise Amazon Echo (Dot) per Sprache steuern.

Voraussetzung dafür ist, dass eure Zentrale Z-Way unterstützt. Die zertifizierte Steuersoftware kommt beispielsweise in den Mini-Computern von Raspberry zum Einsatz, die im Bereich der Heimautomatisierung durchaus beliebt sind. Auch über Siri von Apple und den Google Assistant lassen sich Geräte mit der Z-Way-Steuersoftware inzwischen per Sprachbefehl ein- und ausschalten. Damit eröffnen sich noch mehr Möglichkeiten, das smarte Zuhause nach den eigenen Wünschen anzupassen und intelligent zu gestalten.

Vorteile von Z-Wave Plus

Bereits seit 2013 gibt es mit Z-Wave Plus gewissermaßen den Nachfolger von Z-Wave auf dem Smart-Home-Markt. Diese Produkte der inzwischen 5. Generation, die durch das neue Zertifizierungsprogramm gekennzeichnet sind, bieten eine ganze Reihe von Vorteilen. Ein Vorteil betrifft die leichtere Installation: Mit Z-Wave war es nötig, ein Gerät zum Anlernen in unmittelbare Nähe zur Smart-Home-Zentrale zu bringen. Mit Z-Wave Plus ist das überall im Heimnetzwerk möglich. Der Fachbegriff hierfür lautet "Network Wide Inclusion" (NWI).

Dank besserer Hardware haben die Geräte der 5. Generation (die auch als 500er-Serie bezeichnet werden) eine höhere Reichweite und einen geringeren Strom-/Batterieverbrauch als vergleichbare ältere Produkte. Dennoch sind Z-Wave-Plus-Komponenten auch mit allen älteren Z-Wave-fähigen Smart-Home-Geräten kompatibel. Wer also die Wahl hat, sollte sich besser für Z-Wave Plus entscheiden.


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