Smart Home nachrüsten: So installiert ihr unkompliziert neue Geräte

Smarte Leuchten wie von Philips Hue lassen sich einfach nachrüsten
Smarte Leuchten wie von Philips Hue lassen sich einfach nachrüsten(© 2018 Philips)

Bei dem Begriff Smart Home denkt der ein oder andere sofort an Neubauten, deren Architekten von Beginn an die Vernetzung verschiedener Geräte berücksichtigt haben. Doch auch ältere Immobilien lassen sich zum Smart Home nachrüsten. Wir verraten euch, was ihr darüber wissen müsst.

Was ihr einfach nachrüsten könnt

Wie einfach ihr eure Wohnung oder euer Haus zum Smart Home nachrüsten könnt, hängt davon ab, welche Geräte und Funktionen euch vorschweben. Teilweise genügt der Kauf eines einzigen Gerätes – etwa bei einer smarten Steckdose. Diese könnt ihr über eine Smartphone-App steuern und so festlegen, wann Strom fließen soll. Auch für die Nutzung von smarten Lautsprechern ist nur wenig Hardware erforderlich: Geräte wie Amazon Echo, Google Home oder HomePod richtet ihr einfach über ein Smartphone oder Tablet ein.

Ohne weiteres Zubehör könnt ihr zudem relativ einfach smarte Rauchmelder verbauen – zumindest in der Basisvariante. Ihr könnt mehrere Melder miteinander vernetzten und sobald einer anschlägt, informiert er die anderen, sodass in allen Räumen Alarm ertönt.

Smart-Home-Geräte mit Bridge verbauen

Smarte Leuchten wie die von Philips Hue oder Ikea Tradfri benötigen hingegen eine Bridge. Die Einrichtung ist aber dennoch relativ einfach – genau wie die Bedienung der Leuchten über euer Smartphone oder einen Sprachassistenten. Mit einem separat erhältlichen Smart-Home-Wandschalter könnt ihr sie außerdem auch auf herkömmliche Weise bedienen – einige Modelle setzen nicht einmal einen Stromanschluss voraus.

Smarte Thermostate könnt ihr ebenso ohne viel Aufwand nachrüsten. Je nach Modell ersetzen diese ein bereits vorhandenes Thermostat oder den Heizungsregler. Das Thermostat steht mit einer Bridge in Verbindung, die wiederum per WLAN mit eurem Smartphone kommuniziert. Auch Smart-Home-Sensoren verbaut ihr leicht in euerem Zuhause. Um diese mit anderen Smart-Home-Geräten zu vernetzen, benötigt ihr allerdings einen Hub.

Aufwendigere Fälle

Nicht alle Smart-Home-Komponenten lassen sich so einfach nachrüsten. Etwas komplizierter ist die nachträgliche Integration in euer vernetztes Zuhause etwa bei intelligenten Rollläden. Zwar müsst ihr diese nicht komplett austauschen, dafür aber wahrscheinlich aufrüsten. Denn damit ihr eure Rollläden beispielsweise per Smartphone-App steuern könnt, müssen diese motorisiert und mit einem Funkempfangsmodul ausgestattet sein.

Aufwendig und eher nicht selbst durchführbar ist beispielsweise die Installation von smarten Fenstern. Natürlich könnt ihr eure Fenster mit Kontaktsensoren auf einfache Weise smart machen. Es gibt aber auch Fenster, die bereits ab Werk smart sind und diverse nützliche Features bieten, dafür allerdings von einem Fachmann eingebaut werden müssen. Diese sind motorisiert und können sich daher selbstständig öffnen und schließen – beispielsweise in Abhängigkeit vom CO2-Wert oder der Temperatur.

Smart-Home-System: ja oder nein?

Diverse Hersteller bieten eigene Smart-Home-Systeme an – etwa Innogy, Devolo oder Quivicon. Der Vorteil daran ist: Ihr müsst lediglich darauf achten, dass eure Smart-Home-Komponenten das entsprechende System unterstützen. Denn längst nicht alle Smart-Home-Geräte arbeiten problemlos zusammen. Das liegt in erster Linie daran, dass es unterschiedliche Funkstandards gibt und nicht jedes Gerät den gleichen unterstützt. Wollt ihr also zahlreiche Geräte möglichst unkompliziert in eurem Smart Home miteinander vernetzen, ergibt eine Systemlösung durchaus Sinn.

Plant ihr dagegen nur wenige, größtenteils für sich agierende Geräte in euer Zuhause zu integrieren, muss es nicht gleich ein Smart-Home-System sein. Außerdem seid ihr ohne Festlegung auf ein System flexibler: Euch stehen deutlich mehr Geräte zur Auswahl. Allerdings müsst ihr euch dann auch intensiver mit der Materie auseinandersetzen. Gerade die Funkstandards machen es nicht immer einfach, das Zusammenspiel mehrerer Smart-Home-Geräte zu realisieren.


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