Smart-Home-Systeme: Wann sich Sets lohnen

Ihr wollt eure Küche smart machen? Ihr könnt mehrere Geräte gleich im Set kaufen
Ihr wollt eure Küche smart machen? Ihr könnt mehrere Geräte gleich im Set kaufen(© 2018 Unsplash/Naomi Hebert)

Smart-Home-Systeme vernetzen mehrere Geräte miteinander und lassen diese zusammenarbeiten. Diverse Hersteller bieten Starter- oder Komplett-Sets an, die sinnvolle Kombinationen aus mehreren Produkten beinhalten. Unser Ratgeber verrät euch, was es zu beachten gilt.

Darum sind Sets praktisch

So richtig smart ist euer Zuhause eigentlich erst, wenn die einzelnen Komponenten miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Sets für Smart-Home-Systeme sind die wohl einfachste Möglichkeit, das zu realisieren. Denn sie enthalten in der Regel eine Steuerzentrale (Hub) zur Vernetzung sowie eine Auswahl an Geräten, die sich sinnvoll ergänzen und sich durch ihr Zusammenspiel gegenseitig aufwerten. Ideal also, wenn ihr noch gar keine intelligenten Geräte besitzt und euch euer Smart Home von Grund auf neu aufbaut.

Ein großer Vorteil an Sets ist, dass ihr euch um die Kompatibilität der einzelnen Geräte keine Gedanken machen müsst. Denn in der Regel stammen die Komponenten dann vom selben Anbieter. Würdet ihr euch stattdessen einzeln Smart-Home-Geräte kaufen, müsstet ihr bei jedem sicherstellen, dass der genutzte Funkstandard mit eurem restlichen Equipment kompatibel ist. Ein Set bietet euch eine gute Basis, auf der ihr aufbauen könnt.

Smart-Home-Sets nachrüsten

Sets für Smart-Home-Systeme sind besonders für den Anfang ideal. Nach einiger Zeit könnte euch die geboten Funktionalität aber nicht mehr ausreichen. Um festzustellen, welche Geräte ihr nachträglich in euer intelligentes Zuhause einbinden könnt, müsst ihr euch näher mit eurer Steuerungszentrale (Hub) befassen. Diese bildet quasi das Herzstück eures Smart Homes und ist für die Vernetzung eurer Geräte zuständig.

Dafür greift sie auf einen Funkstandard zurück, den euer neues Gerät unterstützen muss. Ist dies nicht der Fall, benötigt ihr zusätzlich eine Bridge. Über eine solche könnt ihr einen eigentlich nicht unterstützen Funkstandard zu vielen Steuerzentralen kompatibel machen. Allerdings müsst ihr wissen, welche Standards eure Geräte verwenden – und ob eure Bridge diese überhaupt abdeckt.

Nicht alle Smart-Home-Systeme lassen sich einfach nachrüsten. Einige Anbieter wie etwa RWE bei seinem Innogy Smart Home versuchen ihre Systeme bewusst geschlossen zu halten. Dadurch reduziert sich die Auswahl der kompatiblen Geräte.

Smart-Home-System per Sprachbefehl steuern

Die Steuerung per App mag euch bereits komfortabel erscheinen, doch mit Sprachbefehlen könnt ihr euer Smart Home noch einfacher bedienen. Dazu muss euer System Alexa, Google Assistant oder Siri unterstützen. Ob das der Fall ist, könnt ihr in den ersten beiden Fällen am einfachsten über die Alexa- beziehungsweise die Google-Home-App herausfinden. Diese listen euch die unterstützen Smart-Home-Systeme auf. Um Geräte über Siri steuern zu können, müssen diese HomeKit-kompatibel sein. Apple bietet euch auf seiner Webseite eine entsprechende Übersicht.

Außerdem ergibt ein smarter Lautsprecher Sinn, der eure Sprachbefehle entgegennehmen kann. Schließlich wollt ihr diese nicht unbedingt immer in euer Smartphone oder Tablet sprechen. Erste Wahl dürfte die Hardware der entsprechenden Hersteller sein: ein Echo (Plus) für Alexa, ein Google-Home-Lautsprecher für den Google Assistant oder ein HomePod für Siri. Zumindest im Fall von Alexa und dem Google Assistant gibt es aber auch Lautsprecher von Drittanbietern, die auf eure Kommandos hören.


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