Smartphone Akku sparen: Mit einfachen Tipps die Akkulaufzeit verlängern

Der Akku macht ständig schlapp?
Der Akku macht ständig schlapp?(© 2019 Getty Images)

Wenn es eine Sache gibt, die sich wohl jeder Handy-Nutzer wünscht, dann ist es eine längere Akkulaufzeit. Wir zeigen die besten Tipps, wie ihr bei eurem Smartphone Akku sparen könnt und so garantiert durch den Tag kommt.

  • Leistungsfähiger Akku heißt nicht zwingend lange Laufzeit
  • Stromfresser identifizieren: Display, Apps, Funktionen
  • Stromsparmodus oder Powerbank als Notfalloptionen

Wie viel einem etwas bedeutet, merkt man oft erst, wenn es weg ist – das gilt wohl auch für das Handy. Und auch wenn das nicht verschwunden ist, so macht ein leerer Akku das Smartphone unbrauchbar. Dann klappt der Fahrkartenkauf für Bus und Bahn nicht mehr mobil und auch die Eltern oder der Partner lassen sich nicht benachrichtigen, wenn ihr euch verspätet. Auch News lesen, Videos gucken oder schnell noch ein Foto von dem Akku-Fail posten, fällt flach. Experten überrascht das nicht, denn die Akkus werden zwar immer besser, aber der Stromverbrauch aktueller Geräte steigt tendenziell. Es kann also gut sein, dass ein neues Flaggschiff-Smartphone bei der Akkulaufzeit seinem Vorgänger unterlegen ist, obwohl sein Akku auf dem Papier mehr Power hat.

Clever kaufen: Smartphones mit langer Akkulaufzeit

Wer gerade vor der Kaufentscheidung steht, kann natürlich nach einem neuen Smartphone mit besonders langer Ausdauer suchen. Dabei kommt es weniger darauf an, was die Anbieter an Akkus verbauen. Ein Akku mit einer höheren Kapazität klingt theoretisch erstmal gut, unter dem Strich zählt aber das Gesamtsystem. Spielen bei einem Hersteller Hardware und Software nicht optimal zusammen, kann auch ein vermeintlich stärkerer Akku schneller schlapp machen. Eine Topliste der Smartphones mit der besten Akkulaufzeit 2019 findet ihr hier.

Akku sparen: Display ist der größte Verbraucher

Doch es hilft nichts, wenn es beispielsweise heißt, dass das Huawei Mate 20 Pro eine starke Akkuleistung zeigt, wenn ihr selbst ein iPhone oder anderes Smartphone besitzt. Dann helfen nur handfeste Tipps, um Akku zu sparen und so mit einer Ladung durch den Tag zu kommen. Wichtig dabei ist, dass ihr die größten Verbraucher kennt und euer Nutzungsverhalten entsprechend anpasst.

Ein großer Verbraucher ist das Display: Je heller es ist und umso mehr Animationen es anzeigt, desto mehr Energie verbraucht es. Es lohnt sich also, Animationen zu deaktivieren und einen statischen Hintergrund einzustellen. Regelt in den Einstellungen die Display-Helligkeit so weit herunter, dass ihr gerade noch damit klarkommt und passt sie immer manuell an. Auch die automatische Display-Sperre solltet ihr aktivieren und die Zeit bis zum Abschalten des Bildschirms möglichst kurz halten: Nach 30 Sekunden Inaktivität sollte sich das Display von selbst abschalten. Da OLED-Displays bei der Darstellung von Schwarz die Leuchtdioden einfach abschalten, spart ein dunkler Hintergrund zusätzlich Energie.

Akku sparen bei Funkschnittstellen

Weitere Hardware-Verbraucher sind sämtliche Funkmodule, etwa WLAN, Bluetooth, LTE oder GPS. Wollt ihr Akku sparen, solltet ihr also alles abschalten, was ihr aktuell nicht braucht. Doch das ständige Ausschalten kann ganz schön mühsam sein. Außerdem wollen die Funktionen eines top ausgestatteten Smartphones auch genutzt werden. Solltet ihr jedoch darauf angewiesen sein, dass der Akku eures Handys lange durchhält, ist besonders die ständige Suche nach Netzen ein absoluter Stromfresser. Besonders auf Zugfahrten bricht oft ständig das LTE-Signal weg – und die permanente Netzsuche verbrät viel Strom. Dann lohnt es sich, die mobilen Daten zumindest kurzfristig abzustellen und ein verfügbares WLAN zu nutzen. Übrigens: Mit dem Flugmodus kannst Du die Funkschnittstellen in einem Rutsch komplett ausschalten.

Die größten Verbraucher bei den Apps ermitteln

Unter Android und iOS könnt ihr direkt ohne zusätzliche Analysetools sehr schön sehen, welche Apps viel Strom verbraten. Bei iOS findet ihr in den "Einstellungen" unter "Batterie" eine Auflistung der größten Stromverbraucher unter den Apps. Bei Android heißt der Menüpunkt "Akku". Natürlich stehen in den Verbrauchslisten gerade die Apps vorne, die ihr am häufigsten verwendet – das heißt nicht, dass ihr die nicht mehr nutzen solltet. Denn wenn ihr den Verbrauchern im Hintergrund an den Kragen geht, könnt ihr oft schon einiges einsparen. Manchmal tauchen dort auch Apps auf, die ihr gar nicht wirklich nutzt – die könnt ihr getrost deinstallieren.

Also: Zuerst App-Verbraucher aussortieren, die ihr nicht mehr braucht. Im zweiten Schritt solltet ihr bei den anderen Anwendungen prüfen, was sie so im Hintergrund machen – und was sie im Verborgenen machen sollten: etwa was die Nutzung der Ortungsdienste betrifft. Auch zu häufige Synchronisierungen von Diensten verringern die Akkulaufzeit.

Stromsparmodus aktivieren

Wenn eurem Smartphone die Puste ausgeht, bieten Android-Smartphones und iOS-Geräte einen Stromsparmodus, der davor schützen soll, dass sich die Handys plötzlich ausschalten. Der Stromsparmodus kann sich automatisch ab einer bestimmten Grenze aktivieren oder ihr schaltet ihn manuell ein. Bei iOS klappt das in den "Einstellungen" unter "Batterie", bei Android unter "Einstellungen" und "Akku".

Powerbank als Nottankstelle

Sollte das alles nichts helfen oder sollten die Energiespartipps den Komfort zu stark einschränken, könnt ihr auch über die Anschaffung einer Powerbank nachdenken. Die sorgt dafür, dass euch unterwegs der Saft garantiert nicht ausgeht – manche haben sogar integrierte Solarmodule, über welche die Powerbank geladen werden kann.


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