Smartphone-Display: Die Unterschiede von AMOLED und Co.

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Sowohl das iPad Air als auch das Galaxy Tab 3 setzen beim Display-Typ auf IPS
Sowohl das iPad Air als auch das Galaxy Tab 3 setzen beim Display-Typ auf IPS(© 2014 CURVED)

AMOLED, LCD und Co. Bildschirme haben viele Namen – aber was bedeuten sie? Jeder Displaytyp hat gewisse Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile. Zwischen LCD und AMOLED bestehen grundsätzliche Unterschiede in der Bauweise und dem Funktionsprinzip, aber auch LCD ist nicht gleich LCD – und AMOLED nicht gleich AMOLED.

Der dominierende Displaytyp heißt seit Jahren LCD. Die Abkürzung steht für Liquid Crystal Display, weshalb der häufig verwendete Begriff "LCD-Display" eigentlich eine falsche Doppelbezeichnung ist. Bei dieser Technik strahlt ein Hintergrundlicht, das sogenannte Backlight, flächendeckend eine davor postierte Schicht gleichmäßig verteilter Flüssigkristalle an. Diese Kristalle verändern durch elektrische Signale ihre Lichtdurchlässigkeit, sodass die Anzeige unterschiedlicher Farben möglich wird – je nachdem, welcher Teil des Lichts noch durchkommt, vereinfacht gesagt.

Unterschiedliche LCD-Typen und was sie können

Grundsätzlich zur LCD-Klasse zu zählende Varianten sind unter anderem IPS-Screens, zu denen auch Apples Retina-Displays gehören, sowie LED-Bildschirme. Bei letzteren bezeichnet LED lediglich die als Backlight verwendeten Leuchtdioden, die hinter der LCD-Schicht liegen. IPS hingegen ist eine Weiterentwicklung der LCD-Technologie, da dieser Displaytyp ein klareres und insgesamt schärferes Bild aus einem größeren Feld von Betrachtungswinkeln ermöglicht.

Im Vergleich mit der OLED-Technologie, bei der das ausgestrahlte Licht aus organischen Leuchtdioden stammt,  hat LCD den Nachteil eines höheren Stromverbrauchs. Denn weil dabei auch schwarze Bildteile beleuchtet werden, wird viel mehr Leuchtkraft aufgewendet, als letztendlich durchdringt. Hochklassige LCDs erreichen dafür die größte Farbtreue und überstehen über 100.000 Betriebsstunden ohne nennenswerten Qualitätsverlust.

Das macht ein AMOLED-Display anders

AMOLED ist ein grundsätzlich anderer Displaytyp als LCD. Die lange Version der Bezeichnung ist Active-Matrix Organic Light Emitting Diode und beschreibt bereits das Prinzip dahinter: Eine große Zahl organischer Leuchtdioden wird von einer Aktivmatrix gesteuert. Im Unterschied zur LCD-Technologie kommt hier also keine flächendeckende Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz, vielmehr leuchtet tatsächlich jeder Pixel einzeln. Deshalb ist für die Darstellung schwarzer Bildpunkte keine Leuchtkraft nötig; die Diode bleibt quasi einfach aus.

Das direkte Leuchten der OLEDs gilt nicht nur als stromsparende Alternative zu LCD, sondern ermöglicht zudem auch eine größere Displayhelligkeit mit kräftigerem Bild. Die Kehrseite der Medaille ist eine geringere Lebensdauer mit einem langsam zunehmenden Ungleichgewicht zugunsten grüner Farben, da die blauen und roten Farbanteile mit der Zeit nachlassen.

Die Matrix macht den Unterschied

Samsung, der führende Hersteller dieses Displaytyps, nennt seine AMOLED-Bildschirme grundsätzlich Super AMOLED – mindestens, denn darüber hinaus gibt es noch HD Super AMOLED und Super AMOLED Plus. Das Präfix HD bezieht sich lediglich auf die Auflösung; das Plus-Anhängsel macht hingegen einen grundlegenden Unterschied. Bei Super AMOLED Plus verwendet Samsung ausnahmsweise den bei anderen Displaytypen ohnehin gängigen RGB-Aufbau, wodurch jeder Bildpunkt aus einem roten, grünen und blauen Subpixel besteht und folglich in jeder Farbe leuchten kann.

Bei allen anderen Super AMOLED-Displays lässt Samsung jedoch abwechselnd die Hälfte der roten und blauen Subpixel weg und ordnet die Bildpunkte in einer sogenannten PenTile-Matrix an, mit der erst zwei Pixel zusammen das gesamte Farbspektrum abdecken können. Dadurch sind Super AMOLED-Displays ohne Plus am Ende ihres Namens bereits mit bloßem Auge erkennbar körniger, nicht ganz so hell, aber dafür auch sparsamer im Energieverbrauch.

Zusammenfassung

  • LCD und AMOLED funktionieren grundsätzlich anders
  • Bei der LCD-Technologie wird die Flüssigkristallschicht flächendeckend von einem Backlight beleuchtet
  • AMOLED-Displays bestehen aus vielen kleinen Dioden, die jeweils einzeln leuchten
  • Super AMOLED ist ein Markenname von Samsung, bei dem wiederum verschiedene Untertypen unterschieden werden

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