Das Smartphone für ein Porträt-Foto nutzen: Das gilt es zu beachten

Mit den richtigen Tricks ist ein Porträt mit dem Smartphone kinderleicht
Mit den richtigen Tricks ist ein Porträt mit dem Smartphone kinderleicht(© 2016 Apple/Jeremy Cowart)

Ein Porträt erstellen mit dem Smartphone: Wer leidenschaftlich Fotos schießt, aber eine Spiegelreflexkamera gerade nicht zur Hand hat, greift inzwischen auch gerne mal zum smarten Kommunikationswerkzeug. Die Qualität der in Mobilgeräten verbauten Kameras hat in den letzten Jahren so zugenommen, dass brauchbare Ergebnisse keine Sache der Unmöglichkeit sind. Allerdings solltet Ihr dafür wissen, worauf bei einem Porträt geachtet werden muss. Wir erklären Euch, wie Ihr mit Eurem Smartphone das Beste aus einem Motiv herausholt.

Hauptkamera nutzen

Aktuelle Smartphones verfügen über mindestens zwei Kameras. In der Regel bietet die verbaute Frontkamera weniger Megapixel als die Hauptkamera, die sich auf der Geräterückseite befindet. Nutzt folglich unbedingt das höher aufgelöste Modul vom Smartphone. Die Frontkamera verfügt neben einer geringeren Qualität in den meisten Fällen zudem über ein Weitwinkel-Objektiv, das Gesichter etwas verzerren kann. Auch deshalb ist diese nur bedingt für Porträts geeignet – sofern es nicht ein "Selfie für zwischendurch" ist.

Knackpunkt Beleuchtung

Die Beleuchtung hat einen großen Einfluss auf Eure Porträt-Aufnahme via Smartphone: Mit der richtigen Lichtsetzung kann ein Foto auch mit einer niedrig aufgelösten Kamera professionell wirken. Ihr solltet zunächst darauf achten, dass genügend Licht vorhanden ist. Vermeidet aber Aufnahmen bei direkter Sonneneinstrahlung: Diese können unvorteilhafte harte Schatten im Gesicht erzeugen, die zum Beispiel wie tiefschwarze Augenränder wirken. Besser bieten sich Tage mit leicht bedecktem Himmel an. Die Wolken fungieren in diesem Fall wie ein Diffusor, der weiche Schatten erzeugt.

In geschlossenen Räumen solltet ihr versuchen, möglichst viel natürliches Licht für das Porträt zu nutzen. Besonders gut eignen sich Räume mit großen Fenstern. Stellt dabei sicher, dass sich die Fenster aber möglichst hinter Euch befinden und dafür Euer Motiv erhellen, damit das Smartphone keine Probleme mit Gegenlicht bekommt. Dabei sollte die Lichtquelle auch nicht komplett frontal auf das Gesicht treffen, da es dadurch "platt" wirkt und Kontraste verschwinden. Im Idealfall bekommt die "Schokoladenseite" mehr Helligkeit als die andere Gesichtshälfte ab.

Hintergrund und Perspektive wählen

Ihr könnt für ein Portrait mit dem Smartphone auch kreative Hintergründe auswählen, solltet aber darauf achten, dass diese nicht zu viel Unruhe in das Bild bringen und so im schlimmsten Fall vom eigentlichen Motiv ablenken: Etwa unbeteiligte Personengruppen oder viele Gegenstände im Hintergrund können schnell chaotisch wirken und den Fokus auf sich ziehen – sofern diese Elemente nicht durch einen Bokeh-Effekt nur unscharf erkennbar sind. Zudem sollte die zu fotografierende Person nicht direkt vor einer Wand stehen: Dadurch würde dem Bild nicht nur räumliche Tiefe, sondern auch Kontrast genommen.

Auch auf die Perspektive kommt es an: Sie sollte der entsprechenden Person schmeicheln. Das gelingt beispielsweise durch simples "Herumprobieren". Generell lässt sich allerdings sagen, dass Fotos von unten leicht zu einem Doppelkinn führen können, wohingegen Bilder mit einem leichten Winkel von oben Gesichter schmaler erscheinen lassen. Die zu fotografierende Person sollte sich zudem etwas eindrehen und nicht komplett frontal in die Kamera von Eurem Smartphone schauen.

Zusammenfassung:

  • In der Regel ist die Hauptkamera auf der Rückseite eines Smartphones leistungsfähiger als die Frontkamera
  • Meidet für ein gutes Porträt direkte Sonneneinstrahlung bei Aufnahmen im Freien, um starke Schatten im Gesicht zu vermeiden. Stattdessen könnt Ihr bessere Ergebnisse bei bewölktem Himmel erzielen
  • Achtet in geschlossenen Räumen darauf, dass kein starkes Gegenlicht auf die Kamera-Linse trifft
  • Für ein gelungenes Porträt sollte die "Schokoladenseite" einer Person mehr Licht abbekommen, als die andere Gesichtshälfte
  • Die Lichtquelle sollte für ein schönes Porträt nicht frontal auf das Gesicht treffen
  • Sucht auch nach kreativen Hintergründen. Dabei solltet Ihr aber darauf achten, dass diese nicht zu unruhig wirken oder ablenken
  • Wenn das Motiv direkt vor einer Wand steht, verliert das Porträt an Tiefe und Kontrast
  • "Spielt" mit unterschiedlichen Perspektiven und vermeidet, das Bild untersichtig mit dem Smartphone zu knipsen

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