Smartphone, PC, Tablet: So erholen sich Eure Augen von Bildschirmarbeit

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Wer einen ganzen Arbeitstag auf Bildschirme schaut, sollte zwischendurch seine Augen entspannen
Wer einen ganzen Arbeitstag auf Bildschirme schaut, sollte zwischendurch seine Augen entspannen(© 2014 CURVED)

Viele Smartphone-Nutzer oder Bildschirmarbeiter im Allgemeinen klagen nach stundenlangem Starren auf einen Bildschirm über trockene und brennende Augen. Auch Nacken-, Schulter- oder Kopfschmerzen zählen zu den obligatorischen Symptomen. Gönnt Euren Augen Pausen – und eine Wellness-Kur mit diesen Tipps.

Überanstrengung der Augen ist schädlich

Wer permanent auf sein Smartphone oder auf andere Bildschirme starrt, riskiert eine Überanstrengung der Augen. Es kommt zu Ermüdungen, weil direktes Bildschirmlicht das Sehpigment Rhodopsin in den Netzhautzellen beansprucht – das Auge kommt mit der Nachbildung des Pigments nicht schnell genug nach.

Konzentriertes Arbeiten an Bildschirmen reduziert zudem die Anzahl der Lidschläge. Die sind aber wichtig, weil mit jedem Lidschlag das Auge mit Tränenflüssigkeit gereinigt und befeuchtet wird. Augen und Gehirn brauchen kurze Sehpausen. Bestenfalls sorgt Ihr mit diesen Entspannungsübungen schmerzenden Symptomen oder einem verschwommenen Blick vor.

Probates Hilfsmittel: die Hände

Gezielte Massagen oder Handbewegungen helfen. Lockert die Muskulatur im Nacken. Haltet den Blick auf Eure Hand gerichtet und malt von rechts nach links eine liegende Acht in die Luft. Rollt Ihr so die Augen in alle Richtungen, involviert die Lockerungsübung alle sechs Bewegungsmuskel und löst eine erstarrte Haltung.

Haltet ein Auge mit einer Hand bedeckt. Die andere Hand entfernt Ihr langsam vom offenen Auge und zieht sie wieder heran. Die Fokussierung passt sich an die Entfernung an. Legt danach die Handinnenflächen 15 Sekunden lang locker auf die geschlossenen Augen. Brille vorher abnehmen. Danach die Hände bei geschlossenen Augen langsam lösen. Diese Übung wird auch Palmieren genannt. Auch gut: Mit den Fingerkuppen den knöchernen Rand der Augenhöhlen mit kreisenden Bewegungen massieren. Jeweils eine Minute lang.

Entspannendes Blickwandern

Schaut auf einen weit entfernten Gegenstand und dann schrittweise auf andere Objekte in zunehmend kürzeren Abständen. Lasst dabei bei jedem Schritt die Augen jeweils kurz ruhen. Wiederholt die Prozedur in die andere Richtung. Zwischendurch empfiehlt sich gelegentliches, bewusstes Blinzeln. So vermeidet Ihr ein Austrocknen der Augen und befreit die Hornhaut von Staubpartikeln.

Schaut ungefähr alle 30 Minuten aus dem Fenster auf weit entfernte Objekte in der Umgebung. So entkommt Ihr dem Tunnelblick, der sich bei der Bildschirmarbeit einstellt. Ruhig auch mal bei geschlossenen Augen 30 Sekunden lang in die Sonne blicken. Dabei den Kopf leicht bewegen, damit nicht nur ein kleiner Bereich dauerhaft angestrahlt wird.
Die Übung für Entspannungsprofis

Winkelt Eure Arme an und haltet die Hände schulterbreit vor Euch, während Euer Blick auf große Distanz eingestellt ist – der Blick wandert an den (unscharfen) Fingern vorbei. Bewegt Eure Finger, streckt langsam die Arme aus und zieht sie dabei seitlich nach außen, als würdet Ihr einen Vorhang öffnen. Diese Blickfeld-Übung schließt das so genannte periphere Sehen ein und hilft, die Augen zu entspannen.

Zusammenfassung

  • Gelegentliche Entspannungsübungen beugen Augenermüdungen vor
  • Blickt auf Eure Hand und malt eine waagerechte Acht in die Luft
  • Bedeckt mit einer Hand ein Auge und lasst die freie Hand vor dem anderen Auge vor und zurück wandern
  • Mit den Handflächen beide Augen für 15 Sekunden abdecken
  • Augenränder mit Fingerkuppen massieren
  • Auf entfernte Gegenstände blicken (auch nach draußen durchs Fenster) und schrittweise näher liegende Objekte fokussieren
  • Gelegentliches Blinzeln befeuchtet und reinigt die Augen
  • Mit geschlossenen Augen ca. 30 Sekunden in die Sonne schauen, Kopf dabei bewegen
  • Arme anwinkeln, Hände schulterbreit vor sich halten und Blick in die Ferne richten. Finger bewegen, Arme langsam ausstrecken und seitlich aus dem Sichtfeld bewegen

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