Social Distancing gegen Corona: So bleibt ihr digital in Kontakt

Social Distancing gegen Corona: Wie ihr die physische Distanz digital überwindet
Social Distancing gegen Corona: Wie ihr die physische Distanz digital überwindet(© 2020 Getty Images)

Das Coronavirus sorgt dafür, dass das öffentliche Leben auf ein Minimum reduziert ist. Um das Virus Covid-19 einzudämmen, gilt es, zwischenmenschliche Kontakte so weit wie möglich zu unterbinden. "Social Distancing" heißt das Schlagwort. Wir geben euch Tipps, wie sich die physische Distanz und aufkommende Langeweile digital überwinden lassen.

Wie kommt ihr mit der derzeitigen Situation zurecht? Seit dieser Woche ist der persönliche Kontakt zu Mitmenschen bundesweit bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Das Thema "Social Distancing" ist daher gerade in aller Munde. Doch auf soziale Distanz zu gehen bedeutet nicht, dass ihr den Kontakt zu eurer Familie und euren Freunden vollends unterbinden müsst.

Nur gut, dass wir untereinander digital vernetzt sind. Die Welt der Technik bietet zahlreiche Möglichkeiten, mit euren Liebsten auch in sozialer Isolation in Kontakt zu bleiben. Wir stellen euch die smartesten Kommunikationswege vor, wie sich Social Distancing ganz einfach überwinden lässt.

Den Dominoeffekt unterbrechen

Warum ist es momentan überhaupt wichtig, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren? Das Stichwort zur Erklärung ist hier der Dominoeffekt. Derzeit kursiert ein Video des Künstlers Juan Delcan im Netz, das diesen Folgeeffekt verständlich erklärt und den Ausbreitungsimpuls des Coronavirus im übertragenen Sinne veranschaulicht:

Zu sehen gibt es in Nahaufnahme eine Reihe aneinandergereihter Streichhölzer. Nach dem Entzünden des ersten Streichholz springt ein Funke zum nächsten Streichholz und lässt es in Flammen aufgaben. Das Szenario wiederholt sich bei allen weiteren Streichhölzern, aufgrund des geringen Abstands zueinander. Der Dominoeffekt wird erst unterbrochen, als eines der Streichhölzer zur Seite tritt. Um der Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, vermeiden wir also besser den persönlichen Kontakt zu unseren Mitmenschen. Im Gegensatz dazu rücken wir gerade onlineseitig so nah zusammen, wie vielleicht niemals zuvor – egal ob jung oder alt.

Der Klassiker: Skype

Welche Videochat-App nutzt ihr, um mit euren Freunden in Kontakt zu bleiben? Ein Klassiker ist natürlich Skype. Es begann 2003 mit einer Software für PCs, mittlerweile befindet sich Skype im Besitz von Microsoft und wird laufend weiterentwickelt.

Skype könnt ihr zum Chatten, für Videotelefonie oder auch zum Versenden von Daten verwenden. Mit weltweit rund 1,7 Milliarden Nutzern ist Skype nach wie vor äußerst beliebt.

WhatsApp: Chat mit bis zu vier Personen

Die meisten von euch werden WhatsApp auf dem Smartphone installiert haben. Seit Kurzem bietet der Messenger auch einen Dark Mode an, der für viele nicht nur angenehmer fürs Auge ist, sondern auch Strom spart, sofern ihr ein Smartphone mit OLED-Display besitzt.

Mit WhatsApp könnt ihr nicht nur Texte, Bilder und Videos teilen, sondern auch telefonieren. Dabei habt ihr die Wahl, ob ihr lediglich einen Sprachanruf tätigen oder die Videofunktion aktivieren wollt. Ein Gespräch ist mit bis zu vier Teilnehmenden zur gleichen Zeit möglich. Schon ausprobiert?

Google Duo: Einfache Videotelefonie

Google Duo gibt es erst seit 2016. Im Gegensatz zu vielen anderen Messengern ist Duo voll und ganz auf Sprach- und Videotelefonie ausgelegt. Bis vor Kurzem stand Google Duo nur als App für Android und iOS, sowie für Chromebooks zur Verfügung. Seit einigen Wochen funktioniert der Video-Chat-Messenger nun auch direkt über euren Browser. Damit könnt ihr Videotelefonate ab sofort auf noch mehr Geräten führen. Google Duo ist für  größere Gruppenanrufe bestens geeignet – bis zu acht Personen können sich per Videoanruf zusammenfinden.

Houseparty: Gerade richtig angesagt

Die Videochat-Plattform „Houseparty“ erfreut sich in diesen Zeiten sehr großer Beliebtheit – sie findet sich ganz weit oben in den App-Charts. Zwar ist die Anwendung bereits vier Jahre alt, doch in Zeiten von Social Distancing ist sie gefragter denn je.

Der Unterschied zu den klassischen Videochat-Apps besteht darin, dass ihr nicht nur mit euren Freunden, sondern auch mit Freunden von Freunden ins Gespräch kommen könnt. Über einen "virtuellen Raum" haben Nutzer die Möglichkeit, einem Videochat beizutreten und wie einer bei richtigen Party neue Leute kennenzulernen. Mit bis zu acht Personen lassen sich dann auch Partyspiele wie etwa das bekannte "Heads Up!" (auf Deutsch: "Wer bin ich?") in geselliger Runde spielen. Das hört sich doch nach einem abwechlungsreichen Abend an, oder?

Beer with me: Für einen geselligen Feierabend-Drink

Ebenfalls für einen geselligen virtuellen Abend geeignet ist die App Beer with me. Kein Sorge, ihr könnt die App natürlich auch mit nichtalkoholischen Getränken nutzen.

Was steckt dahinter? Ursprünglich war sie als Studenten-App konzipiert, allerdings ist sie in Zeiten von Corona darüber hinaus gefragt. In der App könnt ihr ein Foto von eurem Getränk auswählen und auf der Karte markieren, wo ihr euch gerade befindet – also derzeit vermutlich zuhause. Von dort aus könnt ihr dann euren Freunden von überall auf der Welt virtuell zuprosten. Natürlich ist die App kein Ersatz für einen geselligen Barabend, aber so habt ihr auf charmante Weise eine Möglichkeit, den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

Wie ihr seht, gibt es genügend digitale Angebote, wie ihr trotz Social Distancing mit euren Liebsten in Kontakten bleiben könnt. Vielleicht nutzt ihr ja auch die Gelegenheit und kontaktiert Freunde, von denen ihr schon länger nichts mehr gehört habt. Gerade jetzt wäre eine Chance vorhanden, wieder näher zusammenzurücken und das soziale Miteinander zu stärken. Probiert doch einfach mal eine der zahlreichen Möglichkeiten aus!

Habt ihr noch eine tolle App entdeckt, die wir hier mit aufnehmen sollten? Schreibt uns gerne auf Facebook oder an Redaktion@Curved.de.


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