Spiele-Messen: Gamescom, E3 und Co. – die wichtigsten Games-Veranstaltungen

Auch Turniere sind ein fester Bestandteil von Spiele-Messen wie der Blizzcon.
Auch Turniere sind ein fester Bestandteil von Spiele-Messen wie der Blizzcon.(© 2018 Blizzard Entertainment, Inc.)

Von Blizzard über Ubisoft bis hin zu Rockstar Games präsentieren Spiele-Entwickler Jahr für Jahr ihre neuen Titel auf den großen Spiele-Messen. Während Gamescom, E3 und BlizzCon vielleicht noch den meisten Spielern bekannt sind, gibt es aber auch sicher noch ein paar, die ihr nicht auf dem Schirm habt. Hier erfahrt ihr alles über die wichtigen Branchen-Events.

Die Gamescom in Köln

Für Deutschland und Europa ist die Gamescom die wichtigste Messe für PC- und Konsolenspiele. Neben allerhand Neuankündigungen von Spielen, haben auch Hardware und Merchandise und natürlich Cosplay ihren Platz. Ihren Anfang machte die Veranstaltung in Leipzig, zog dann aber nach Köln, wo sie seit 2009 immer im August Aussteller und Besucher anlockt. An der Zahl der Besucher gemessen ist die Gamescom zudem die größte Veranstaltung dieser Art.

Die Gamescom beginnt mit einem Tag für Fachbesucher und Journalisten, anschließend folgen vier Tage, an denen auch Privatbesucher Eintritt erhalten. Parallel zur eigentlichen Messe findet in der Kölner Innenstadt das Gamescom Festival mit Bühnen, Musik, Gaming und allerhand kulinarischen Angeboten statt. Der Vorverkauf der Gamescom-Tickets beginnt bereits weit im Vorfeld der eigentlichen Veranstaltung: Für 2018 gingen die ersten Eintrittskarten am 1. März in den Verkauf.

Die E3 (Electronic Entertainment Expo)

In den USA ist die E3 die größte Messe für Videogames aller Art. Sie fand das erste Mal bereits 1995 statt und wechselte mehrmals den Veranstaltungsort. Im Laufe der Zeit wurde auch das Konzept der Messe mehrfach angepasst: Privatbesucher waren so beispielsweise lange Zeit gar nicht vorgesehen, weshalb auch die Besucherzahl noch nie annähernd so hoch wie bei der Gamescom war.

Zum Vergleich: Die E3 erreichte 2018 fast wieder die Rekordzahl von 70.000 Besuchern von 2005. Zum Zeitpunkt des Rekords wurde übrigens auch die PlayStation 3 vorgestellt. Zur Gamescom nach Köln zogen es 2018 hingegen ganze 350.000 Besucher, bei etwas mehr als 30.000 Fachbesuchern. Aufgrund der starken Ausrichtung auf Fachbesucher, und weil viele Spiele-Publisher und -Entwickler in den USA ansässig sind, erfolgen viele Neuvorstellungen auf der E3. Die Messe findet einmal im Jahr Mitte Juni statt.

Die Tokio Game Show

Auch wenn die große Spielemesse in der japanischen Hauptstadt hierzulande vielleicht nicht so bekannt ist, mit 254.311 Besuchern im Jahr 2017 zählt sie zu den ganz großen Veranstaltungen im Gaming-Bereich. Sie findet jährlich einmal etwa einen Monat nach der Gamescom im September statt und ist ähnlich organisiert. Auch hier gibt es zunächst ein bis zwei Tage nur für Fachbesucher, bevor die Messe für Privatleute eröffnet wird.

Der Schwerpunkt liegt bei dieser Messe klar auf Spielen aus dem asiatischen Bereich, dennoch finden auch internationale Entwickler und Publisher immer wieder den Weg nach Tokyo, um ihre neuesten Projekte zu präsentieren. Neben Spielevorstellungen finden auch E-Sport-Turniere, Cosplay-Wettbewerbe und Preisverleihungen statt.

Die BlizzCon

Neben den großen drei Messen in den USA, in Deutschland und in Japan gibt es noch einige weitere Veranstaltungen, die teils nur von einzelnen Herstellern ausgerichtet werden und dennoch immer wieder große Neuankündigungen versprechen: Die BlizzCon von Blizzard findet beispielsweise immer Anfang November statt und ist vollends auf die Spielemarken des Entwicklers fokussiert.

Dazu zählen WarCraft, StarCraft, Diablo und Overwatch. Sollten irgendwann also "WarCraft 4", "Diablo 4" oder "StarCraft 3" angekündigt werden, dürfte die Enthüllung im Rahmen einer BlizzCon stattfinden. Mit einem Ticketpreis von 199 Dollar für Besucher ist die BlizzCon vergleichsweise teuer, allerdings zählen zum Programm auch Auftritte großer Bands. In der Vergangenheit spielten im Rahmen der Messe im kalifornischen Anaheim beispielsweise schon Metallica, die Foo Fighters, Muse oder auch Linkin Park. Wer die Messe live über das Internet im Stream verfolgen will, muss für den Zugang ebenfalls bezahlen.

Die QuakeCon

Die QuakeCon ist noch etwas kleiner und wird von Bethesda Softworks und dem Doom-Entwicklerstudio id Software ausgerichtet. Ihr Name entstammt der erfolgreichen "Quake"-Reihe, aber auch andere Marken wie "Rage", "Prey", "Doom", "Wolfenstein, "Dishonored" "Fallout" und "The Elder Scrolls" standen hier schon im Rampenlicht. Für Besucher ist die Messe kostenlos. Zum Programm gehören auch Turniere mit zum Teil hohen Preisgeldern.

GDC (Game Developers Conference)

Die Game Developers Conference findet mittlerweile nur noch einmal jährlich im März und in San Francisco statt. Da sie sich an Spiele- und Hardware-Entwickler richtet, verwundert es auch nicht, dass die erste Ausgabe der Messe 1988 nur 27 Teilnehmer anlockte und in einem Wohnzimmer abgehalten werden konnte. Einer der ersten Teilnehmer war beispielsweise Gordon Walton, der später auch am ersten "The Sims", "Ultima Online" und "Star Wars: The Old Republic" mitwirkte.

Durch den Fokus auf die Entwicklung von Spielen und der damit verbundenen Hardware, finden echte Ankündigungen neuer Spiele auf der GDC eher selten statt. Hin und wieder werden jedoch Tech-Demos vorgeführt, die auf Titeln basieren, die sich noch in der Entwicklung befinden. Außerdem wird die Game Developers Conference gelegentlich zur Vorstellung neuer Hardware genutzt: So hat Sony im Rahmen der GDC 2015 beispielsweise den Prototyp eines Virtual Reality-Headsets präsentiert, das es mittlerweile als "PlayStation VR" auch im Handel zu Kaufen gibt.

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