Ständig schlapp? Mit Sport und Fitness-Food gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Hallo Frühling: Jeder Zweite ist trotzdem erstmal schlapp. Wir erklären, woran das liegt.
Hallo Frühling: Jeder Zweite ist trotzdem erstmal schlapp. Wir erklären, woran das liegt.(© 2018 Unsplash/Rowan Chestnut)

Endlich zeigt sich die Sonne wieder öfter und länger – aber trotzdem würde sich jeder Zweite lieber verkriechen und weiterhin Winterschlaf halten. Paradox? Nicht, wenn ihr unter Frühjahrsmüdigkeit leidet. Dabei handelt es sich nicht um eine Krankheit, aber es gibt sie wirklich: hervorgerufen durch eine Störung im Hormonhaushalt. Anzeichen und Tipps, wie ihr sie aktiv vertreibt, findet ihr hier.

Angrillen, Fahrradtouren oder Spaziergänge am Wasser machen, die Inline Skates aus dem Keller holen, den ersten Eisbecher des Jahres mit Freunden genießen: Trotz schönster Aussichten auf die neue Jahreszeit wollen sich bei euch keine Frühlingsgefühle einstellen? Wer sich am liebsten weiterhin in der Netflix-Winterhöhle verkriechen würde, sollte sich fragen, ob vielleicht weitere Symptome zutreffen:

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Wetterfühligkeit
  • Kreislaufbeschwerden, Schwindel
  • Stimmungsschwankungen, Gereiztheit
  • Motivationstiefs
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwächen
  • Anfälligkeit für Erkältungen
  • Schlafprobleme

Störung von Hormonhaushalt und Blutdruck sind die Ursache für Frühjahrsmüdigkeit

Wenn mit den ersten Frühlingstagen mehrere dieser Anzeichen zutreffen, spricht man von "Frühjahrsmüdigkeit". Die kennt übrigens jeder Zweite – Frauen noch häufiger als Männer und je älter man wird, desto ausgeprägter fällt sie aus. Mimimi? Nichts da: All das bilden sich Betroffene weder ein, noch sind sie überempfindlich – auch wenn es sich hierbei nicht um eine Krankheit handelt. Vielmehr liegt eine Störung des Hormonhaushaltes und Blutdrucks vor, hervorgerufen durch den rapiden Wetterwechsel: Bei steigenden Temperaturen erweitern sich unsere Blutgefäße und lassen den Blutdruck sinken – das macht müde.
Außerdem produziert der Körper im Winter vermehrt das Schlafhormin Melatonin. Scheint die Sonne wieder öfter und länger, regt das die Produktion des Glückshormons Serotonin an – allerdings braucht der Organismus eine Weile, um sich richtig umzustellen und die Melatonin-Produktion adäquat runterzufahren. Wenn jetzt noch Vitamine und Spurenelemente fehlen, weil man nicht genug auf seine Ernährung achtet, kann das die Abgeschlagenheit weiter begünstigen.

Die Kirschblüte blüht schon, aber manche Organismen brauchen etwas länger, um sich auf den Frühling umzustellen.(© 2018 Unsplash/Nitish Meena)

Ärmel hochkrempeln und raus mit euch

Wenn es euch auch so geht, solltet ihr jetzt zwar auf euren Körper hören, ihm aber nicht das geben, wonach er verlangt: nämlich die dicke Wolldecke und eine Tüte Chips vor der Glotze. Was er jetzt braucht, ist nämlich das genaue Gegenteil: frische Luft, Licht, Sonne, Bewegung und Vitamine. Zugegeben: Wenn man sowieso schon so antriebslos ist, fällt das Aufraffen für Sport natürlich besonders schwer, aber es lohnt sich. Wer die nötige Energie aufbringen kann, gegen die Müdigkeit und Lustlosigkeit anzutraben, der dreht am besten draußen eine Jogging- oder Radrunde mit hochgekrempelten Ärmeln: Lass die Sonne durch – sie kitzelt Serotonin und Vitamin D raus. Auch von dem Vitamin, das durch Sonnenstrahlen auf der Haut vom Körper selbst gebildet wird, haben wir in den dunkeln Monaten in unseren Breitengraden wenig abbekommen und brauchen es jetzt dringend – etwa für Muskeln, Knochen und die Abwehrkräfte. Sport bringt zudem den Stoffwechsel in Schwung und trainiert das Herz-Kreislauf-System sowie die Blutgefäße. Lange Spaziergänge oder eine Radtour sind aber auch schon ein guter Anfang.

Für kleine, aber effektive Stoffwechselturbos lohnen sich die 7-Minuten-Trainings-Apps oder ein Tabata-Workout. Oder schnappt euch einen Freund und macht ein Bodyweight-Training im HIIT-Format mit der App "Gettoworkout".  Wer sich richtig reinhängen möchte, probiert es mit Schlingentraining: Dieses Ganzkörper-Krafttraining ist auch gut für den Rücken und lässt sich prima draußen an Bäumen ausüben.

Diese Gerichte machen Appetit auf den Frühling

Auch frische und vitaminreiche Lebensmittel können dabei helfen, die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben. Im Winter ernährt man sich meistens anders als im Frühjahr: heiß und fettig statt frisch und leicht. Damit sollte spätestens jetzt Schluss sein: Schaut euch im Zweifel mal die aktualisierten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an. Füttert eure müden Muskeln mit Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen, tolle Gerichte für Sportler stellen wir mit den passenden Apps im Ratgeber vor. Unter dem Hashtag "Frühlingsrezepte" findet ihr vor allem auf Pinterest und Instagram bunte Food-Fotos, die die Lust am Einkaufen, Schnippel und Kochen befeuern:

Frühlingsrezepte wie ein bunter Osterstrauß: Wer lieber direkt das vollständige Rezept beim Einkaufen auf dem Smartphone hat, findet saisonale Gerichte bei "Eat Smarter" –entweder in der Frühlingsrezepte-Galerie des Web-Portals für ausgewogene Ernährung oder in der kostenlosen Eat-Smarter-App für iOS oder Android. Auch grüne Smoothies sind jetzt ideal, um Gemüse und Obst der Saison zu einem Power-Frühstück oder Snack zu verarbeiten.

Die richtige Morgenroutine, um im Schwung zu kommen

Wer die körperliche Umstellung auf den Frühling beschleunigen möchte, sollte sich auch nach ihm richten: Das bedeutet früher ins Bett gehen und mit der Sonne aufstehen. Morgenmuffel sollten sich den Start in den Tag mit festen Ritualen vereinfachen und den Kreislauf in Schwung bringen, zum Beispiel mit dem Sonnengruß. Passende Yoga-Apps für zuhause stellen wir euch gesondert vor. Fenster weit öffnen und die frische Morgenluft inhalieren plus ein lauwarmes Glas Wasser auf nüchternen Magen sind weitere Fitmacher, die den Stoffwechsel aktivieren.

Über den Tag solltet ihr so viele kleine Bewegungssequenzen einbauen, wie möglich: viel zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren, Treppen steigen, jede Stunde mindestens einmal aufstehen. Auch nach der Arbeit ist Verkriechen keine Option, auch wenn euch danach ist: Geht raus, trefft Freunde, macht gemeinsam Sport. Gesellschaft, Aktivität und Lachen wecken euch aus dem hormonellen Winter-Blues. Auch Wellness ist jetzt eine gute Idee: Saunagänge bringen den Stoffwechsel auf Touren, sondern trainieren auch das Herz-Kreislauf-System und die Abwehrkräfte. Ähnlich wirken Wechselduschen zwischen warm und kalt: Wichtig ist nur, mit der kalten Dusche aufzuhören.

Fazit: Aktiv in den Frühling starten, statt hängen lassen

Wer sich nicht gerade griesgrämig im Frühjahrstief einrichtet, sondern aktiv mit den hier genannten Tipps dagegen angeht, sollte auch bald mit dem Thema durch sein und kann den Frühling wieder mit voller Energie und Motivation genießen. Vorausgesetzt, man leidet nicht unter Heuschnupfen – wobei man selbst den mit dem richtigen Wissen gut in den Griff bekommen kann. Nach spätestens einem Monat sollte sich der Organismus aber komplett auf den Frühling eingestellt haben: Wenn nicht, gilt es, andere Ursachen ärztlich abzuklären.


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