Strahlenschutz beim Handy: Was bringen Schutzfolien?

Mobilfunkstrahlung kann laut verschiedenen Studien möglicherweise krebserregend wirken. Da man das Smartphone für gewöhnlich dicht am Körper trägt und zum Telefonieren direkt an den Kopf hält, machen sich einige nicht völlig unbegründet Gedanken darüber, ob die ausgehende Strahlung vielleicht eingeschränkt werden kann. Gleich mehrere Hersteller haben aus diesem Grund Schutzfolien und Smartphone-Abdeckungen auf den Markt gebracht. Sie sollen die auf den Kopf einwirkende Strahlendosis verringern – entweder indem sie absorbiert und beispielsweise in Wärme verwandelt wird oder indem die Mobilfunkstrahlung vom Kopf wegreflektiert wird.

Gegenteiliger Effekt im Test festgestellt

Das Magazin Connect hat mit einem Gehäuse von Pong und einer Schutzfolie von Evestar zwei solcher Geräte getestet und dabei ein recht ernüchterndes Ergebnis festgestellt: In beiden Fällen boten die Vorrichtungen keinen Schutz vor der Strahlung. Stattdessen führte die damit hergebrachte Veränderung am Aufbau rund um das Handy zu einer verminderten Sendeleistung. Wäre dies nicht schon genug Unheil, versuchen Smartphones aber immer den bestmöglichen Empfang zum Mobilfunknetz herzustellen und drehen den Pegel auf, bis der wieder gewährleistet ist. Als Ergebnis wurde daher festgestellt, dass sowohl Schutzfolien als auch Gehäuse nicht vor Mobilfunkstrahlung schützen, sondern im Gegenteil sogar noch den Strahlungswert indirekt erhöhen.

Zusammenfassung:

  • Mobilfunkstrahlung ist laut Studien "möglicherweise krebserregend"
  • Strahlung kann durch Reflexion oder Absorption vom Kopf abgehalten werden
  • Getestete Vorrichtungen wie Schutzfolien und Gehäuse erhöhten die Strahlung sogar noch

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