Supermarkt leer gekauft? Online Einkaufen während der Corona-Krise

In Zeiten von #WirbleibenZuhause könnt ihr auch online einkaufen.
In Zeiten von #WirbleibenZuhause könnt ihr auch online einkaufen.(© 2020 Stocksy)

Leer gefegte Regale durch Hamsterkäufe, Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Läden – für den täglichen Bedarf Einkaufen ist durch das Coronavirus zumindest schwieriger geworden. Die Alternative: Online Einkaufen. Wir zeigen euch, welche Lieferdienste es gibt.

Das neuartige Coronavirus hält Deutschland und die ganze Welt in Atem. In einigen Bundesländern wurden bereits Ausgangsbeschränkungen erlassen, um die Verbreitung des Virus Namens SARS-CoV-2 und der Lungenkrankheit Covid-19 einzudämmen. Allerdings: Ihr dürft auf jeden Fall weiterhin zum Einkaufen von Lebensmitteln in den Supermarkt gehen. Und auch Versorgungsprobleme wird es nicht geben. Die Grundversorgung ist weiter gesichert. Hamsterkäufe sind also nicht notwendig.

Um die Verbreitung des Virus einzudämmen und eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu vermeiden, empfiehlt das Robert-Koch-Institut dennoch, nicht in Stoßzeiten einzukaufen, sondern dann, wenn die Geschäfte weniger voll sind. Außerdem macht es Sinn, Abhol- und Lieferservices zu nutzen. Falls ihr krank seid oder sogar Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus zeigt, solltet ihr auf jeden Fall zuhause in Quarantäne bleiben. In diesem Fall und für Risikogruppen wie ältere Menschen ist ein Lieferdienst oft die beste Lösung, um notwendige Lebensmittel einzukaufen.

Aber auch, wenn ihr keine Lust habt, vor leer gekauften Regalen zu stehen oder den Kontakt zu anderen, möglicherweise infizierten Menschen, wie vom Robert-Koch-Institut empfohlen, möglichst reduzieren wollt – Stichwort Social Distancing –, könnt ihr als Kunden auf Bestell- und Lieferdienste zurückgreifen. Immerhin ist der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern spätestens zwischen den Regalen im Supermarkt auch schwer einzuhalten.

Viele Supermarkt-Ketten bieten inzwischen einen Lieferservice an. Welche das sind und was für Lieferdienste es noch gibt, sagen wir euch hier:

Online Einkaufen in der Corona-Krise mit Rewe-Online

Eine der größten Supermarkt-Betreiber, bei dem ihr auch online einkaufen könnt, ist Rewe. Die Kette bietet sowohl einen Lieferservice als auch einen Paketservice an. Mit seinem Lieferservice liefert Rewe auch frische Waren gekühlt bereits in vielen Städten und Regionen in Deutschland aus.

Die Lieferung erfolgt von Montag bis Samstag zwischen 8 und 22 Uhr in verschiedenen wählbaren Zeitfenstern. Der Mindestbestellwert beträgt 50 Euro ohne Pfand und Liefergebühren. Für die erste Bestellung fällt keine Liefergebühr an, danach kosten Lieferungen je nach Bestellwert und Lieferzeit zwischen 0,00 und 5,90 Euro. Die Zahl der Getränkekisten ist pro Bestellung auf sieben begrenzt.

In Städten und Regionen, in denen der Rewe Lieferservice noch nicht verfügbar ist, versendet der Anbieter Lebensmittel und andere Waren mit dem Rewe Paketservice über einen Versand-Dienstleister, zum Beispiel mit DHL. Die Versandkosten hängen vom Versand-Dienstleister ab. Auch beim Paketservice ist der Mindestbestellwert 50 Euro.

Die Bezahlung beim Rewe Liefer- und Paketdienst erfolgt bargeldlos online mit Kreditkarte, Lastschrift, PayPal oder auf Rechnung. Alternativ könnt ihr eure Bestellung auch mit dem Rewe Abholservice in einem Rewe Markt in eurer Nähe vorbereiten und selbst dort ohne Wartezeiten an der Kasse abholen. Dort bezahlt ihr bar, mit EC- oder Kreditkarte.

Durch das Coronavirus ist die aktuelle Nachfrage auch beim Rewe Lieferservice stark angestiegen.

Coronavirus-Einkäufe: Online-Services von Edeka

Auch bei Edeka könnt ihr online einkaufen. Die Services heißen Edeka24 und Bringmeister. Edeka24 versendet deutschlandweit mit DHL. Die Lieferung dauert dabei rund zwei bis vier Werktage. Allerdings könnt ihr hier keine frischen Lebensmittel wie Obst oder zu kühlende Ware bestellen. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht. der Versand kostet aber einheitlich 4,95 Euro. Der Mindestbestellwert liegt bei 10 Euro. Ab 75 Euro ist die Lieferung versandkostenfrei.

Bezahlen könnt ihr bei Edeka24 per Vorkasse durch Banküberweisung, Sofortüberweisung, PayPal, Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express) und eingeschränkt auch per Rechnung oder Lastschrift. Bei Edeka24 ist eine Registrierung nicht nötig, ihr könnt auch als Gast einkaufen. Dann könnt ihr aber Funktionen wie den Merkzettel oder Bestellung bearbeiten nicht nutzen.

Der zweite Lieferdienst von Edeka, Bringmeister, hat auch frische Ware wie Obst und Gemüse, Käse, Fleisch und Backwaren im Sortiment, wichtige Lebensmittel, die helfen können, das Immunsystem gegen das Virus zu stärken. Allerdings gibt es den Service im Moment nur in den Großstädten Berlin, Hamburg und München. Dafür liefert Bringmeister das gesamte Edeka-Sortiment mit einem eigenen Lieferdienst an die Haustür. Den Liefertermin müsst ihr bei der Bestellung reservieren.

Bei Bringmeister liegt der Mindestbestellwert bei 40 Euro. Die Liefergebühren hängen von der Lieferzeit ab und liegen zwischen null und 6,99 Euro. Ab 100 Euro Warenwert schenkt euch Bringmeister die Liefergebühren. Bei Bringmeister könnt ihr die Bestellung direkt beim Lieferanten mit Bargeld oder der EC-Karte bezahlen. Um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu reduzieren, ist es aber besser, die kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten per Rechnung, SEPA Lastschrift oder PayPal zu nutzen.

Reine Online-Supermärkte: myTime und getnow

Neben den Online-Filialen der bekannten Ketten gibt es auch reine Online-Supermärkte, bei denen ihr während der Coronavirus Krise bequem und ohne erhöhtes Infektions-Risiko von zuhause aus einkaufen könnt. Zwei davon sind myTime und getnow.

myTime

myTime liefert neben Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Tiefkühlkost und anderen Lebensmitteln auch Drogerie-Produkte auf Termin deutschlandweit aus. Die Auslieferung erfolgt über die Dienstleister DHL, DPD und Citipost. Für die Lieferung sind auch Wunschtermine möglich, wobei ihr in der gegenwärtigen Situation mit Verzögerungen rechnen müsst.

Einen Mindestbestellwert gibt es bei myTime nicht, die Versandkosten betragen einheitlich 4,95 Euro. Kühl- und Tiefkühlprodukte werden per Express versandt, wofür der Anbieter für die Frischegarantie 5,90 Euro Aufschlag verlangt. Bei myTime könnt ihr entweder auf Rechnung kaufen oder alternativ mit PayPal, Sofortüberweisung, Kreditkarte oder paydirect bezahlen.

getnow

getnow arbeitet mit der Handelskette Metro zusammen und hat dadurch ein sehr großes Sortiment an Lebensmittel im Angebot. Leider beliefert der Dienst derzeit nur Kunden in den Regionen München, Berlin, Essen, Neuss, Frankfurt und Hannover. Dabei arbeitet getnow mit DHL Kurier und regionalen Lieferdiensten zusammen.

Den Lieferzeitpunkt könnt ihr bei der Bestellung wählen. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht. Die Lieferkosten sind nach dem Einkaufswert gestaffelt: bis 49,99 Euro Einkauf 4,90 Euro, von 50,00 Euro bis 89,99 Euro Einkauf 2,90 Euro und ab 90,00 Euro Einkauf ist die Lieferung frei. Bezahlt wird mit Kreditkarte, PayPal oder Sofortüberweisung.

Lebensmittel bei Amazon shoppen

Auch bei Amazon könnt ihr für den täglichen Bedarf einkaufen und euch Lebensmittel liefern lassen. Amazon Pantry heißt der Dient, mit dem sich Amazon Prime Kunden haltbare Lebensmittel, Getränke, Kosmetik und Drogerieartikel nach Hause liefern lassen können. Der Mindestbestellwert bei Amazon Pantry liegt bei 15 Euro. Der Versand dauert zwei bis drei Tage und kostet 3,99 Euro. Ab einem Warenwert von über 90 Euro erhaltet ihr aber 4 Euro Rabatt. Amazon Pantry beliefert in ganz Deutschland über die üblichen Lieferwege.

Frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Backwaren, Eier und Milchprodukte oder Fleisch bekommt ihr dagegen bei Amazon Fresh. Der Service ist derzeit allerdings nur in Berlin, Potsdam, Hamburg und München verfügbar. Um Amazon Fresh nutzen zu können, braucht ihr eine Prime Mitgliedschaft.

Die monatliche Mitgliedschaft bei Amazon fresh kostet dann 7,99 Euro. Ab einem Bestellwert von 40 Euro ist die Lieferung versandkostenfrei. Darunter kostet sie 3,99 Euro. Alternativ können Prime-Kunden Amazon fresh auch ohne monatliche Mitgliedschaft nutzen. Dann fallen bei jeder Lieferung 4,99 Euro Gebühren an. Ab 100 Euro Einkaufswert fallen die Versandkosten weg.

Für dringende Einkäufe: So findet ihr offene Läden

Was ihr bedenken müsst: Die Online-Supermärkte und Lebensmittel-Lieferdienste haben durch die Auswirkungen des Coronavirus derzeit eine deutlich gestiegene Nachfrage. Dadurch kann es sein, dass die Liefer- und Abholzeiten aktuell schnell ausgebucht sind und einige Produkte in der Liefermenge eingeschränkt sind. Es kann zu Verzögerungen kommen – ihr solltet Liefertermine möglichst weit im Voraus planen.

Wenn ihr nicht lange genug warten könnt und dringend bestimmte Lebensmittel braucht, bleibt unter Umständen nur noch der Gang in die Kaufhalle. Neben Supermärkten haben aber auch andere, kleinere Lebensmittelhändler noch trotz Coronavirus und Ausgangsbeschränkungen weiterhin geöffnet. Allerdings können die Öffnungszeiten vom üblichen Betrieb abweichen.

Welche Geschäfte derzeit zu welchen Zeiten geöffnet haben, zeigt euch Google in der Suche und auf Google Maps an. So verhindert ihr, dass ihr beim Gemüsehändler oder der Bäckerei vor geschlossenen Türen steht.

Google Maps als App für iOS und Android

Wichtig: Verhaltensregeln beachten!

Wenn ihr zum Einkaufen nach draußen geht, müsst in auf jeden Fall die Hygiene- und Verhaltensempfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beachten. Damit schützt ihr euch und andere aktiv vor einer Infektion mit Coronavirus.


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