Threema: WhatsApp-Alternative mit Fokus auf Sicherheit

Mit dem Verkauf von WhatsApp an Facebook setzten die großen Mitgliederabwanderungen hin zu den Messenger-Alternativen ein – auch Threema profitiert davon. Viele Nutzer beäugen die Datensammelwut von Mark Zuckerberg zwar mit Skepsis, doch auch Threema ist hier nicht ganz ohne.

Was kann Threema?

Threema bietet im Prinzip die gleichen Funktionen wie WhatsApp: Über ein Chatfenster könnt Ihr Text-Nachrichten, Bilder und Videos mit anderen Nutzern austauschen. Nicht möglich ist das Versenden von Sprachnachrichten. Natürlich wird Euch auch bei Threema angezeigt, ob Eure Nachricht beim Empfänger angekommen ist und ob dieser sie auch schon gelesen hat. Das größte Plus gegenüber WhatsApp ist die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Daten. Die Nachricht kann dadurch nur vom Sender und Empfänger erkannt werden, sodass eine hohe Datensicherheit gewährleistet wird, wie auch Stiftung Warentest feststellte.

Wer steckt hinter Threema?

Herausgeber und Entwickler von Threema ist die in der Schweiz beheimatete Kasper Systems GmbH von Manuel Kasper – seit dem Jahr 2012 veröffentlicht sie den beliebten Messenger für iOS und Android, der Preis liegt bei wenigen Euro. Dessen Name Threema leitet sich von der Abkürzung EEEMA für End-to-End-Encrypting Messaging Application ab. Die drei "E" wurden als "Three", dem englischen Wort für drei, zusammengefasst.

Wie installiert Ihr Threema?

Threema bietet verschiedene Varianten der Registrierung. Es ist noch nicht einmal nötig, seine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse preiszugeben. Auch ein Benutzername muss nur optional ausgewählt werden. Jeder Nutzer bekommt aber eine Threema-ID, die aus Zahlen und Buchstaben besteht. Je mehr Daten Ihr bei der Registrierung hinterlegt, desto höher stuft Threema Eure Sicherheitsstufe ein. Je nachdem, wie sich andere Threema-Nutzer registriert haben, findet Ihr diese dann über deren ID, Mailadresse oder Telefonnummer, oder Ihr scannt deren individuellen QR-Code mit Eurem Smartphone.

Fazit: Hohe Sicherheitsstandards, aber was passiert mit den Daten?

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten garantiert, dass Eure Nachrichten niemand mitlesen kann, für den sie nicht bestimmt sind. Ein klarer Vorteil gegenüber WhatsApp – dort werden die Meldungen als Klartext durch das Netz gesendet. Mit Threema ist es sogar möglich, seine Nachrichten auf dem eigenen Smartphone zu verschlüsseln, sodass niemand diese lesen kann, selbst wenn er irgendwie an Euer Gerät gekommen ist.

Laut Herausgeber werden die Nachrichten auch nur solange auf den Schweizer Firmenservern zwischengespeichert, bis sie versendet sind. Was Threema mit den Daten seiner Nutzer macht, ist jedoch unklar – da die Anwendung nicht quelloffen programmiert ist, lässt sich das Datensendeverhalten nicht vollständig analyiseren. Da könnt Ihr den Schweizern genauso trauen oder misstrauen wie WhatsApp oder anderen Diensten. Alles in allem scheint Threema eine sehr gute und vor allem sichere Alternative zu WhatsApp zu sein. Das geht auch aus den sehr guten Bewertungen der Nutzer hervor.

Zusammenfassung

  • Threema bietet im Prinzip die gleichen Funktionen wie WhatsApp mit der Einschränkung, dass sich keine Sprachnachrichten versenden lassen.
  • Da der Messenger nicht quelloffen programmiert ist, lässt sich nicht nachvollziehen, was wirklich mit den eigenen Daten passiert. Darin unterscheidet sich Threema nicht von vielen anderen WhatsApp-Alternativen
  • Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verhindert, dass Dritte Eure Nachrichten lesen

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