Tipps fürs Reisen mit dem Smartphone: Die Lifehacks einer Weltenbummlerin

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Das Smartphone: Immer dabei, allein schon wegen der Kamera – aber nicht nur.
Das Smartphone: Immer dabei, allein schon wegen der Kamera – aber nicht nur. (© 2018 Unsplash/adrian)

Wie praktisch euer Smartphone ist, brauche ich euch sicher nicht erzählen. Aber als waschechte Backpackerin habe ich hier noch ein paar Lifehacks und Tipps, die euch und eurem leuchtenden Begleiter auf Reisen zugute kommen. Kennt ihr sie alle? 

Es gibt Backpacker, die finden, Smartphones dürfen auf gar keinen Fall mit auf Reisen: Sie würden nur den Blick auf den Bildschirm lenken anstatt auf die Welt – und überhaupt sei man nicht entspannt, wenn man ein teures Gerät in seinem Rucksack hat. Ganz weit hergeholt sind diese Vorwürfe nicht. Und dennoch: Euer smarter Gefährte kann auf Reisen eine große Unterstützung sein. Damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass ihr darauf eure Boarding-Pässe, AirBnb-Buchungen sowie Kontaktdaten für Couchsurfing & Co. dabei habt, schöne Fotos machen oder im Flieger Netflix gucken könnt. Euer kleiner Reisegefährte bietet euch noch andere praktische Hacks, an die ihr vielleicht noch gar nicht gedacht habt.

Fotografiert eure wichtigsten Dokumente ab, vor allem den Einreisestempel

Manch Reisender fand sich schon in der lokalen Botschaft wieder – ohne Geld, ohne Papiere und ohne einen blassen Schimmer, was nun zu tun ist. Weniger stressig ist das Ganze, wenn man vorab seine Dokumente gesichert hat. Fotografiert vor Abreise also immer eure wichtigsten Dokumente ab (Reisepass, Impfpass, Versichertenkarte & Co.) und ganz wichtig: gleich am Flughafen den Einreisestempel! Diese wichtigen Bilder solltet ihr in einem extra Ordner auf dem Smartphone ablegen und ganz wichtig: auf jeden Fall in der Cloud sichern! Für den Fall, dass auch euer Smartphone weg ist, habt ihr so wenigstens vom nächsten Internetcafé aus Zugriff auf eure Dokumente – vorausgesetzt ihr kennt eure Zugangsdaten auswendig. Wer dazu neigt, in Panik-Situationen wie diesen extra viel Panik an den Tag zu legen, kann sich die eigenen Dokumente vorab auch selbst per Mail schicken, am besten an die alteingesessene Mail-Adresse, deren Passwort man rückwärts im Schlaf herunterbeten kann.

Weil es auch ehrliche Finder gibt: Packt eure Kontaktinfos auf den Lock-Screen

Passwörter, Zahlenkombinationen und ein zuverlässiger Fingerabdrucksensor schützen euer Smartphone vor ungewollten Zugriffen. Aber es gibt diesen einen Moment, wo ihr wollt, dass jemand Unbekanntes Zugriff hat: nämlich wenn ihr euer Smartphone verbummelt und es einem ehrlichen Finder in die Hände fällt. Klar, könnt ihr den ehrlichen Finder anrufen – vorausgesetzt ihr habt ein anderes Telefon zur Hand und kennt die Nummer eurer ausländischen SIM-Karte. Vorsorglich empfiehlt es sich, direkt euren Lockscreen mit einer Kontaktmöglichkeit auszustatten. Versucht der Finder das Telefon zu entsperren, sieht er so direkt, wie er euch erreichen kann. Die Telefonnummer bringt in dem Fall natürlich wenig, aber eine E-Mail-Adresse oder ein Screenshot des Facebook-Profils machen euch erreichbar. Dazu könnt ihr eure bevorzugte Kontaktaufnahme zum Beispiel schnell niederkritzeln, abfotografieren und das Bild als Lock-Screen verwenden. Auch Visitenkarten von Hostels sind dankbar schnell abfotografiert und geben dem Finder die Möglichkeit, euer Handy an der Rezeption abzugeben.

Lasst euch wachrütteln

Hostels und schäbige Motels sind selten eine Oase der Ruhe, sondern vielmehr eine unerwartete Partyhölle oder eine Absteige am Highway. Wer auf Nachtruhe besteht, ist daher auf Ohrstöpsel angewiesen. Damit ihr euren Smartphone-Wecker trotzdem hört, empfiehlt es sich, das Handy in einen Becher zu stellen – zum Beispiel einen Porzellan-Becher, den ihr euch bei eurem schäbigen Frühstücksbuffet leiht. Darin rattert und rüttelt euer smarter Freund so laut herum, dass ihr auf jeden Fall aufwacht. So schafft ihr es dann auch pünktlich zu eurer 4-Uhr-Vulkanwanderung.

Übrigens: So ein Becher eignet sich auch als Verstärker und bietet euch einen schäbigen, aber akzeptablen Musikgenuss.

Wer bei diesem Rattern und Rütteln nicht aufwacht, ist vermutlich tot.(© 2018 CURVED)

Angst, nie wieder zum Hostel oder Mietwagen zurück zu finden? Fotografiert das Straßenschild ab!

Wer zum ersten Mal eine neue Stadt bestaunt, verliert schnell die Orientierung. Einmal auf die Straße herausgetreten, dann 47 Mal falsch abgebogen und keine Ahnung mehr, wo ihr seid, wie ihr heißt und vor allem in welcher Straße sich euer Hostel befindet? Dieses Problem lässt sich vermeiden, indem ihr beim Verlassen der Hostels das nächste Straßenschild abfotografiert. Wer sich selbst mal wieder verbummelt hat, kann das Foto so einem Passanten zeigen oder auch dem freundlichen Taxifahrer, der die Verzweiflung riecht und euch den dreifachen Betrag abknüpfen wird, um euch dort hin zurück zu fahren. Derselbe Trick funktioniert übrigens auch mit auffälligen Gebäuden oder Denkmälern und auch zum Wiederfinden eures Mietwagens oder Rollers. Vor allem in Gegenden, wo niemand Englisch spricht oder ihr die Straßenschilder gar nicht erst lesen könnt, ist das praktisch.

Übrigens: In sehr ländlichen Regionen klappt sowas nicht nur mit Straßenschildern, sondern auch mit Personen. Bei denen solltet ihr aber um Erlaubnis fragen, bevor ihr sie abfotografiert.

Wo ist nochmal mein Hostel?(© 2018 CURVED)

Dokumentiert Schäden an Mietwagen und Rollern

"Diese Schramme ist neu!" Wer im Ausland einen Mietwagen oder Roller mietet, gerät hier und da auch mal an nicht ganz so ehrliche Verleihe. Da werden Schäden, die schon seit Monaten da sind plötzlich als neu ausgegeben, eure Nerven bis zur Unkenntlichkeit strapaziert und wenn ganz viel Dreistigkeit mit dabei ist, sogar die Rückgabe eures Ausweisdokuments gefährdet (rückt niemals euren Reisepass raus!). Damit es gar nicht erst zu dieser Situation kommt, empfiehlt es sich, Schäden nicht nur im Mietprotokoll festzuhalten (sofern so etwas überhaupt vorhanden ist), sondern selbst akribische Detail-Fotos des Gefährts zu machen, bevor ihr damit um die Ecke saust. Wichtig ist dabei, dass auch die Zeit stimmt, zu der das Foto geschossen wurde und man im Hintergrund am besten erkennt, dass das Gefährt vor dem Verleih steht.

Der Roller hat heftige Schrammen und Dellen? Haltet diese fotografisch fest.(© 2018 Pixabay/Kaeptn_Pixel)

Geht euch jemand an euren Kram? Findet es heraus

Wenn plötzlich Sachen aus dem Rucksack fehlen, ist schnell das Reinigungspersonal beschuldigt. Was viele nicht wahrhaben wollen: Diebstahl unter Backpackern ist mindestens genau so beliebt, vor allem in gemeinschaftlich genutzten, billigen Schlafsälen. Kein Wunder: Viele Backpacker bleiben länger auf Reisen, als sie sich leisten können – und stehlen dann alles, was ihnen über die Wochen und Monate ausgegangen ist. Das können neben Wertsachen (die am besten in einem Pack-Safe verstaut sein sollten!) Banalitäten sein wie Shampoo, Socken oder auch Schuhe. Ihr habt den Verdacht, irgendwer im Hostel wirft (neu)gierige Blicke in euren Kofferinhalt? Dann arrangiert euer Hab und Gut und macht ein Foto davon, bevor ihr den Schlafsaal verlasst. Sieht es bei der abendlichen Rückkehr genau gleich aus, ist alles fein. Ist die rote Mütze, die vorher noch links unten lag, auf einmal nach oben rechts gewandert? Dann ist es vielleicht Zeit ein neues Hostel zu suchen. Doch seid vorsichtig mit euren Anschuldigungen: Vielleicht musste eine Reinigungskraft eure Sachen beim Putzen verrücken – nicht aber durchwühlen!

Macht ein Foto vom Status quo und kontrolliert bei Rückkehr ins Hostel.(© 2018 Unsplash/Stil)

Stimmungsvolles Licht: Für besondere Stunden im Zelt und Co.

Backpacker-Unterkünfte bieten selten romantisch gedimmtes Licht. Stattdessen: eine einsam baumelnde Glühbirne, um die herum die Hauptversammlung der Geckos tagt oder auch eure Taschenlampe, die auf der Matratze liegt und gruselig in genau die Ecke strahlt, von der man so gar nicht wissen will, was dort vor sich geht. Das geht besser! Stellt dafür die Taschenlampe eures Handys an, legt sie mit dem Lichtstrahl nach oben auf den Tisch oder die Matratze und stellt eine gefüllte Plastikflasche oben drauf (am besten keine zu große, das Smartphone soll schließlich nicht unter dem Gewicht leiden!). Schon habt ihr eine angenehme Lichtquelle, um den Tag ausklingen zu lassen. Wer eine farbige Flasche besitzt oder ein dünnes, buntes Kleidungsstück über diese legt, hat sogar ein farbiges Licht.

Das Schöne: Das klappt auch unter dem Moskitonetz. Legt dazu das Smartphone auf ein Kissen und die gefüllte Wasserflasche dazu. So vermeidet ihr, dass die internationale Moskito Convention an eurer Lichtquelle tagt. Aber Vorsicht: Taschenlampen-Apps meinen es nicht gut mit eurem Akku!

Abends noch draußen beisammen sitzen: Gemütlicher wird es mit der Handy-Lampe.

Noch ein paar generelle Tipps, damit euer smarter Reisegefährte auch lange durchhält

Habt immer einen Akku-Pack dabei

Manche Reisen haben lange Tage und noch längere Nächte. Damit euer smarter Freund nicht schlapp macht, solltet ihr immer einen Akku-Pack dabei haben, um ihm spontan einen Extra-Kick Strom zu verpassen. Für wahre Outdoor-Enthusiasten bieten sich Akku-Packs mit Solar-Panel an.

Ladet euer Smartphone im Flugmodus auf 

Ein Fakt, der nicht jedem bekannt ist: Im Flugmodus lädt das Smartphone schneller auf. So nutzt ihr wertvolle und kurze Ladezeiten am Airport-Terminal oder in Cafés besonders effizient.

Schwacher Akku? Macht Screenshots von euren Routen

GPS zieht am Datenvolumen und Akku. Und wenn der Balken schon bei rot angekommen ist, wollt ihr nicht mal mehr eine Offline-Karte bemühen, aus Angst, dass euer Smartphone in den nächsten Minuten den Geist aufgibt. Tipp: Macht euch stattdessen Screenshots von euren Routen. Diese anzugucken verbraucht wenig Akku.

Kurz auf einen Screenshot schauen zieht weniger Akku als die App aufzurufen.(© 2018 CURVED)

Reisesteckdose vergessen? Mit ein bisschen Glück könnt ihr trotzdem laden

Die Steckdose im Hotel sieht ganz anders aus als zuhause und ihr wart doof genug das nicht zu wissen? Wer ganz viel Glück hat und einen Fernseher im Zimmer, schaut erstmal dort nach ob es einen USB-Anschluss gibt, an dem ihr euer Handy speisen könnt. Pech gehabt? Dann führt euch euer nächster Gang an die Rezeption. Manchmal gibt es hier Leihgeräte oder auch einfach Übriggebliebenes von anderen Backpackern gegen ein kleines (oder in abgelegenen Regionen auch lächerlich hohes) Entgelt.

Keine vernünftige Hülle? Dann seid ihr eurem smarten Freund wenigstens einen Gefrierbeutel schuldig

Wer viel reist und outdoor unterwegs ist, sollte in eine robuste Hülle für das Smartphone investieren. Das hattet ihr nicht auf dem Schirm? Macht nichts, ein Gefrierbeutel oder die durchsichtige Plastikhülle, in der ihr im Flieger Deo und Co. verstauen musstest, tut es auch. So schadet auch ein Strandtag dem smarten Begleiter nicht und schützt diesen vor Sand und nassen Fingern (nicht aber vor Tauchgängen!). Das Beste und Unerwartete am Schluss: Der Touchscreen lässt sich auch durch das Plastik noch halbwegs ok bedienen. Es ist zwar nicht akribisch genug um WhatsApp-Nachrichten zu schreiben, zum Navigieren durch die Musik-Playlist reicht es aber allemal.

Ein Gefrierbeutel ist keine Dauerlösung, schützt euren smarten Begleiter aber vor dem Schlimmsten.(© 2018 CURVED)

Angst vor Diebstählen? Habt ein Uralt-Handy dabei
Ihr fühlt euch immer noch nicht wohl damit ein teures Smartphone dabei zu haben? Dann nehmt zusätzlich ein Uralt-Handy mit und weist diesem in eurem Rucksack einen leichter zugänglichen Platz zu. Solltet ihr in die Situation eines Überfalls geraten (in einigen Ländern leider an der Tagesordnung), könnt ihr dieses Handy aushändigen – im besten Fall noch zusammen mit einem Fake-Portemonnaie, in das ihr ein paar müde Münzen steckt sowie abgelaufene Karten eures Fitnessstudios und ähnliches.

Noch mehr Tipps und Tricks rund ums Smartphone

Wenn das Smartphone mit auf große Reise darf, könnt ihr es direkt noch zur Entertainment-Zentrale aufmotzen. Wie wäre es zum Beispiel mit den besten Hörbüchern auf Spotify? Damit seid ihr auf der nächsten langen Busfahrt bestens unterhalten. Oder sucht ihr noch nach platzsparenden Kopfhörern? Da haben wir was für euch. Wenn ihr wissen wollt, welche Gadgets sonst noch mit auf die Reise dürfen, dann hier entlang!


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