Wasserschaden beim Handy: Wie richtig verhalten?

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Bei einem Wasserschaden ist schnelles Handeln gefragt.
Bei einem Wasserschaden ist schnelles Handeln gefragt.(© 2014 iStock.com/IceArnaudov)

Tritt ein Wasserschaden beim Handy auf, ist schnelles und bedachtes Handeln gefragt. Wir erklären dir, welche Tipps du im Notfall befolgen solltest. Andernfalls drohen dauerhafte Schäden. Zunächst gilt: Das Gerät so schnell wie möglich aus dem Wasser nehmen und bloß nicht probieren, ob es noch funktioniert – je mehr Tasten gedrückt werden, desto mehr Schaden kann im Inneren entstehen.

Handy ausschalten und den Akku entfernen

Das Wichtigste ist, dass nach dem Unglück mit dem Wasser der Akku entfernt werden muss, sofern es bei dem Handy möglich ist. Mit diesem Vorgehen lässt sich das Kurzschlussrisiko senken. Auch alle anderen losen Teile wie die Sim-Karte und Speicherkarten sollten herausgenommen und mit einem Tuch trockengetupft werden. Lässt sich der Akku wie beispielsweise beim iPhone nicht herausnehmen, sollte man das Smartphone vorsichtig ausschalten.

Beim Trocknen: Finger weg vom Föhn

Eine typische Reaktion nach einem Wasserschaden beim Handy ist der Griff zum Föhn. Doch das Trocknen mit Heißluft, im Backofen, auf der Heizung oder in der Sonne ist keine gute Idee. Zwar lässt die Wärme die Feuchtigkeit verdunsten, doch bei zu großer Hitze kann das Gerät zusätzlich beschädigt werden.

Besser ist es, das Handy in ein Gefäß mit Reis zu legen. Reis hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit aufzusaugen und hilft somit dabei, das Gerät zu trocknen. Ebenfalls gut geeignet sind Silikagel-Päckchen, die beispielsweise in Schuhkartons beiliegen. Bedecke das Handy vollständig mit Reis beziehungsweise den Silikagel-Päckchen, damit die eingedrungene Feuchtigkeit aufgesogen werden kann. Anschließend wird das Gefäß luftdicht verschlossen. Nun ist Geduld gefragt: Damit das Handy trocknen kann, sollte es ein bis zwei Tage in Ruhe gelassen werden. Mit etwas Glück ist das Gerät dann wieder funktionsfähig.

Wasserschaden beim Handy vom Profi beheben lassen

Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass es später doch noch zu Problemen kommt und das Handy nicht mehr richtig funktioniert. Schuld daran ist die Korrosion im Inneren des Geräts, die durch den Kontakt von Wasser und Metall entsteht und die Hardware schädigt.

Wer das Handy nach einem Wasserschaden wirklich retten will, sollte es lieber in einem Reparatur-Center trocknen lassen. Die Profis dort können zwar keine Garantie geben, dass hinterher wieder alles funktioniert, aber sie verfügen zumindest über professionelle Mittel, um den Schaden zu beheben. Eine Möglichkeit ist die Alkoholbad-Methode: Durch reinen Alkohol wird das Wasser aus dem Handy fortgespült. Anschließend verdunstet der Alkohol restlos, und das Handy ist wieder funktionstüchtig. Eine andere Methode ist das Ultraschallbad. Diese Reinigungsmethode bietet sich an, wenn das Handy nicht nur nass, sondern auch schmutzig geworden ist.

Zusammenfassung

  • Handy so schnell wie möglich aus dem Wasser holen
  • Akku, Sim-Karte und Speicherkarten entfernen
  • Handy ein bis zwei Tage in einem Gefäß mit Reis oder Silikagel-Päckchen trocknen
  • Nach einem Wasserschaden das Handy in einem Reparatur-Center mit der Alkoholbad-Methode oder im Ultraschallbad reinigen lassen

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