Tor Browser für iOS? Unsere Top Safari-Alternativen fürs iPhone

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Hier findet ihr alternative iPhone Browser zu Safari.
Hier findet ihr alternative iPhone Browser zu Safari.(© 2019 Stocksy (Montage))

Ihr wollt auf eurem iPhone andere Browser als Safari nutzen? Die Anwendung macht zwar eigentlich einen guten Job, aber es gibt gute Gründe, sich nach Alternativen umzusehen. Hier sind vier weitere Spitzen-Browser für iPhone und iPad.

Safari gehört bei vielen Apple-Nutzern mit zu den am meisten genutzten Apps. Wollt ihr abseits vom Bauchgefühl herausfinden, ob ihr zu dieser Gruppe gehört, könnt ihr ganz einfach nachsehen. Geht dafür in den "Einstellungen" auf die "Bildschirmzeit" und findet es heraus.

In der Regel macht Safari auf iPhone und iPad ja auch einen wirklich guten Job, stellt Inhalte schnell und korrekt dar und bringt praktische Extras mit – etwa den Lesemodus oder Tracking-Schutz. Doch es gibt gute Gründe, sich nach einer Safari-Alternative umzusehen.

Wann Safari-Alternativen für das iPhone interessant werden

  • Optik & Bedienung: Wenn euch die Optik von Safari nicht gefällt und es bei der Bedienung Unklarheiten gibt, bieten sich Alternativen an.
  • Datenabgleich: Wer nicht gerade einen Mac besitzt, nutzt am Computer auch nicht Safari, sondern Chrome, Firefox oder einen anderen Browser. Zum Datenabgleich zwischen iPhone/iPad und Desktop-Computer eignen sich einige Browser-Alternativen besser als der iPhone-Standard.
  • Datenschutz: Apple betont zwar immer wieder, wie wichtig der Schutz der Privatsphäre ist, einige Browser bieten euch aber noch etwas mehr Funktionen in diesem Bereich.
  • Zweit-Browser: Wer etwas Abwechslung beim Surfen will, kann sich einen Zweit-Browser als Alternative zu Safari holen. Auch aufgrund von Datenschutz setzen einige Nutzer auf mehrere Browser.
  • Fehlende Funktionen: Oft sind es vielleicht nur Kleinigkeiten, die euch an Safari stören, etwa wenn der Browser auch auf dem iPad immer erst die abgespeckte Mobil-Version einer Webseite lädt und die Desktop-Version nur nach expliziter Aufforderung holt. Alternativen können bei diesen fehlenden Funktionen nachrüsten.

Browser-Besonderheiten auf iPhone und iPad

Doch bevor es losgeht mit dem Safari-Alternativen sollten noch zwei Besonderheiten von Safari auf iPhone und iPad erwähnt werden. Apple erlaubt es nicht, andere Browser-Engines einzusetzen. Sprich: Der Unterbau eines Browsers auf iPhone oder iPad ist immer die mitgelieferte WebKit-Engine.

Sollte es also Geschwindigkeits- oder Darstellungsprobleme in Safari geben, sind diese höchstwahrscheinlich auch bei den alternativen Browsern zu sehen. Außerdem lässt sich der Standard-Browser nicht einfach ändern. Links aus anderen Apps zum Beispiel werden immer in Safari geöffnet.

Für Google-Nutzer: Chrome

Unsere erste Safari-Alternative dürfte derzeit einer der beliebtesten Browser überhaupt sein, Google Chrome. Er macht auch auf iPhone und iPad einen guten Job. Interessant ist er besonders für Nutzer, die auch am Desktop mit Chrome arbeiten. Wenn ihr euren Desktop-Browser mit iPhone oder iPad synchronisieren wollt, könnt ihr das mit Chrome einfach tun. Dazu müsst ihr euch mit dem verwendeten Google-Konto anmelden und schon landen Bookmarks, Verlauf und Passwörter auch auf Smartphone oder Tablet.

Firefox: Mit Firefox Klar für mehr Datenschutz

Firefox ist mobil noch keine so große Nummer wie auf dem Desktop. Trotzdem könnt ihr ies euch auch für iPhone und iPad überlegen, wenn ihr beispielsweise auch am Computer mit Firefox unterwegs seid. Denn eine Sync-Funktion gibt es auch hier, sodass sich Verlauf oder Passwörter einfach auf mehreren Geräten nutzen lassen.

Anders als in der Android-Version unterstützt Firefox für iOS aber keine Erweiterungen. Einen Blick auf den feurigen Fuchs sollten auch iPad-Nutzer werfen, erst kürzlich hat Mozilla seinen Browser in einer für iPads optimierten Form aktualisiert und beispielsweise eine sinnvolle Unterstützung für den Split Screen Modus eingebaut.

Unter dem Namen Firefox Klar bietet Mozilla aber noch einen zweiten Browser für iOS. Diesen könnt ihr euch als permanenten Privatmodus vorstellen. Denn Firefox Klar blockiert Tracker und vergisst den Webseiten-Verlauf nach jeder Sitzung automatisch. Alternativ löscht ihr Cookies und Verlauf einfach mit einem Fingertipp.

Für Einhandbedienung: Opera Touch

Wer bei der Browser-Bedienung auf dem iPhone neue Wege ausprobieren möchte, sollte sich Opera Touch ansehen. Dieses ist für Einhandbedienung optimiert, was wohl für viele Nutzer ein interessantes Thema auf den immer größeren Smartphones ist.

Dafür bietet Opera Touch einen sogenannten Fast Action Button. Dieses zentrale Steuerelement im unteren Bildschirmdrittel gruppiert die wichtigsten Elemente gut erreichbar – etwa Tabs und Suche. Wer auch auf dem Desktop auf Opera setzt, kann den mobilen Browser mit der stationären Version verbinden. Links und Videos lassen sich auf diesem Weg ganz leicht, aber sicher verschlüsselt, austauschen.

Für mehr Anonymität: Tor Browser für iOS

Wenn ihr möglichst anonym surfen wollt, könnt ihr das am besten über Tor. Dabei wird sämtlicher Datenverkehr verschlüsselt durch das Tor-Netzwerk geschleust. Der eigene Datenverkehr geht damit in der Masse unter.

Um Tor auf iPhone oder iPad zu nutzen, gibt es den Onion Browser. Was praktisch ist: Die App verbindet sich nach dem Start automatisch mit dem Tor-Netzwerk. Per Fingertipp könnt ihr in wenigen Sekunden die IP-Adresse wechseln, Cookies löschen oder euren User-Agent verschleiern.

Wie ihr am besten anonym mit dem Smartphone durchs Internet surft, verraten wir euch hier.

Fazit: Ein Zweit-Browser kann sich lohnen

Safari ist ein gut in iOS integrierter Browser, aber wer andere Optik, optimierte Bedienung oder mehr Datenschutz sucht, kann zu einem Zweit-Browser greifen. Leider lässt sich der Unterbau beim Browser auf dem iPhone oder iPad nicht austauschen, sprich die WebKit-Engine ist immer am Start. Eine veränderte Optik oder Zusatzfunktionen könnt ihr aber mit einem beliebigen Browser an den Start kriegen.


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