WLAN-Geschwindigkeit messen: So geht’s

Zwar versprechen WLAN-Funkstandards bestimmte Übertragungsraten, in der Praxis werden diese Geschwindigkeiten allerdings nur selten erreicht. Wer wissen möchte, wie schnell seine Verbindung tatsächlich Daten verschickt und empfängt, hat verschiedene Möglichkeiten, die Übertragungsrate zu messen.

Wie lange es dauert, Dateien bestimmter Größe per WLAN zwischen zwei Geräten zu übertragen, lässt sich natürlich einfach ausrechnen – sofern die Dateigröße bekannt ist und die Übertragungsdauer gestoppt wird. Schiebt dafür einen Ordner von einem Gerät aufs andere, messt die Zeit, die dieser Vorgang in Anspruch nimmt, und teilt anschließend die Größe des Ordners in MB durch die Zeit in Sekunden. Das Ergebnis spiegelt die Übertragungsrate in MB pro Sekunde wieder. Allerdings bildet dieser Wert nicht die tatsächliche WLAN-Geschwindigkeit ab, da in den Übertragungsvorgang auch Faktoren wie das Betriebssystem, die Größe des Arbeitsspeichers oder die Festplattengeschwindigkeit mit hineinspielen.

So funktioniert die Onlinemessung via Benchmark-Test

Die tatsächliche WLAN-Geschwindigkeit lässt sich unter anderem auf verschiedenen Internetseiten messen, zum Beispiel bei Speedtest.net. Dafür müsst Ihr Euch mit einem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone in das WLAN einwählen und alle anderen Geräte vom WLAN trennen, damit diese die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung nicht beeinflussen. Beendet alle offenen Programme und startet den Browser neu. Ruft anschließend die Internetseite für den Speed Test auf und wählt „Test starten“ aus. Nach der erfolgten Messung wird Euch die aktuelle Download- und Upload-Geschwindigkeit in MB pro Sekunde angezeigt. Beachtet allerdings, dass solche Tests keine 100-prozentige Genauigkeit abliefern können. Insbesondere bei Speed Tests auf Mobilgeräten können die Ergebnisse mitunter stark schwanken. Für die Nutzung via Tablet oder Smartphone stellt Speedtest.net seinen Service auch als App für iOS und für Android bereit.

WLAN-Geschwindigkeit per Netzwerk-Tool oder Software messen

Spezielle Mess-Tools erlauben Euch ebenfalls, die tatsächliche Geschwindigkeit des Drahtlosnetzwerks zu bestimmen – insbesondere für den Computer. Das Open-Source-Netzwerk-Tool Iperf als Kommandozeilen-Version oder das dazugehörige Tool mit grafischer Benutzeroberfläche Jperf messen die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen zwei Computern, sofern beide eine IP-Adresse aus demselben Sub-Netz haben (nur die letzten beiden Ziffern der IP dürfen sich unterscheiden). Um den Test durchzuführen, muss das Tool auf beiden Geräten heruntergeladen und entpackt werden.

Mithilfe der Messergebnisse lassen sich womöglich nötige Verbesserungen vornehmen. Zum Beispiel kann es helfen, den Router mit seiner Antenne zu drehen oder ihn an einem höher gelegenen Platz aufzustellen. Schnelle Speed Tests geben Auskunft über den Erfolg der jeweiligen Maßnahme.

Zusammenfassung

  • Wer die Größe einer Datei durch die Übertragungsdauer im WLAN teilt, erhält die ungefähre aktuelle WLAN-Geschwindigkeit
  • Noch einfacher funktionieren Benchmark-Tests im Internet, aber auch ihre Ergebnisse können schwanken
  • Etwas genauere Ergebnisse liefern Netzwerk-Tools oder spezielle Programme, insbesondere wenn sie Messungen über einen längeren Zeitraum vornehmen
  • Mithilfe der Messergebnisse lassen sich entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der WLAN-Geschwindigkeit vornehmen

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