Die besten Kopfhörer

Ihr wollt guten Sound auf die Ohren? Nur mit welchen Kopfhörern geht das derzeit am besten? Es gibt sie in schrillen Farben, mit Plastik, mit Metall. Es gibt sie mit Kabel, ohne oder als "truly wireless"-Variante. Vorrangig ist natürlich die Klangqualität, aber auch Verarbeitung und Polsterung sind entscheidend für den Tragekomfort. Hip-Hop, Elektro, Soul oder Klassik – nicht jeder Kopfhörer ist für jedes musikalische Genre geeignet, wie unsere Tests zeigen. In unserer Topliste erfahrt ihr, was Ihr Euch auf die Ohren setzen solltet. Weitere Listen findet Ihr in der Übersicht. Worauf Ihr beim Kauf sonst noch achten solltet, erfahrt Ihr in unseren Tipps unterhalb der Topliste.

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  • 340 g
  • Feb 2013

Die Marshall Monitor Headphones sind Over-Ear-Kopfhörer, die für den Heimgebrauch und unterwegs geeignet sind. Der Einführungspreis betrug 200 Euro.

11
Teufel MUTE BT Front
gesamt 8.4
  • 240 g
  • Jan 2017
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Sitzt der Kopfhörer schlecht oder drückt zu sehr, macht der Musikgenuss erst recht keinen Spaß. Gehört ihr zu den Vieltelefonierern, ist außerdem ein integriertes Mikrofon wichtig. Hier erfahrt Ihr, worauf es ankommt.

Kabelgebunden, drahtlos …

Bluetooth-Kopfhörer gab es schon vor Apples Verzicht auf einen Klinkenanschluss beim iPhone 7. Doch spätestens seit Apples Entscheidung geht der Trend zum kabellosen Soundgenuss. Dass Kopfhörer ohne Kabel trotzdem ein ausgewogenes Klangbild abliefern, haben wir im Test zu Apples BeatsX festgestellt. Die Ohrstöpsel der BeatsX sind lediglich durch ein Kabel untereinander verbunden. Das Endgerät zur Wiedergabe kann aufgrund der Bluetooth-Verbindung ohne nervigen Kabelsalat in der Tasche ruhen. Dank Apples W1-Chip steht die Verbindung zwischen den In-Ears und dem iPhone binnen weniger Sekunden. Android-Telefone müssen auf den Komfort beim Koppeln verzichten, genießen darüber hinaus aber denselben Funktionsumfang wie Apple-Nutzer.

Dass sich Bluetooth-Kopfhörer gegenüber kabelgebundenen vor allem bei viel Bewegung durchsetzen, demonstrieren die Jaybirds X3 und Freedom von Logitech. Die Produkte richten sich ganz klar an sportaffine Menschen, die auch bei ihren Workouts nicht auf Musik verzichten wollen. Dank T-Shirt-Clip und diverser Ohrpolster und -finnen lassen sich die Jaybirds ideal auf die eigenen Bedürfnisse bzw. Sportaktivitäten und die Ohrphysiognomie anpassen.

Trotz ihrer robusten Beschaffenheit sind aber weder die X3 noch die Freedom zum Schwimmen geeignet. Wie die BeatsX sind auch sie lediglich spritzwassergeschützt. Während Smartphone-Hersteller verstärkt auf wasserdichte Gehäuse setzen, sind derartige Standards bei Kopfhörern noch selten. Vielleicht gehen die Backbeat FIT von Plantronics da den entscheidenden Schritt.

… oder truly wireless?

Zusammen mit dem iPhone 7 kündigte Apple auch eine Weiterentwicklung ihrer eigenen Kopfhörer an. Aus den EarPods wurden 2016 die AirPods: Apples eigene Lösung für den Verlust des Klinkenanschlusses. Allerdings liegen die Bluetooth-Kopfhörer nicht dem Telefon bei, sondern kamen mit einiger Verspätung erst Ende des Jahres separat in den Handel. Anders als etwa die BeatsX ging Apple bei der Kopfhörer-Revision noch einen Schritt weiter und ließ auch gleich noch das Kabel weg, das die Ohrstöpsel miteinander verbindet. Übrig geblieben sind zwei einzelne, kleine In-Ears, die optisch ein wenig an Bluetooth-Headsets zum Telefonieren erinnern – nur eben für beide Ohren und in Apples typisch reduziertem, geradlinigen Design.

Diese komplett kabellose Variante des Bluetooth-Kopfhörer wird „truly wireless“ genannt. Klanglich überzeugend fallen die recht teuren „truly wireless“-Kopfhörer vor allem durch ihre Ergonomie negativ auf. Während zum Beispiel die Jaybirds dank einer Vielzahl an unterschiedlich großen Aufsätzen an jede Ohrgröße angepasst werden können, rutschen die AirPods bei manchen Ohrformen leicht aus dem Gehörgang. Es ist gut möglich, dass Apple das Problem mit der nächsten Iteration der AirPods behebt.

Ohne Strom geht nichts

Noch kleiner sind die VerveOnes. Diese In-Ears verschwinden nahezu im Ohr, bestehen sie doch lediglich noch aus einem Knopf, der ähnlich einem Hörgerät in den Gehörgang gesteckt wird. Dadurch lassen sie sich problemlos den ganzen Tag über im Ohr tragen - sofern sie rechtzeitig aufgeladen werden. Denn der Vorteil des nicht mehr notwendigen Kabels bei Bluetooth- oder Truly-Wireless-Kopfhörern birgt auch einen Nachteil: Sie müssen regelmäßig aufgeladen werden. Es reicht also nicht mehr nachts das Smartphone an die Steckdose anzuschließen, um tagsüber Musik hören zu können. Die meisten kabellosen Kopfhörer kommen auf eine Wiedergabedauer von bis zu acht Stunden. Immerhin erinnern einige Modelle, wie etwa die VerveOnes von Vervelife, vorzeitig daran, dass ihnen bald der Saft ausgeht.

Alleskönner im Knopfformat

Wer den absoluten Allrounder sucht – und Geld keine Rolle spielt –, sollte sich die The Dash von Bragi anschauen. Die In-Ears sind nicht bloß Kopfhörer, sondern auch gleich noch Fitnesstracker, Bluetooth-Headset, Smartphone-Fernbedienung und MP3-Player. Dank vier Gigabyte großem Flashspeicher können die multifunktionalen Ohrknöpfe autark benutzt werden – sogar im Wasser. Allerdings erfordern die The Dash einige Einarbeitungszeit: Jeder der beiden Ohrstöpsel hat ein Touchpad auf der Außenseite, über das sich die zahlreiche Funktionen ansteuern lassen.

Nicht ganz so umfangreich in ihren Funktionen, dafür aber günstiger als das Topmodell sind die The Headphone von Bragi. Die Anfang 2017 vorgestellten Truly-Wireless-Kopfhörer glänzen zwar mit langer Akkulaufzeit, verzichten aber im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern auf ein Transport-Case, das die In-Ears unterwegs aufladen kann.