Android 5.0: Schneller, stromsparender, mit Kill Switch

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Die nächste Android-Version setzt auf ART statt Dalvik.
Die nächste Android-Version setzt auf ART statt Dalvik.(© 2014 CC: Flickr/.RGB., CURVED Montage)

Schon auf der I/O-Konferenz in der kommenden Woche könnte Google die nächste Version seines mobilen Betriebssystems zumindest ankündigen. Das wird wohl endgültig auf einen neuen Compiler setzen — was für den Nutzer eine insgesamt verbesserte Performance bei geringerem Stromverbrauch bedeutet. Außerdem bekommt Android einen Kill Switch nach iOS-Vorbild.

Mit Android 4.4 KitKat hat Google erstmalig den ART Runtime Compiler als Alternative zum althergebrachten Dalvik-Pendant angeboten, mit der nächsten Android-Version wird ersterer zum Standard werden. Das berichtet xda-developers, nachdem dort zwei neue Einträge im Android Open Source Project (AOSP) analysiert wurden.

Für alle Nicht-Entwickler heißt das knapp übersetzt: Alles wird ein bisschen schneller und energieeffizienter. Der Runtime Compiler ist vereinfacht gesagt dafür zuständig, den Java- beziehungsweise Bytecode einer App in für den Prozessor verständlichen Maschinencode umzuwandeln. Dalvik kompiliert erst in dem Moment, in dem eine App gestartet und der Code benötigt wird, während ART bereits bei der Installation einer Anwendung die Vorarbeit leistet. Das führt zu kürzeren Startzeiten und weniger Stromverbrauch. Nachteil: Installationsvorgänge könnten etwas länger dauern.

Noch macht ART manchen Apps zu schaffen

Auch sind bislang nicht alle Apps an ART angepasst, was zu Inkompatibilitäten führen könnte, wenn die entsprechenden Entwickler bis zum Release der nächsten Android-Version nicht tätig werden. Wer unter 4.4 KitKat heute schon den vorhandenen ART-Compiler aktiviert, wird schnell feststellen, dass einige Anwendungen mit Abstürzen reagieren. Wir gehen aber davon aus, bis Android 5.0 (oder 4.5) die ersten Geräte erreicht, dürften sämtliche wichtigen Applikationen kompatibel gemacht worden sein.

Wie viel der Nutzer tatsächlich von schnelleren Startzeiten und geringerem Akkuverbrauch mitbekommen wird, bleibt abzuwarten — gerade bei letzterem Punkt gibt es gewiss noch zig Baustellen neben des Compilers, die die Laufzeiten von Android-Smartphones optimieren könnten.

Ein Kill Switch gegen Diebstahl

Eine weitere Neuerung kündigt Google hochoffiziell an: Man wird in der kommenden Anroid-Version eine Sicherheitslösung aus Basis eine Geräte-Resets implementieren. Apple hatte sein iOS im September des vergangenen Jahres mit einem solchen "Kill Switch"-Feature ausgestattet; danach konnte beispielsweise in New York City tatsächlich ein Rückgang der Diebstähle von iPhones festgestellt werden.

Wie genau der Kill Switch unter Android aussehen könnte und funktionieren wird, bleibt Mountain View vorerst allerdings schuldig. Die Spannung auf die I/O am 25. Juni steigt damit weiter.


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