Creo Mark 1: das Android-Smartphone, das sich monatlich neu erfinden will

Das Start-up Creo will Kunden jeden Monat ein neues Android-Smartphone liefern. Mit einem Hardware-Abo hat das nichts zu tun – die Software soll es richten.

Viele Android-Smartphones gleichen sich mit Blick auf die Hardware. Das eine ist im Benchmark ein paar Punkte schneller, das andere wird dafür ein paar Grad weniger warm. Der Akku hält in der Regel einen Tag, brauchbare Fotos knipsen sie alle. Echte Exoten, wie das LG G5, gibt es viel zu selten. Daran wird auch das Mark 1 vom indischen Start-up Creo nichts ändern.

Bei den Indern soll  aber die Software für mehr Individualität sorgen. Auch da herrscht Stagnation bei den etablierten Herstellern. Klar: Neue Top-Modelle kommen in der Regel mit dem aktuellen Android, und auch die Oberfläche hat zwei, drei neue Kniffe auf Lager. Bis es das nächste Update, vor allem für ältere Geräte, gibt, kann eine Menge Zeit vergehen. Creo will das besser machen. Jeden Monat sollen Kunden Updates erhalten, die nicht nur Sicherheit und Performance verbessern und beim Sparen von mobilen Daten hilft, sondern auch das Aussehen des Betriebssystems verändern. Der Firmenslogan: "Ein neues Telefon, jeden Monat."

Die Hardware bleibt unsichtbar

Dass Hardware nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, bestätigt Creo-Gründer Sai Srinivas gegenüber TechCrunch: "Alle benutzen dieselbe Hardware, dieselben Kameras und Prozessoren. Es gibt keinen Grund, das weiterhin zu machen." Und weiter: "Am Ende des Tages wird der Nutzer die Hardware nicht sehen. Sie werden die Software sehen."

Und diese soll sich ganz nah an Googles Stock-Android bewegen. Die Idee sei es, funktionale Features einzubauen, die andere Smartphones nicht bieten. "Wir werden Features vorstellen, die MIUI oder Stock Android und auch Cyanogen nicht haben", so Srinivas. Wie genau die aussehen, das bleibt - wie die Specs das Mark 1 - erst einmal geheim. Sicher ist nur: Wenn das Smartphone auf den Markt kommt, soll es maximal 400 US-Dollar kosten.


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