Diese Android-Features wünschen wir uns für iOS

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Spotlight und Siri können zwar schon viel, aber noch nicht den Bildschirminhalt analysieren.
Spotlight und Siri können zwar schon viel, aber noch nicht den Bildschirminhalt analysieren.(© 2017 CURVED)

iOS 11 bringt massig neue Funktionen mit, aber ein paar Android-Features hätten wir auch gerne auf dem iPhone und iPad.

Mehrere Nutzerprofile einfach auswählen

Schon lange auf dem Wunschzettel von iOS-Nutzern steht die Möglichkeit, auf einem iOS-Gerät mehrere Nutzerkonten anzulegen und einfach zwischen diesen zu wechseln. Das gilt vor allem für das iPad, das anders als das iPhone oft von mehreren Personen genutzt wird. Momentan kann sich nur eine Person anmelden und muss seinen Account dann mit mehreren Personen teilen. Bei Apps muss man sich dann regelmäßig ab- und wieder anmelden. Die neuen MacBooks loggen schließlich auch die Nutzer automatisch anhand des Fingerabdrucks mittels Touch ID ein. Über den Fingerprintsensor verfügen doch auch iPhones und iPads.

Genauere Einstellungen für "Nicht stören"-Funktion

In iOS 11 kommt zwar die "Beim Fahren nicht stören"-Funktion neu hinzu. Die ganz alltägliche "Nicht stören"-Funktion bleibt bei Apple aber monoton. Ihr könnt sie manuell einschalten oder einen Zeitraum festlegen, an dem sie gilt. Hier würde schon eine Unterscheidung zwischen Arbeitstagen und Wochenenden weiterhelfen. Und für all jene, die keinen "Nine to Five"-Job haben, wären für jeden Tag auswählbare "Nicht stören"-Zeiten sinnvoll.

So viel Auswahl bei "Nicht stören" bietet iOS nicht.(© 2017 CURVED)

Eine Bildschirmsuche

Im Google Assistant lässt sich ein "Bildschirmkontext" aktivieren. Klingt langweilig, ist aber eine durchaus hilfreiche Funktion. Im Google Assistant taucht dann ein "Was wird auf meinem Bildschirm angezeigt?"-Button auf. Drückt man diesen, versucht der Assistent Infos darüber zu liefern, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist. Dafür analysiert er Bilder und Texte. Spotlight findet unter iOS zwar schon viele Dinge, kann aber noch nicht den Bildschirminhalt untersuchen.

In der Cloud gesicherte Bilder aus der Fotos-App löschen

Mit iOS 11 und dem neuen Bild-Dateiformat HEIF reduziert Apple nach eigenen Angaben den Speicherplatzbedarf von Fotos um 50 Prozent. Das schafft zwar Platz auf dem iPhone oder iPad, aber es bleibt dabei: Bilder, die man über die Fotos-App in der iCloud gesichert hat, lassen sich trotzdem nicht von dem Gerät löschen. Genau dies funktioniert aber bei Google Fotos. Dort sind die Bilder in der Cloud gesichert und jederzeit abrufbar, müssen aber nicht gleichzeitig noch auf dem internen Speicher des Smartphones bleiben.

Mehrfach belegbare Tasten auf der Tastatur

Man kann zwar seit iOS 8 auch Tastaturen von Drittanbietern installieren, aber Apples Standard-Keyboard lässt funktional noch zu wünschen übrig. Vor allem Umsteigern von Android erschwert die unnötig komplizierte Erreichbarkeit vieler häufig benutzter Zeichen und Zahlen den Wechsel. Eine Doppelbelegung, wie Apple sie schon bei den Vokalen und unter iOS 11 auch für Ziffern nutzt, würde hier Wunder wirken. Warum man zum Beispiel zwei Tasten für ein Komma antippen muss, statt eine etwas länger gedrückt zu halten, erschließt sich mir nicht. Googles Gboard-App löst das schon ganz gut.

Alle Apps schließen

Apple zufolge überflüssig, aber rein aus Gewohnheit würden sich viele Wechsler von Android drüber freuen: Ein "Alle Beenden"-Button in der Multitaskingübersicht. Die Apps im Hintergrund fährt iOS zwar auf ein Minimum an Leistung zurück oder lässt sie komplett pausieren. Aber allein das Gefühl, dass hier irgendwann 50 oder mehr Apps sich durchwischen lassen, kann einen nervös machen. Bei solchen Menge hilft die Übersicht auch nicht unbedingt, zügig wieder in eine andere App zu wechseln. Das geht dann über den Homescreen schneller – also von der Bedienung her, nicht von den Ladezeiten, wenn die App schon geöffnet war.

Dieser letzte Wunsch wird allerdings sehr wahrscheinlich nie in Erfüllung gehen. Wer also sein iPhone für das gute Gefühl "aufräumen" muss, kommt nicht drumherum, jede App einzeln zu beenden oder sein Gerät neu zu starten.


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