Facebook ertrinkt in Spam

In letzter Zeit konnte man im beliebtesten sozialen Netz Facebook vermehrt Links zu Videos und Bildern finden, deren Titel irgendwie neugierig machten. Mit Schlagzeilen wie „SICK! This guy went a little too far with his REVENGE on his Ex-Girlfriend” oder als unauffällige Status-Updates getarnt machen die Spam-Nachrichten auf sich aufmerksam.

Die Sicherheitsexperten von ESET haben in den vergangenen Tagen mehr als fünf unterschiedliche FB-Spams entdeckt. Damit rollt gerade die bislang größte Spam-Welle über das soziale Netz hinweg. Diese Welle geht einher mit der Änderung des „Gefällt mir“-Buttons, die es kürzlich gegeben hat. Denn der enthält auch eine Teilen-Funktion, d.h. wenn ein Nutzer auf „Gefällt mir“ klickt, wird bei seinen Freunden nicht mehr nur „XY gefällt 123“ angezeigt, sondern sie bekommen auch gleich einen Auszug daraus zu sehen.

Klickt man dann auf solch eine Spam-Nachricht, um z.B. das Video, das sich vermeintlich dahinter verbirgt anzuschauen, wird damit gleichzeitig und vom Nutzer völlig unbemerkt der „Gefällt mir“-Button gedrückt – im übertragenen Sinne natürlich. So verbreitet sich die Spam-Nachricht rasend schnell, denn man ist ja neugierig und will wissen, was dem Anderen denn so an diesem Film gefällt.

Teilweise soll der Nutzer auch eine Facebook-Anwendung oder eine Software installieren. Und hier ist Vorsicht geboten! Auf diese Art und Weise kann man sich bösartige Schadsoftware herunterladen.

Wirklich sicher ist niemand, der Facebook nutzt. Aber man kann das Risiko doch deutlich minimieren, indem man einfach hinterfragt, bevor man klickt und sich genau anschaut, worum es sich handelt. Wer versehentlich doch einen Spam-Nachricht auf seiner Pinnwand platziert, kann sie recht einfach löschen indem er einfach auf das kleine Kreuzchen rechts oberhalb des Beitrags klickt.