Facebook testet Maßnahmen gegen Identitätsdiebstahl

Der blaue Rahmen und das Schildsymbol signalisieren den aktivierten Schutzmechanismus
Der blaue Rahmen und das Schildsymbol signalisieren den aktivierten Schutzmechanismus(© 2017 CURVED)

Weniger Angst vor dem Upload: Um Mißbrauch von geklauten Pofilbildern vorzubeugen, testet Facebook derzeit Maßnahmen, die Dritten die unerlaubte Weiterverwendung verleiden. Das Pilotprojekt läuft derzeit in Indien, könnte aber bald schon in weiteren Regionen verfügbar sein, wie das Unternehmen in einem Blogpost mitteilt.

Demnach seien indischen Frauen besonders skeptisch, was das Hochladen eigener Fotos angeht. Die Angst vor Identitätsdiebstahl ist auch nicht unbegründet, denn bislang lässt sich nicht nachverfolgen, was mit den Bildern passiert. Facebook hat daher testweise einen optionalen Schutzmodus eingeführt. Einmal aktiviert, erscheint ein Schildsymbol zusammen mit einem blauen Rahmen um das Foto.

Rahmen allein schreckt offenbar schon ab

Viel wichtiger: Facebook verbietet anderen Nutzern, das Bilder herunterzuladen oder zu teilen. Die Screenshotfunktion des Smartphones sei ebenfalls deaktiviert. Bliebe Datendieben nur noch, das Display abzufotografieren. Hier soll eine besondere Textur Abhilfe schaffen, die das Foto überlagert und die Aufnahme unbrauchbar machen soll. Fremde Mitglieder dürfen zudem keine Personen in geschützen Profilbildern markieren, weder sich selbst noch andere.

Ob die Maßnahmen aber wirklich helfen, wird sich im Rahmen des Tests erst zeigen müssen. Doch schon jetzt habe sich ergeben, dass allein das Hinzufügen von Elementen wie dem blauen Rahmen und dem Schild zu einem Rückgang von Kopiervorgängen geführt habe, und zwar um 75 Prozent. Sollte der Probelauf erfolgreich sein, dürfte das Sicherheitsfeature wohl bald auch hierzulande die Facebook-App erreichen.


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