GoButler & Co.: Butler-Apps erfüllen Euch jeden Wunsch

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Die GoButler-Gründer zusammen mit ihrem prominenten Unterstützer Joko Winterscheidt
Die GoButler-Gründer zusammen mit ihrem prominenten Unterstützer Joko Winterscheidt(© 2015 GoButler/Claudius Pflug)

Ihr braucht Getränke für eine Party, ein persönliches Liebesgedicht oder schnell einen Flug nach New York? Das erledigen jetzt App-Butler für Euch. 

Die neuen SMS- und App-Diener wie "GoButler“, "Sixtyone Minutes“ und "James, bitte“ sind nur dazu da, Eure Wünsche zu erfüllen. Bei GoButler ist jetzt sogar Joko Winterscheidt eingestiegen. Der "Circus HalliGalli“-Moderator wandelt damit auf berühmten Pfaden. So dürfte Ashton Kutcher zu seinen großen Business-Vorbildern gehören. Denn der US-Star investierte bereits höchst erfolgreich in Startups wie AirBnB oder das News-Portal Aplus.

Jetzt gehört auch Winterscheidt zu den hippen Anteilseignern eines coolen Startups. "Ich finde den Service sehr gut, ich mag die Jungs“, so der Moderator gegenüber dem Focus zu seinen Einstieg bei GoButler. Anfangs sei es nur um etwas Publicity via Twitter gegangen, doch sei "da gleich ein cooles Miteinander gewesen, und so haben wir sehr bald den größeren Plan besprochen“.

GoButler mit seinen rund 30 Mitarbeitern ist nur einer von mehreren neuen Playern. Alle folgen dabei demselben Prinzip: Sie wollen der persönliche Assistent des Kunden sein. Der schickt eine SMS oder eine App-Nachricht mit seinen Wünschen an die Mobile-Butler, die dann übernehmen. Das kann der Kauf eines Flugtickets, Bier-Nachschub für eine Party oder eine Tischreservierung in einem angesagten Resteraunt sein. Die App-Diener verlangen dafür eine einmalige Gebühr oder einen festen Monatsbeitrag.

Joko Winterscheidt: "Ein Butler nimmt einem Arbeit ab“

"Wenn Leute sagen, für dieses oder jenes habe ich jetzt keinen Kopf, aber es muss gemacht werden, kommen wir ins Spiel“, erläutert Winterscheidt. Seit er im Fernseh-Business sei, habe er "eine Agentur, die mein Leben organisiert, und mir geht es ganz gut damit“, so der 37-Jährige. "Ein Butler nimmt einem Arbeit ab.“

Nur logisch also, dass der Wahl-Berliner dann auch von den entsprechenden Mobile-Services angetan ist. Alle aktuellen Dienstleister erfüllen – logischerweise – nur Anfragen, die sich innerhalb des legalen gesetzlichen Rahmens bewegen und von den Agenten und Web-Butlern keine physischen Aufgaben verlangen. Juristisch gesehen fungieren die Services als Mittelsmänner für den Nutzer. Bevor die Diener 2.0 eine Aufgabe übernehmen, vergewissern sie sich jeweils noch einmal via Bestätigungsnachfrage, ob sie auch wirklich aktiv werden sollen.

Magic ist das große US-Vorbild

Die Entwicklung dieses neuen App-Trends ging ungewöhnlich schnell voran. Vor gerade erst einmal zwei Monaten – also Ende Februar – ging in den USA Magic an den Start. Das war das erste Angebot, das voll auf das Butler-Konzept setzte. Bereits kurz nachdem die Entwickler ihren Service via Product Hunt vorstellten, schnellten die Anfragen steil nach oben. Schnell durchbrachen die Amerikaner die Marke von über 10.000 Nutzern.

Eine solche Erfolgsgeschichte bleibt natürlich auch jungen und hungrigen Gründer-Teams aus Deutschland nicht verborgen. Bereits wenige Tage nach den ersten Medienberichten über den US-Neuling auf den einschlägigen Tech-Portalen gingen hierzulande die ersten Nachbauten online. Möglich wird diese – selbst für Web-Verhältnisse – rasante Copy-Geschwindigkeit durch den technisch einfachen Charakter der Angebote.

Die eigentliche Arbeit erledigt ein menschliches Team, das Anfragen und Aufträge der Nutzer ausführt. Die Programmieraufgabe beschränkt sich auf die Entwicklung eines einfachen User-Interfaces. Für Profis stellt so etwas heute keine große Herausforderung mehr da.

Für sein Investment scheint der "Circus HalliGalli“-Moderator wahrlich nicht die schlechteste Wahl getroffen zu haben. Die Tester von Vergleich.org sahen sich bereits im März alle bisher in Deutschland aktiven Dienste an. GoButler konnte sich in dem Test mit 94 Prozent vor Sixtyone Minutes  (91 Prozent) und James, bitte  (87 Prozent) durchsetzen.

Noch mangelt es an Transparenz

Alle Angebote unterscheiden sich dabei leicht in ihren Funktionalitäten und Bezahlmodellen. So fallen bei allen Services, bis auf bei Sixtyone Minutes, keine Grundgebühren an. Dafür bietet das 61-Minuten-Startup für die 9,90 Euro, die seine Dienste monatlich kosten, auch eine Art Flatrate. Bei den anderen wird eine Gebühr von bis zu 30 Prozent, je nach Art des Auftrages, fällig.

Grundsätzlich bemängeln die Tester jedoch, dass die meisten Dienste keine klaren Angaben zu ihren Preisen machen würden. Gerade in einem solchen Business, dass auch auf Vertrauen fußt, wird sich langfristig vor allem der Player durchsetzen, der den besten Service und die meiste Transparenz bietet. Denn nur so werden die Nutzer auch richtig Lust haben, ihr Smartphone zur Fernsteuerung für den eigenen SMS-Diener zu machen.


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