Oscars 2018: Das sind die Favoriten

2017 gab es einen klaren Zweikampf in Hollywood – auf der einen Seite das düstere Drama „Moonlight“, auf der anderen das melancholische Musical „La La Land“. Für 2018 sind mehrere Filme im Rennen um die Kino-Krone. Wir stellen sie euch vor.

Die schlechte Nachricht - ein wenig dauert es noch: Die Oscarverleihung findet 2018 vermutlich erst am 4. März statt und damit später als in den vergangenen Jahren. Die gute Nachricht: In diesem Jahr sind mehrere großartige Filme im Rennen um die Gunst der Jury. Hier findet ihr die wahrscheinlichen Sieger.

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Bestes Original-Drehbuch

Hier müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn nicht das Meisterwerk mit dem sperrigen Titel „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ (startet in Deutschland Ende Januar) den Goldenen Jungen holen würde. Verfasser Martin McDonagh, der auch Regie führte, erzählt eine Story, die ungewöhnlich ist und kaum eine ihrer Figuren unverändert lässt. Dabei ist das eigentlich düstere Thema immer wieder auch saukomisch. Außenseiterchancen haben Greta Gerwig mit „Lady Bird“ und Guillermo del Toro für „Shape of Water“.

Bestes adaptiertes Drehbuch

Hier dürfte kein Weg an Aaron Sorkins „Molly’s Game“ (ab 8. März in Deutschland) vorbeiführen. Die Story von Molly Bloom, die mit illegalen Pokerturnieren reich wurde, basiert auf den Memoiren der echten Molly Bloom und verblüfft immer wieder mit Wendungen, die man kaum glauben kann, obwohl es tatsächlich so passiert ist.

Beste Nebendarsteller

Auch hier haben die „Three Billboards“ beste Chancen, den Oscar abzuräumen. Sam Rockwell ist als brutaler, rassistischer Hilfssheriff derart gut, dass die Academy kaum an ihm vorbeikommt. Zudem wäre der Schauspieler auch einmal an der Reihe, der 2009 für „Moon“ schon einen Preis verdient gehabt hätte. Mögliche Konkurrenz erwächst ihm vielleicht in Armie Hammer, der im Schwulendrama „Call me by your Name“ überzeugt.

Holt sich Sam Rockwell die Auszeichnung?

Beste Nebendarstellerin

Die in Thailand geborene Hong Chau hat wohl die besten Chancen, für ihre Rolle in „Downsizing“ (dt. Start am 18. Januar) den Oscar zu bekommen. Als gegen ihren Willen geschrumpfte politische Dissidentin verdreht sie nicht nur Matt Damon den Kopf, sondern auch dem Publikum. Den Rang ablaufen könnte ihr vielleicht Octavia Spencer für „Shape of Water“, die bereits 2012 einen Goldjungen holen konnte und 2017 für „Hidden Figures“ nominiert war.

Beste Hauptdarstellerin

Hier sieht es nach einem Dreikampf aus. Die ewige Meryl Streep ist wieder einmal mit „Die Verlegerin“ im Rennen, einem Politdrama um den Watergate-Skandal. Wahrscheinlich ist es aber ein Duell zwischen Sadie Hawkins, die in „Shape of Water“ eine stumme Putzfrau spielt, die sich mit einem unbekannten Geschöpf anfreundet. Und Frances McDormand, die in „Three Billboards“ die eisenharte Mutter eines ermordeten Mädchens spielt. Hier lässt sich kaum eine Favoritin ausmachen.

Bester Hauptdarsteller

Einfacher wird es wohl bei den Herren: Hier kommt vermutlich niemand am furios aufspielenden Gary Oldman vorbei. In „Die dunkelste Stunde“ verkörpert er den britischen Premier Winston Churchill derart brillant, dass er der klare Favorit auf den Oscar ist. Wenn es eine Überraschung gibt, könnte sie James Franco heißen, der in „The Disaster Artist“ einen schillernden Schauspieler spielt.

Hättet ihr ihn erkannt? Gary Oldman als Winston Churchill.

Beste Kamera

Wir erwarten hier einen Zweikampf zwischen Roger Deakins für „Bladerunner 2049“ und Hoyte von Hoytema für „Dunkirk“. Beide haben eine derart grandiose Optik für ihre Filme erschaffen. Wenn Hollywood fair wäre, müsste der Sieger aber Roger Deakins heißen, der bereits 13 (!) Mal nominiert war – und immer leer ausging.

Beste Regie

Auch in dieser Kategorie kann es eng zugehen, denn sowohl Christopher Nolan für „Dunkirk“, als auch Guillermo del Toro für „Shape of Water“ werden beste Chancen eingeräumt. Aber auch Martin McDonogh für „Three Billboards“ gilt als möglicher Sieger – und mit einem Steven Spielberg muss man immer rechnen. Die Redaktion tippt dennoch auf McDonogh oder del Toro.

Bester Animationsfilm

Hier liefern sich allem Anschein nach zwei Filme ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die beide erst vor kurzem in Deutschland liefen oder sogar noch laufen. „Coco“, der neue Pixarfilm, ist ebenso ein heißer Anwärter auf den Oscar wie „Ferdinand“ von den gerade frisch aufgekauften Blue Sky-Studios, die zu FOX gehören. Wir glauben: "Coco" macht es.

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Bester fremdsprachiger Film

Mit Fatih Akins "Aus dem Nichts" ist im kommenden Jahr sehr wahrscheinlich eine deutsche Produktion im Rennen um diesen Preis - und ganz sicher auch nicht chancenlos. Allerdings hat er mit dem schwedischen Film "The Square" harte Konkurrenz. Wir vermuten: Es wird wohl bei der Nominierung bleiben.

Bester Film

Momentan zeichnet sich ein Dreikampf ab. Martin McDonoghs „Three Billboards“ ist sicher ein Favorit, weil er auch für beste Regie und zwei Schauspieler-Oscars in der engen Wahl ist. „Shape of Water“ dürfte aber auch Chancen haben, da auch hier Regie- und Schauspiel-Oscar in der Luft liegen. Dritter im Bunde ist Steven Spielbergs „Die Verlegerin“, der bei den Golden Globes mit sechs Nominierungen gleichauf mit „Three Billboards“ und nur eine hinter „Shape of Water“ liegt. Da Hollywood momentan sehr politisch ist, könnte Spielbergs Film leicht vorne liegen. Wir glauben dennoch an „Three Billboards“.

Mit Tom Hanks und Meryl Streep sind in "Die Verlegerin" gleich zwei Oscar-Giganten in einem Film zu sehen.

Und in dieser Reihenfolge könnt ihr die Oscar-Favoriten in Deutschland im Kino sehen:

  • Downsizing 18.01.)
  • Die dunkelste Stunde (18.01.)
  • Three Billbords outside Ebbing, Missouri (25.01.)
  • The Disaster Artist (01.02.)
  • Shape of Water (15.02.)
  • Die Verlegerin (22.02.)
  • Call me by your Name (01.03.)
  • Molly's Game (08.03.)

Wer sich also gern selbst ein Bild von der Qualität der Filme machen möchte, bevor er bei den Oscars mitfiebert, kann fast alle Favoriten vorher noch im Kino sehen.


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