SSIOs "Simkarte" ist die neue deutsche Handy-Hymne

"Polyphon Klingelton, scheiß mal auf Nano-SIM". So klingt Deutschrap dieser Tage. Und der kommt dieses Mal von SSIO, seines Zeichens Bonner BWL-Student mit afghanischen Wurzeln. In seinem neuen Song "Simkarte" huldigt er dem Handychip.

So ein Erfolg hat eben auch seine Schattenseiten: Mit dem Fame wächst auch die Zahl derer, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. SSIO kennt das. Der Rapper gilt als die nächste große Nummer im Deutsch-Rap-Business. Wohl auch deswegen erklärt er uns, wie man die Meute auf Abstand hält: "Hol' Kartenmengen zu Brüderpreisen Zahle bar, anonym, scheiß' auf Überweisen". Alles klar?

Sozialkritik darf nicht fehlen: "SIM-Karten sollten Parfüm tragen. SIM-Karten sollten ein Recht auf Asyl haben. SIM-Karten brauchen eigene Schlafzimmer. Mit Bett, Tisch und Fensterscheiben mit Knastgitter." Spätestens jetzt sollte auch dem letzten Zweifler klar sein: Ernst meint der 26-Jährige das nicht. Vielmehr reflektiert er mit großem Augenzwinkern die scheinbar hochkomplexe Handykultur seines Bonner Umfeldes. Da reicht nunmal ein Handy nicht aus. Und je mehr Sim-Karten, desto besser.

Und mit "Mein Schrott-Handy ist größer als mein Backofen" spricht er jedem aus der Seele, dessen Smartphone älter als neun Monate ist, oder? Allen, die dieselben Probleme haben wie SSIOs Leute ("Ja, ja, der Disco-Kanake. Scheitert immer wieder bei der PIN-Code-Abfrage"), sei Folgendes mit auf den Weg gegeben:

Viele Smartphones haben Dual-SIM, Alter!

Damit kriegt Ihr zwei Sim-Karten in ein Smartphone. Dann ist in der Hosentasche auch wieder mehr Platz für Banknoten.


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