Steam mit Musik und Serien: Bald Konkurrenz für iTunes?

Mit dem Big Picture Modus ist Steam für das Wohnzimmer gerüstet – bietet Valve demnächst auch Filme an?
Mit dem Big Picture Modus ist Steam für das Wohnzimmer gerüstet – bietet Valve demnächst auch Filme an?(© 2014 Youtube / Valve)

Steam ist für Videospiele, was iTunes für Musik ist – nur könnte sich diese klare Aufteilung der Kompetenzen bald ändern. Wie Gizmodo berichtet, haben die Steam-Betreiber von Valve nämlich ein Update veröffentlicht, das offenbar erste Vorbereitungen für eine Erweiterung des Angebotes trifft.

Demnach sieht es so aus, als ob Steam in Zukunft auch Musik, Filme und TV-Serien anbieten könnte – ganz so wie iTunes. So führt die aktuelle Beta der Plattform, die sonst den Einkauf und Download von Videospielen ermöglicht, für eben diese drei Bereiche neue App-Kategorien ein, ebenso für Video und Plugins. Ist also eine Erweiterung des Angebotes geplant?

Steam dominiert im PC-Bereich vor EAs Origin-Plattform bereits seit vielen Jahren den Markt für digitale Spiele-Downloads und ein Einstieg Valves als Anbieter von Medieninhalten wäre durchaus denkbar. Auch würde die über die Zeit gewachsene technische Infrastruktur und die gesammelte Erfahrung dem Unternehmen bei so einem Schritt in die Karten spielen. Mit durchschnittlich zwischen vier und sieben Millionen Nutzern, die zeitgleich online sind, hätte Steam auch bereits einen Kundenstamm, der sich bestimmt über ein mit Musik, Filmen und Serien erweitertes Angebot freuen würde.

Valve möchte Euer Heim vernetzen

Die neue Meldung über ein erweitertes Angebot für Steam-Nutzer passt gut zu den aktuellen Bemühungen seitens Valve, sein eigenes Streaming-Konzept zu verwirklichen, für das sogar ein eigenes Betriebssystem entwickelt wurde: Mit Steam OS will Valve nämlich Aufgaben wie die Speicherung und Wiedergabe von Spielen auf Eurem Hauptrechner konzentrieren, um die Ausgabe letztendlich via Stream auf all Euren Geräten zu ermöglichen. Dass Steam so auch Videoinhalte verwalten können soll, um diese im eigenen In-Home-Streaming-Netzwerk bereitzustellen, erscheint da nur logisch – und könnte je nach Art der Umsetzung unterschiedliche Auswirkungen auf iTunes und Google Play haben.


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