Veronica Mars: Kickstarter-Fans sauer auf Warner Bros.

Mehr als fünf Millionen Dollar sammelten die Veronica Mars-Produzenten via Crowdfunding für die Verfilmung.
Mehr als fünf Millionen Dollar sammelten die Veronica Mars-Produzenten via Crowdfunding für die Verfilmung.(© 2014 Warner Bros.)

Das Filmstudio bietet den Film für jene, die ihn über Kickstarter mitfinanziert haben, nur in seinem eigenen Format kostenlos an. Die Nutzer beschweren sich jedoch, dass dieses nicht einwandfrei funktioniere. Unterstützer bekommen jetzt ihr Geld zurück.

Der Filmverleih Warner Brothers hat sich Ärger mit den Veronica Mars-Fans eingeholt. Am Freitag veröffentlichte das Studio den Film, der vergangenes Jahr über eine Kickstarter-Kampagne finanziert wurde. Anhänger, die deshalb die Verfilmung der Kultserie gratis streamen dürfen, können dies allerdings nur auf einem Format: Mittels der UltraViolet-Technologie, eine cloudbasierte Mediathek, bietet Warner das Video auf seinem eigenen Portal Flixster an.

Probleme mit Flixster

Fans beschweren sich jetzt, dass das Format zum Teil nicht funktioniere, das Einloggen  auf der Plattform nicht möglich sei oder nicht mit Apple TV kompatibel. Der Verleih solle das Gratis-Streaming auch auf anderen Portalen für die Kickstarter-Unterstützer ermöglichen. Warner reagierte am Samstag auf die Kritik und entschuldigte sich für technische Schwierigkeiten.

Als Lösung nennt der Anbieter zwei Optionen: Unterstützer können eine Rückzahlung ihres Kickstarter-Beitrags anfordern, oder den Film woanders kostenpflichtig streamen. Daraufhin kann die Rechnung an Warner geschickt werden, um die Kosten refundiert zu bekommen. Veronica Mars ist auch bei iTunes und Amazon digital verfügbar.

5,7 Millionen Dollar von Fans

Veronica Mars-Produzent Rob Thomas und Hauptdarstellerin Kristen Bell starteten vergangenes Jahr eine Crowdfunding-Kampagne für die Verfilmung der gleichnamigen Serie. Die Aktion war ein rascher Erfolg und mehr als 91.000 Personen leisteten einen Beitrag für die Umsetzung. Über Kickstarter sammelte das Team 5,7 Millionen US-Dollar, ursprüngliches Ziel waren zwei Millionen Dollar.


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