"Selfie-Albtraum": Video warnt vor Gefahren des Sexting

Ein einziges Selfie mit zu viel nackter Haut - und die Online-Reputation ist dahin: Mit einem bedrückenden Clip warnt die Organisation Innocence in Danger vor den Gefahren des Sexting.

Tatsächlich ist Sexting ein Trend unter Jugendlichen. In den USA hat schon jeder vierte Teenager einmal Nacktbilder von sich mit dem Smartphone gemacht und an andere Kontakte weitergeleitet. Kritiker warnen davor, dass Jugendliche unachtsam ihre Privatsphäre aufs Spiel setzen und zum Ziel von Cybermobbing werden.

Viele der Bilder mit anzüglichen Posen landen sogar auf Porno-Webseiten, berichtet die Internet Watch Foundation (IWF). “Diese Untersuchung zeichnet für uns ein beunruhigendes Bild darüber, wie viele Bilder und Videos von jungen Menschen während sexueller Handlungen und von anzüglichen Posen existieren”, erklärt IWF-Chefin Susie Hargreaves gegenüber dem Guardian. “Es macht außerdem das Ausmaß des Problems deutlich, wie schwer es ist, die Bilder zu kontrollieren, wenn sie einmal auf eine dieser parasitären Webseiten gelandet sind.”

Bilder landen häufig auf Porno-Webseiten

Vor allem junge Männer prahlen dann mit ihren “Eroberungen” im Internet und laden die Bilder in Foren und Social Networks hoch. Diese dienen Pornsites wiederum als Nachschub für das eigene Angebot. Die betroffenen Mädchen erfahren davon meist erst, wenn es viel zu spät ist.

In einem besonders krassen Fall endete ein harmloser Chat einer Jugendlichen mit einem Erwachsenen mutmaßlich im Suizid. Die Rede ist von Amanda Todd. Die 15-Jährige hatte sich damals mit einem ungewöhnlichen Video an die Welt zu Wort gemeldet. Auf Zetteln, die sie vor die Kamera hielt, erzählte sie ihre Geschichte: In einem Chat mit einem Unbekannten hatte sich das Mädchen vor einigen Jahren nackt gezeigt. Der mutmaßliche Pädophile machte sie schließlich ausfindig und schickte Bilder von ihr an Freunde und Familie. Der tägliche Gang zur Schule wurde zum Spießrutenlauf. Freunde distanzierten sich, das Mobbing nahm zu. Bei einem ersten Selbstmordversuch trank das Mädchen Bleiche - und überlebte nur schwer verletzt. Wenige Monate später wurde die Jugendliche dann tot aufgefunden. Ein Suizid wollten die Behörden nicht ausschließen.


Weitere Artikel zum Thema
"Poke­mon Go": Eltern können bald die Privat­sphäre ihrer Kinder schüt­zen
Francis Lido
"Pokémon Go" schützt die Privatsphäre von Kindern bald besser
"Pokémon Go" unterstützt in Kürze die Anmeldeplattform Niantic Kids. Darüber können Eltern Privatsphäre-Einstellungen für ihre Kinder vornehmen.
Galaxy F: So stellt sich ein Desi­gner Samsungs falt­ba­res Smart­phone vor
Francis Lido2
Auf Patenten wie diesem basiert das Konzept zum Galaxy F
Wie sieht Samsungs faltbares Smartphone aus? Ein Konzept zum Galaxy F zeigt ein denkbares Design.
Galaxy Note 9: So schlägt sich der Akku im Flagg­schiff-Vergleich
Francis Lido1
Das Galaxy Note 9 überzeugte im Akkutest
Das Galaxy Note 9 besitzt einen 4000 mAh starken Akku. Ein Vergleichstest zeigt nun, ob das Smartphone länger durchhält als die Konkurrenz.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.