"Bayonetta" für Switch im Test: Heiße Hexe im Doppelpack

Hübsch und ab sofort sogar tragbar: Bayonetta auf der Nintendo Switch
Hübsch und ab sofort sogar tragbar: Bayonetta auf der Nintendo Switch(© 2018 CURVED)

Ihr habt noch keine Bekanntschaft mit einer der heißesten Hexen aller Zeiten gemacht, seid aber stolzer Besitzer einer Switch oder liebäugelt mit einem Kauf? Dann kommt einer der wohl besten Action-Titel aller Zeiten gerade recht. Wir haben "Bayonetta" für die neue Nintendo Konsole für euch unter die Lupe genommen.

Das Beste vorweg: Holt ihr euch "Bayonetta 2" für die Nintendo Switch, dann bekommt ihr den ersten Teil des Action-Spektakels kostenlos dazu. Dazu kann eigentlich kein Fan von bildschirmfüllenden, pfeilschnellen und netzhautzerfetzenden Actionspielen "Nein" sagen. Ursprünglich erschien Bayonetta im Oktober 2009 für Xbox 360 und Playstation 3, im Jahr 2014 folgte der zweite Teil exklusiv für die WiiU. Nun hat sich Nintendo dazu entschieden, das unsterbliche Epos auf die Switch zu portieren – und ihr bekommt beide Teile zum Preis von einem.

Worum geht es?

Nach einem langen Schlaf wird die einstige Dämonenjägerin und Hexe "Bayonetta" unsanft geweckt. Scharen von Monstern und dunklen Göttern machen sich daran, die Herrschaft über die Erde an sich zu reißen. Dabei haben die Unholde aber sicher keine hübsche, freche und äußerst kampfeslustige Magierin erwartet. Und Bayonetta zögert keine Sekunde, schnallt sich Waffen verschiedenster Art an Handgelenke und High Heels und macht sich daran die Höllenbrut dahin zu schicken, wo sie hingehört. Im nun folgenden rund achtstündigen Spielverlauf bekommt ihr es nicht nur mit einigen der verrücktesten und phantasievollsten Gegnern und Endbosse zu tun, die die Welt der Spiele jemals erlebt hat, sondern genießt obendrein mit das beste Kampfsystem, das euch in einem Actionspiel geboten werden kann.

Das geniale Kampfsystem geht schon nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über.(© 2018 CURVED)

Fratzengeballer

Im Kern sind der erste und zweite Teil von "Bayonetta" natürlich sehr ähnliche Spiele. Beim Erstling müsste ihr kleinerer Abstriche bei der Optik machen, die im Nachfolger doch deutlich oppulenter, detailreicher und farbenfroher ausfällt – das tut dem Spielspaß allerdings keinen Abbruch. Falls ihr die Spiele noch nicht kennt, ist es sicher ratsam mit dem ersten Teil zu beginnen und euch dann genüsslich zu Gemüte zu führen, wie es mit dem Schicksal der heißen Hexe im zweiten Teil weitergeht. Im Fokus steht beim ersten und zweiten Teil das geradezu unfassbar nervenaufreibende Kampfgeschehen. Noch besser wird das natürlich, wenn euch so ein geniales und durchdachtes Kampfsystem an die Seite gestellt wird.

Ein gigantischer Drache als Gegner? Kein Problem für die schlagkräftige Hexe.(© 2018 CURVED)

Denn bevor ihr euch in die adrenalinfördernden Prügeleien begebt, entscheidet ihr euch für die verschiedensten Waffen, die ihr an Händen und Füße befestigen könnt, um den Dämonen so richtig eins auf die Mütze zu geben. Knarren, Ketten, Peitschen oder messerscharfe Klingen lassen die Kombo-Leiste erzittern, während ihr gnadenlos austeilt. Der Clou: Gelingt es euch, im richtigen Moment auszuweichen, wird die sogenannte "Witch-Time" aktiviert. Dann läuft das Spielgeschehen für kurze Zeit in Zeitlupe ab – nur ihr bewegt euch weiterhin wie ein geölter Blitz. Dass die so entstehenden Schlagserien ein ziemlich breites Lächeln auf euer Gesicht zaubern, muss hier wohl nicht extra erwähnt werden. Gekrönt wird das Ganze dann von den imposant inszenierten Finishing-Moves, bei denen die wallende Haarpracht der Hexe gerne mal ein Eigenleben bekommt und als wütender Riesenhundekopf in die verdutzten Gegner beisst. Das muss man einfach gesehen haben.

Was gibt es noch?

Die scheinbar endlosen aber sehr unterhaltsamen Prügeleien gegen Dämonen und Monster aller Couleur werden immer wieder durch kurze Passagen aufgelockert, in denen ihr in abgedrehten Szenarien am Steuer eines Motorrads oder per Surfbrett auf die Tube drücken müsst. Im ersten Teil wirken diese Passagen noch etwas hölzern, dem zweiten Teil gelingt die Implementierung dieser Wahnsinnsfahrten deutlich besser. Zusätzlich könnt ihr euch jeder Zeit an Sonderaufgaben, den Hexenprüfungen widmen, in denen ihr eine bestimmte Anzahl von Gegnern innerhalb eines knapp bemessenen Zeitlimits auf die Matte befördern müsst. Keine einfache Aufgabe, aber wenn es dann am Ende Belohungen regnet, ist der Krampf in der Hand schnell wieder vergessen.

Fazit: Ein wahres Hexenfest

Viele Frauen sind sicher neidisch darauf: Selbst nach all den Jahren ist "Bayonetta" kaum gealtert und besetzt immer noch eine Spitzenposition im Genre der augenzwinkernden Actionspiele. Das geniale Kampfsystem,  die unfassbar gigantischen und durchgedreht designten Gegner und der motivierende Spielablauf sind absolut "State of the Art" und können dank der Switch nun auch unterwegs in einer Bildauflösung von 720p bei 60 Bildern pro Sekunde genossen werden. Einzig die etwas wirre, aber immerhin extrem wendungsreiche, Geschichte lässt die Spieler ratlos zurück. Ebenfalls Vorsicht ist geboten, wenn ihr einen Kauf für die "lieben Kleinen" plant. Denn in Kinderhände gehört "Bayonetta" ganz sicher nicht, was aber auch die Altersfreigabe "Ab 18 Jahren" noch einmal deutlich unterstreicht.

"Bayonetta 2" inklusive "Bayonetta" als Download aus dem Nintendo eShop ist ab sofort für rund 60 Euro erhältlich. Nachfolgend haben wir euch noch den aktuellen Launch-Trailer eingebunden, der euch ein genaueres Bild des surrealen Spielgeschehens vermittelt:


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