Pearl Touchlet X10.quad.v2: Der räudige iPad-Klon

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Pearl Touchlet x10.quad.v2
Pearl Touchlet x10.quad.v2(© 2014 CURVED)

Im berühmt-berüchtigten Pearl-Katalog findet Ihr auch einige Tablets. CURVED hat sich stellvertretend das Touchlet X10.quad.v2 angeschaut, um zu überprüfen, ob die Produkte besser sind als der Ruf des Versandhändlers.

Das Pearl Touchlet X10.quad.v2 hat vom iPad das 9,7 Zoll große Display im 4:3-Format übernommen. Auch die Auflösung ist mit 2048 x 1536 Pixeln identisch. Das Ergebnis sieht recht schick aus und kann mit teureren Tablets mithalten. Die verbaute Hardware - 4-Kern-Prozessor mit 1,6 Gigahertz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher - reichen für einen Platz im Mittelfeld und verfügen über ausreichend Leistung um die meisten flüssig Apps laufen zu lassen.

Unnötiger Verbrauch knapper Ressourcen

Mit den wenigen Vorzügen oder wenigstens durchschnittlichen Merkmalen des Pearl Touchlet X10.quad.v2 wollen wir uns hier aber nicht aufhalten, sondern gleich mit der Sammlung an Gründen beginnen, die ein deutlicher Hinweise darauf sind, dass Ihr einen großen Bogen um das Tablet machen solltet.

Die Kamera auf der Rückseite befindet sich der unteren rechten Ecke und ist im Hochformat durch Eure Hand verdeckt. Im Querformat liefert sie Fotos mit einer Auflösung von fünf Megapixeln, deren Qualität zur Nebensache wird. Die Vorder- und die Rückseite des Gehäuses sind wie bei viele Tabletts zusammengeklebt, allerdings machen sich andere Hersteller die Mühe, überstehende Klebereste zu entfernen – beim Pearl Touchlet ist das Eure Aufgabe. Die Rückseite besteht zwar aus Aluminium und vermittelt im ersten Moment das Gefühl, ein hochwertiges Produkt in den Händen zu halten. Spätestens jedoch, wenn sich die Schlieren aber auch mit Putzmittel und viel Schrubben nicht entfernen lassen, verschwindet der Glanz.

Auf eine Fehlkonstruktion deutet auch hin, dass sich der Einschalt-Knopf, Kopfhörer-, Strom- und Micro-USB-Anschluss sowie der mit der veralteten Bezeichnung TF Card beschriftete Steckplatz für eine MicroSD-Karte auf der Unterseite des Pearl-Tablets befinden. Die Abdeckung über der Öffnung für die SIM-Karte fällt leicht ab und ist auch nicht weiter am Gehäuse befestigt, geht also leicht verloren. Laut Datenblatt soll das Touchlet über eine UMTS-Modul verfügen. Aber entweder fehlt dieses bei unserem Testgerät oder der Schacht für die SIM-Karte ist so extrem tief, dass man ihn nicht erreichen kann.

Pearl hielt es anscheinend für eine gute Idee, auf Tasten zu verzichten – so könnt Ihr die Lautstärke nur über Symbole auf dem Touchscreen verstellen. Was besonders in peinlichen Momenten, in denen Ihr schnell für Ruhe sorgen wollt, unnötig lange dauert und auch sonst nicht besonders komfortabel ist. Welchen Zweck das "Update Hole" neben der Kamera auf der Rückseite hat, fragen wir uns schon die ganze Zeit. Zumindest die installierte Android-Version 4.2.2 Jelly Bean ist schon etwas veraltet und könnte ein Update vertragen, aber das ist nicht in Sicht.

Hier gibt es nichts zu sehen

Pearl verkauft das Touchlet X10.quad.v2 für 269,90 Euro und nennt stolze 499,90 Euro als unverbindliche Preisangabe des Herstellers. Aber selbst der vermeintlich günstige Preis macht das Tablet nicht attraktiv. Für unter 250 Euro warten zahlreiche Alternativen auf Euch, die besser verarbeitet sind und sich technisch auf einem ähnlichen, wenn nicht sogar besseren Niveau bewegen: Nexus 7, Nvidia Tegra Note 7, Gigaset QV1030 oder Medion Lifetab S7852 - um nur einige zu nennen.


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