Samsung Galaxy A-Serie im Vergleich: A20e, A50, A70 – für jeden Typ ein A

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Die Samsung Galaxy A-Serie im Vergleich: Was sind die Unterschiede?
Die Samsung Galaxy A-Serie im Vergleich: Was sind die Unterschiede?(© 2019 CURVED)

Bei Samsung sorgen vor allem die S- und Note-Modelle für Schlagzeilen, Technik-Highlights, Leaks und Gerüchte. Doch das Geld wird tatsächlich an anderer Stelle verdient: mit den Mittelklasse-Handys der Samsung Galaxy A-Serie. Wir ziehen den Vergleich und erklären euch die Unterschiede vom  A20e, A50A70 und Co.

Auch bei Smartphones ändern sich die Zeiten. Wer ein starkes Handy haben wollte, landete vor einigen Jahren noch zwangsläufig bei den Spitzenmodellen. Bei Samsung bedeutete das in der Mehrheit Galaxy S-Serie oder, wenn man noch größere Displays und Eingabestift cool fand, die Galaxy Note-Modelle.

Doch Samsung hat seine Modellpolitik verändert und die Mittelklasse mit Innovationen gestärkt. Denn auch Nutzer, die kein mittelgroßes Vermögen für ein Handy ausgeben, nutzen ihr Smartphone intensiv. Samsung ging sogar noch weiter und öffnete die neue A-Serie für Einsteiger-Modelle. Beworben wir das Ganze als perfekte Ausstattung für die Live-Generation. Spontan und kreativ soll man eben nicht nur rund um die 1.000 Euro-Marke sein können.

Merkmale der neuen A-Serie

Was nach Samsungs Auffassung zu einem guten Handy gehört, sieht man in den Modellen der A-Klasse, die offiziell sechs Geräte umfasst und nicht ausschließlich die breite Mittelklasse bildet, sondern neuerdings bei Smartphones für Einsteiger beginnt; damit geht die Samsung Galaxy J-Serie in der A-Serie auf.

Mit dabei sind die Modelle Galaxy A10, A20e, A40, A50, A70 und A80. Beim Modellvergleich könnt ihr ganz leicht an den Zahlen ablesen, wie hochwertig die Ausstattung ist. Dementsprechend günstiger ist das A20e gegenüber dem A70. Samsung sieht vor allem drei Dinge, die beim Handy heute den Unterschied machen: Kamera, Display und Akku.

In der A-Serie wurden deshalb vergleichsweise gute Kameras verbaut, dazu gibt es hochwertige Displays, die fast die komplette Front einnehmen. Und was wäre die Live-Generation mit leerem Akku? Damit die A-Serie lange durchhält, arbeitet Samsung mit hohen Akkukapazitäten. Das hört sich alles gut an, schwierig wird es nur bei der Kaufentscheidung, denn zu welchem der A-Smartphones soll man greifen?

Samsung Galaxy A10: das Inoffizielle

Beim Galaxy A10 war lange nicht klar, ob es den Weg nach Deutschland schafft. Auf der deutschen Webseite von Samsung wird es immer noch nur versteckt und ohne Preisangabe angezeigt. Aber im Handel taucht es auf und der Straßenpreis bewegt sich um 125 Euro, für 139 Euro hat Aldi es im Angebot.

Selbst im Einsteigerbereich gelingt Samsung damit ein halbwegs wertiger Auftritt, für den hauptsächlich das 6,2-Zoll-Display (LCD, kein OLED) und die schlanke Bauweise (8,1 mm Dicke) verantwortlich sind. Die Auflösung ist dann aber doch nicht so toll, wie man beim ersten Blick auf das Gerät denken könnte. Nur 720 x 1520 Pixel hat das Galaxy A10 zu bieten, das macht 271 ppi und liegt damit unter den empfohlenen 300 ppi, die man beim Handy-Kauf anpeilen sollte, um einzelne Pixel nicht mehr zu erkennen.

Am oberen Rand des Displays gibt es eine V-förmige Aussparung für die 5 Megapixel Frontkamera. Die Hauptkamera bringt 13 Megapixel mit und bei guten Lichtverhältnissen knipst sie ordentlich, mehr aber auch nicht. Weniger wertig ist der Rest des Gehäuses, Kunststoff dominiert wohin man schaut.

Samsung Galaxy A10: Ein günstiger Preis hat auch seinen Preis

Ansonsten zeigt die Ausstattung Licht und Schatten: Android 9 Pie ist vorinstalliert, der Octa-Core-Prozessor (Exynos 7884) ist zwar kein Kraftpaket, aber mit genügend Reserven für alltäglichen Handy-Spaß geeignet. Beim RAM geizt Samsung mit nur 2 GByte und allzu intensiv kann man das A10 dann doch nicht nutzen. 32 GByte Speicherplatz sollten 2019 eigentlich nicht mehr angeboten werden.

Immerhin kann man Speicherplatz per Micro-SD-Slot nachlegen. Einen Klinkenanschluss für Kopfhörer gibt es noch, dafür fehlen Fingerabdrucksensor (Gesichtserkennung ist möglich) und induktives Laden; beim WLAN müsst ihr euch mit 2,4 GHz begnügen, ein NFC-Chip, um etwa per Google Pay zu bezahlen, ist aber eingebaut. Der Akku bringt eine Kapazität von 3.400 mAh mit und sollte die meisten Nutzer damit sicher durch den Tag bringen.

Samsung Galaxy A20e: das Einsteiger-Smartphone

Komplett neu ist auch das Galaxy A20e, denn es ist ebenfalls im Einsteiger-Segment angesiedelt. Das "e" als Zusatz kennzeichnet die in Europa verfügbare Version und wird von Samsung derzeit offiziell für 169 Euro angeboten (UVP ursprünglich 179 Euro), also auch klar unter der 200 Euro-Marke. Der größte Pferdefuß für intensive Nutzung ist hier der auf 32 GByte limitiert Speicherplatz. Doch auch hier lässt Samsung eine Erweiterung per Speicherkarte zu.

Ähnlich zum A10 gibt es auch beim A20e fast nur Kunststoff am Gehäuse und ein Display mit Notch in V-Form. Das verbaute LC-Display ist mit 5,8 Zoll in der Diagonalen aber kleiner als das Display des A10, die Auflösung bleibt gleich (720 x 1520 Pixel). Das ist aber kein Nachteil, denn die Pixeldichte steigt auf 290 ppi. Bilder schießt ihr auch beim A20 mit einer Dual-Kamera, an der Front sind es 5 Megapixel, auf der Rückseite 13, während sich ein Exemplar mit 8 Megapixel um Selfies kümmert.

Der verbaute Octa-Core (Exynos 7884B) wird von 3 GByte RAM flankiert, das geht für den Alltag in Ordnung. Die Akkukapazität im A20e hinkt mit 3.000 mAh gegenüber dem A10 hinterher, bringt Nutzer aber auch durch den Tag.

Samsung Galaxy A40: Das Kompakte

Auch das Galaxy A40 gehört streng genommen noch zu den Einsteiger-Smartphones, obwohl es über 200 Euro angesiedelt ist. Samsung hat es mit 249 Euro starten lassen, bietet aber schon jetzt Rabatt und offeriert es für 229 Euro als kompakte Alternative. Und das stimmt mit rund 140 Gramm auch noch. Im Gegensatz zu den günstigeren Geschwistern gibt es ein paar Argumente, die den Aufpreis zum A40 rechtfertigen.

So verbaut Samsung ein 5,9 Zoll Super AMOLED Display. Im Unterschied zu den günstigeren Geschwistern bietet es auch Full-HD-Plus-Auflösung (2.340 x 1.080 Pixel), was zu einer deutlich schärferen Darstellung führt (436 ppi). Ansonsten ist vorne bis auf der zentralen Notch fast ausschließlich Display zu sehen; am restlichen Gehäuse merkt man aber wieder deutlicher, in welcher Handy-Klasse man unterwegs ist, denn Samsung verbaut viel Kunststoff. Für Fotos ist eine Dual-Cam am Start (16 bzw. 5-Megapixel), die auch Ultra-Weitwinkelaufnahmen bietet. Selfie-Fans kommen mit einer 25 Megapixel Front-Cam auf ihre Kosten.

Liefern die günstigeren A-Modelle noch untragbare 32 GByte, kriegt man beim A40 immerhin 64 GByte; eine Erweiterung per Micro-SD-Karte ist auch hier möglich. Auch beim RAM steht etwas mehr Spielraum bereit (4 GByte) und arbeiten dem Exynos 7904 mit seinen 8 Kernen kräftig zu. Ein Akku mit 3100 mAh ist verbaut.

Samsung Galaxy A50: das Multitalent

Das Galaxy A50 ist echte Mittelklasse, was überhaupt nicht abwertend rüberkommen soll. Mit 128 GByte ist nämlich auch der Speicherausbau so, dass man es eifrigeren Handy-Nutzern empfehlen kann. Der empfohlene Preis von 349 Euro ist natürlich im Vergleich zu den günstigeren Modellen happig, die Straßenpreise tendieren aber eher in Richtung 250 Euro. Und dafür kriegt ihr ein gutes Handy: Das 6,4 Zoll OLED-Display ist cool, es gibt nur einen kleinen Notch und der Fingerabdrucksensor ist unter dem Display verbaut.

Haupt- und Selfiekamera haben beide 25 Megapixel zu bieten, dazu gibt es Ultra-Weitwinkel- und Tiefensensor, Letzterer soll für schöne Boke-Effekte im Hintergrund sorgen. Der verbaute Exynos 9610 mit Octa-Core-CPU hat schon deutlich mehr Dampf als in der günstigeren A-Klasse, die RAM-Ausstattung geht mit 4 GByte in Ordnung. Wer mit dem Kunststoffgehäuse leben kann, sollte hier zuschlagen. Wichtig noch: Allzu robust ist das A50 nicht, Staub- und Wasserschutz sucht man vergebens. Dafür passt die Ausdauer: Samsung verbaut einen Akku mit 4.000 mAh Kapazität. Induktives Laden klappt damit aber leider nicht.

Samsung Galaxy A70: Der Entertainer

Mit dem A70 überschreiten wir eine unsichtbare Grenze zu mehr Luxus. Das machen nur die Nutzer, die auch bereit sind etwas mehr Geld in ein neues Handy zu investieren. Für 399 Euro empfiehlt Samsung das A70 im Markt. Dafür kriegt ihr ein cooles 6,7 Zoll großes OLED-Display mit Full-HD+-Auflösung und einem Fingerprintsensor im Display. Auch der Akku ist nochmal stärker, satte 4.500 mAh ruft Samsung auf.

Eine Triple-Cam ist auch im A70 verbaut, im Vergleich zum A50 steigt die Auflösung der Hauptkamera auf 32 Megapixel, die Ultra-Weitwinkelkamera bietet immerhin 8 Megapixel. Auch für Selfies stehen 32 Megapixel bereit. Ansonsten besteht äußerlich viel Ähnlichkeit mit dem A50, das heißt leider auch viel Kunststoff, aber eben auch ein cooles Display.

Unter der Haube wird es noch mal schneller mit dem A70. Die acht Kerne des Qualcomm SM6150 geben mehr Gas und kriegen 6 GByte Arbeitsspeicher an die Seite gestellt. Wie gehabt bleiben für den Nutzer 128 GByte Speicherplatz stehen, das ist typisch Mittelklasse.

Samsung Galaxy A80: Der Fotokünstler

Eigentlich könnte man auf die Einsteiger-Mittelklasse mit den vorgestellten Modellen einen Deckel drauf machen. Aber Samsung hat mit dem A80 noch eine Schippe mehr zu bieten und zeigt, was Nutzer in der Oberklasse erwartet. Beim A80 lässt Samsung Kunststoff Kunststoff sein und verwendet für das Gehäuse Glas und Metall, das wirkt gleich viel edler, bietet aber weder gegen Wasser noch Staub Schutz.

Das ist nicht besonders großartig, aber mit einem Blick auf das coole 6,7 Zoll große Full-HD+-OLED-Display vergisst man das meist. Die Anzeige ist fast komplett über die Front gezogen und es gibt keine Display-Einkerbung. Alle Sensoren arbeiten versteckt. Für die Kamera musste Samsung tief in die Trickkiste greifen: Wer ein Selfie schießen will, aktiviert das Kameramodul, das aus der Smartphone-Rückseite hochfährt und um 180 Grad rotiert. Samsung verbaut eine Dreifach-Kamera: 48 Megapixel in der Hauptkamera werden von 8 Megapixel Ultra-Weitwinkel ergänzt, dazu gibt es noch eine Oberklassen-verdächtige ToF-Cam (Time of Flight) für Unschärfeeffekte.

Der Unterbau hat auch richtig Power: Der Qualcom SM7150 mit acht Kernen taktet bis zu 2,2 GHz schnell und wird von 8 GByte RAM gefüttert, dazu gibt es 128 GByte Speicherplatz und zukunftssicheres ax-WLAN. Mit dem A80 schnuppern wir schon ein bisschen S-Serien-Duft.


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