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Mesh-WLAN: Was dahintersteckt und wie es euch nützt

Status-LED eines Routers zeigt aktives WLAN an.
Die Router-Status-LED leuchtet grün. Nun muss das Internet nur noch in jeder Ecke der Wohnung ankommen. Ein Mesh-WLAN hilft dabei. (© 2020 DPA Picture Alliance )

Immer mehr Geräte und Anwendungen tauschen Daten aus und erfordern zu Hause eine stabile und schnelle Internetverbindung. Mesh-WLAN heißt eine Technologie, die diesem gesteigerten Bedarf entgegenkommt. Wir erklären euch, was dahintersteckt und was ihr neben einer gesteigerten WLAN-Reichweite davon habt.

Unser Internet daheim wird dank immer besserer Angebote der Internet-Service-Provider (ISP) schneller und leistungsstärker. Damit flottes Internet auch bei eurem Fernseher, Smartphone, Computer und den anderen Geräten ankommt, muss das WLAN für die Datenflut gerüstet sein.

Was ist ein Mesh-WLAN?

WLAN als Verteilernetz für das Internet zu Hause hat sich seit dem Siegeszug der Smartphones um 2010 herum als Standard etabliert. Seitdem werden stetig neue Router und WLAN-Adapter entwickelt, die immer schnellere Übertragungsstandards unterstützen. Mesh-WLAN hat hingegen nichts mit der Übertragung selbst, sondern vielmehr mit der optimalen Ausleuchtung eures Zuhauses mit WLAN zu tun.

In einem klassisch aufgebauten Heim-WLAN steht irgendwo in eurer Wohnung oder eurem Haus ein Router, der ganz allein Schwerstarbeit verrichtet. Er strahlt nämlich das WLAN aus, mit dem ihr alle eure kabellosen Geräte verbindet. Gerade in verwinkelten oder großen Gebäuden kann das zu Problemen führen, weil Bereiche nicht mehr mit der vollen Übertragungsstärke abgedeckt sind. Ein Mesh-WLAN erweitert die Reichweite und bringt die Funkverbindung zum Internet in jeden Winkel eures Zuhauses.

Tablet stellt WLAN-Verbindung her.
Ein Tablet stellt im Mesh-WLAN eine Netzwerk-Verbindung her (© 2020 UWE_UMSTAETTER )

Wie funktioniert ein Mesh-WLAN?

Auch in einem Mesh-WLAN gibt es einen Router, der den Internetzugang her- und ein WLAN bereitstellt. Der springende Punkt ist aber das, was danach kommt. Das englische Verb "mesh" bedeutet übersetzt so viel wie "ineinandergreifen" – und bei einem Mesh-WLAN kommen weitere Netzwerkkomponenten nach dem Router ins Spiel, die genau das tun.

Um das WLAN eures Routers zu vergrößern und in weniger gut erreichbare Bereiche eures Zuhauses zu bringen, nutzt ihr Mesh-fähige WLAN-Repeater. Diese werden mit dem Router verbunden und dienen anschließend als zusätzliche WLAN-Quellen. Verteilt ihr diese "Satelliten" gut in eurer Wohnung oder eurem Haus, habt ihr überall ein stabiles und schnelles WLAN – und dementsprechend auch einen flotten Zugang zum Internet.

Was sind die Vorteile eines Mesh-WLAN?

Wer sich schon in der Vergangenheit mit dem Ausbau seines WLAN beschäftigt hat, könnte sich fragen, worin die Vorteile eines solchen Mesh-WLAN liegen. Schließlich konnte das Funknetzwerk schon zuvor mittels Access Points vergrößert werden – und Repeater sind auch nicht neu. Im Gegensatz zu älteren Komponenten dieser Art verringert sich allerdings nicht die Bandbreite eurer Verbindungen, wenn ihr euch von der Basis-Station entfernt. So surft ihr überall mit eurer vollen Geschwindigkeit.

Mesh-WLAN-Repeater vergrößern das Netzwerk, das bereits vom Router ausgesendet wird, woraus sich mehrere Vorteile ergeben.

Ein großes WLAN anstelle mehrerer Netzwerke

Alle eure Geräte sind nur mit einem WLAN verbunden. Gerade bei Geräten, die sich in verschiedenen Räumen befinden, aber miteinander arbeiten, kann das gegenüber einer Lösung mit mehreren gekoppelten Netzwerken Probleme verhindern. Gute Beispiele dafür sind Smart-Home-Komponenten wie mehrteilige Alarmanlagen sowie smarte Rollläden, Lampen und Thermostate.

Status-Display eines Smart-Home-Systems
Im Smart Home müssen häufig viele Sensoren und andere Geräte in ein gemeinsames Netzwerk eingebunden sein. (© 2020 DPA Picture Alliance )

Auch praktisch ist, dass die Mesh-Komponenten untereinander kommunizieren und Einstellungen synchronisieren können. So müsst ihr zum Beispiel nicht jedes Gerät einzeln updaten.

Keine Unterbrechungen beim Wechseln von Räumen und Stockwerken dank Roaming

Bewegt ihr euch mit eurem Smartphone vom Einzugsbereich eines Repeaters in den eines anderen oder des Routers, macht sich die Roaming-Funktion der Mesh-WLAN-Hardware bezahlt. Eure Endgeräte wechseln nahtlos von einer WLAN-Quelle zur nächsten, ohne dass ihr etwas davon merkt. Die Internetverbindung bleibt stets stabil.

Das Mesh-WLAN überwacht dabei ständig, bei welchem Access Point euch die beste Leistung zur Verfügung steht. So habt ihr immer eine optimale Verbindung, auch wenn ihr euch mit Smartphone oder Tablet durch die Wohnung bewegt.

Mesh-Repeater können auch per PowerLAN eingebunden werden

Besonders bei massiven Wänden oder hohen Heizkörpern sind auch Mesh-WLAN-Repeater praktisch, die ihre Verbindung zum Router und dem restlichen Netzwerk über das Stromnetz herstellen. Diese Verbindungsart wird häufig PowerLAN oder Powerline genannt. Je nach Hersteller der Komponenten sind auch andere Bezeichnungen wie DLAN (D-Link) in Verwendung.

Schematische Darstellung einer Netzwerk-Verbindung via PowerLAN
Für die Durchdringung massiver Hindernisse wie Stahlbeton-Wände und Decken eignen sich auch Powerline-Adapter. (© 2020 DPA Picture Alliance )

Intelligenter Frequenzbandwechsel dank Band-Steering

WLAN-fähige Geräte wie Smartphones und Laptops funken für gewöhnlich sowohl im schnellen 5-GHz- als auch im 2,4-GHz-Frequenzbereich, der langsamer ist, aber mehr Reichweite bietet. Moderne Netzwerkkomponenten beherrschen häufig das sogenannte Band-Steering. Diese Funktion ermöglicht es, selbstständig den Bereich für den Datenaustausch auszuwählen, der im jeweiligen Fall die optimale Verbindung schafft.

Ausfallsicherheit: Access Points vertreten sich gegenseitig

Zugegeben, dieser Vorteil kommt erst richtig zum Tragen, wenn ihr mehrere Access Points beziehungsweise Mesh-WLAN-Repeater ins Netzwerk eingebunden habt. Die Ausfallsicherheit kann aber gerade dann ein wichtiger Aspekt sein, wenn ihr beispielsweise im Homeoffice seid und mit kritischen Daten arbeitet. Die Knotenpunkte eines Mesh-WLAN stehen miteinander in Verbindung und bilden ein großes Netzwerk. Fällt ein einzelner aus, können die anderen Knotenpunkte in Reichweite dessen Aufgabe übernehmen.

Die Vorteile von Mesh-WLAN in Kurzform

  • Das Mesh-WLAN besteht aus nur einem (großen) Netzwerk, was gerade die Smart-Home-Einrichtung erleichtert
  • Unterbrechungsfreier Wechsel von Räumen und Stockwerken. Perfekt für die Homeoffice-Nutzung
  • Mesh-fähige PowerLAN-Adapter stehen bereit, um massive Wände oder andere WLAN-Sperren zu durchdringen
  • Band-Steering-Funktion moderner Netzwerk-Komponenten kann Datendurchsatz erhöhen
  • Gesteigerte Ausfallsicherheit: Bei Ausfall von Access Points können andere Knotenpunkte in Reichweite die Verbindung zu Endgeräten übernehmen
Dame trinkt in Küche Tee und sieht dabei auf ein Tablet.
Dank der Roaming-Funktion aktueller und Mesh-fähiger Router könnt ihr euch mit eurem Tablet oder Smartphone ohne Verbindungsabbruch im Haus bewegen. (© 2020 Blend Images/Lumina Images )

Was sind die Nachteile von Mesh-WLAN?

  • Die Nachteile eines Mesh-WLAN halten sich in Grenzen und sind offensichtlich
  • Die Anschaffung der zusätzlichen WLAN-Knotenpunkte ist mit erhöhten Kosten verbunden
  • Gleichzeitig verbrauchen die zusätzlichen Geräte weiteren Strom
  • Wer sich aus optischen Gründen schon mit der Platzierung des Routers im Wohnzimmer oder Flur schwergetan hat, wird vermutlich nur ungern zusätzliche Repeater anbringen wollen

Wie gehe ich beim Wechsel zu einem Mesh-WLAN vor?

Bei der Einrichtung eures Mesh-WLAN geht ihr zunächst vom Internetzugangspunkt aus.

  1. Besitzt ihr lediglich ein Modem und noch gar keine WLAN-Hardware, habt ihr die freie Wahl. Achtet aber beim Kauf von Router/Basisstation und Repeatern auf die empfehlenswerten Eigenschaften (Punkt 3).
  2. Stellt ihr die Internetverbindung über einen WLAN-Router her oder hängt an eurem Modem bereits ein Router, der eure Endgeräte mit dem Internet verbindet? Prüft zunächst, ob euer Router Mesh-fähig ist.
    • Besitzt ihr lediglich ein altes Gerät, das kein Mesh-WLAN unterstützt, prüft vor einem Tausch der Hardware zunächst, ob ein Software-Update verfügbar ist. Einige Hersteller liefern für ihre Hardware Mesh-Unterstützung per Update nach.
    • Ist der Router bereits Mesh-fähig oder konntet ihr die Funktion per Update nachrüsten, solltet ihr im Support-Bereich des Herstellers prüfen, welche Geräte sich für die Erweiterung des Mesh-Netzwerkes eignen.
  3. Worauf bei der Auswahl weiterer Mesh-Netzwerk-Komponenten zu achten ist:
    • Wenn ihr es bei der Einrichtung des Mesh-Netzwerkes möglichst einfach haben möchtet, bleibt bei Komponenten eines Anbieters. Zum einen testen Hersteller die Funktionsweise ihrer Repeater sicherlich am ausgiebigsten im Zusammenspiel mit eigenen Routern. Zum anderen ist die Chance, dass der Hersteller-Support euch im Problemfall helfen kann, sehr viel größer, wenn keine Drittanbieter-Hardware im Spiel ist.
    • Überlegt euch im Vorfeld, wo ihr Repeater zu Hause unterbringen möchtet und wie ihr diese mit der Basisstation beziehungsweise eurem Router verbinden wollt. Manchmal locken Pakete mit mehreren WLAN-Mesh-Repeatern oder Access Points zum Sonderpreis. Vielleicht ist eine Mischung mit Powerline-Adaptern sinnvoll.
    • Stellt sicher, dass die gewünschten Geräte Band-Steering, Roaming und den AC-WLAN-Standard unterstützen. Ist Letzteres der Fall, sind die Geräte auch Dualband-fähig und können den Datenverkehr auf das 5- und 2,4-GHz Frequenzband verteilen.
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