Musik hören mit iOS: Tipps für einen besseren Sound

Na ja6
iOS bietet Euch eine Reihe an Einstellungsmöglichkeiten für den Sound
iOS bietet Euch eine Reihe an Einstellungsmöglichkeiten für den Sound(© 2014 CURVED)

Ob unterwegs mit Kopfhörern oder zu Hause an der Anlage: iOS-Geräte sind zum Abspielen von Musik gut geeignet. Wenn der Sound eher hölzern und kraftlos ist, muss dies nicht am iPhone oder iPad liegen. Wir geben Euch drei Tipps, mit denen Ihr durch Einstellungen die Soundqualität erhöhen könnt.

MP3-Bitrate vor CD-Import überprüfen

Wenn die Audioqualität einer importierten CD zu wünschen übrig lässt, solltet Ihr zuerst einen Blick auf die Musikdatei selbst werfen. Das vielfach genutzte Audio-Format “MP3” benötigt zwar wenig Speicherplatz, kann sich dafür aber qualitativ nicht mit anderen Formaten messen. Für einen annehmbaren Musikgenuss sollte eine MP3 mindestens eine Bitrate von 256 kbps aufweisen. Dies ist bei iTunes der Standard für MP3-Dateien. Bei 128 kbps - eine bis ca. 2012 noch stärker verbreitete Bitrate - wirkt der Sound bereits sehr kratzig und blechern.

Deshalb öffnet Ihr vor einem CD-Import die iTunes-Einstellungen. Unter “Allgemein” findet ihr ganz unten die “Importeinstellungen”. Dort könnt Ihr die MP3-Bitrate nun bequem Euren Bedürfnissen entsprechend anpassen, um den Sound zu verbessern.

Andere Formate auswählen

Qualitativ geht da beim Sound allerdings noch mehr: Wenn Ihr für den guten Ton etwas mehr Speicherplatz opfern wollt, greift in den “Importeinstellungen” gleich auf Audioformate wie AIFF, WAV oder “Apple Lossless” zurück. Bei AIFF und WAV handelt es sich um unkomprimierte Formate, die theoretisch den geringsten Qualitätsverlust aufweisen. Der Speicherbedarf ist dafür umso höher: 80 Minuten Musik benötigen in etwa 700 MB oder mehr. Zum Vergleich: Mit dem Format MP3 ist der Platzbedarf gerade mal bei 100 bis 120 MB.

Alternativ ist da noch das Format “Apple Lossless” (ALAC). Diese Konvertierung bietet einen – im Vergleich zu AIFF und WAV – eher geringen Qualitätsverlust, produziert dafür aber auch nur halb so große Dateien.

Equalizer unter iOS anpassen

Auch bei iOS-Geräten hat der Equalizer großen Einfluss auf die Soundqualität. Ohne zusätzliche Apps ist es allerdings nicht möglich, die Anpassungen einzeln via Regler vorzunehmen. Die verfügbaren Voreinstellungen bieten Euch trotzdem ein breites tonales Spektrum. Geht dazu in den “Einstellungen" zu dem Menüpunkt "Musik” und scrollt zum Reiter “Wiedergabe” herunter. Unter der Option “EQ” könnt Ihr - von Rock bis Klassik - verschiedene Presets auswählen und den Sound an Eure persönlichen Klangvorlieben anpassen.

Qualität von Musikstreams maximieren

Hört sich die Musik auf dem iOS-Gerät schlechter an, sobald Ihr unterwegs und nicht mehr im heimischen WLAN seid? Dann solltet Ihr Eure Einstellungen überprüfen. Unter “Einstellungen | Musik” findet sich nämlich auch der Reiter “Streaming und Downloads”. Wenn Ihr nun die Option “Hohe Qualität ü. mobile Daten” aktiviert, ist das Problem behoben; zumindest dann, wenn Ihr bei iTunes gekaufte Titel streamt.

Wer beim Streaming auf beliebte Apps wie zum Beispiel “Spotify” zurückgreift, muss diese Einstellung direkt in der App tätigen. Sobald Ihr Spotify geöffnet habt, geht Ihr unten rechts auf den Reiter “Bibliothek”. Mit dem Zahnradsymbol oben rechts kommt Ihr nun in die "Einstellungen". Unter “Streaming-Qualität” finden sich hier verschiedene Stufen: Von Normal (ca. 96 kbps) bis Extrem (ca. 320 kbps) könnt Ihr die Bitrate hier regulieren. Aber Vorsicht: Natürlich erhöht sich mit diesen Einstellungen auch der mobile Datenverbrauch.

Zusammenfassung

  • Achtet beim Import von CDs unter iOS darauf, die Bitrate anzupassen
  • Um Presets für verschiedene Musikrichtingen auszuwählen, folgt Ihr unter iOS dem Pfad "Einstellungen | Musik | Wiedergabe | EQ"
  • Erhöht die Streaming-Qualität, indem Ihr dem Pfad “Einstellungen | Musik | Streaming und Downloads | Hohe Qualität ü. mobile Daten” folgt
  • Viele Streaming-Apps wie Spotify bieten in den Einstellungen Möglichkeiten, um die Wiedergabequalität anzupassen

Weitere Artikel zum Thema
Dank iOS 13 und Android 10: Aktu­elle Smart­pho­nes sammeln weni­ger Daten
Guido Karsten
Mit iOS 13 können iPhone-Nutzer noch einfacher die Herausgabe von Daten steuern
Viele Apps sammeln mehr Daten über ihre Nutzer, als eigentlich nötig ist. Mit iOS 13 und Android 10 könnt ihr ihnen diese Angewohnheit abgewöhnen.
Galaxy M21: Samsungs Spar-Smart­phone hat wohl uner­war­tet viel Power
Guido Karsten
Der Nachfolger des Galaxy M20 (Bild) erhält offenbar einen recht leistungsstarken Chipsatz
Mit dem Galaxy M21 bereitet Samsung wohl ein neues Smartphone für preisbewusste Nutzer vor. Dessen Chipsatz könnten wir bereits vom Galaxy A51 können.
Honor erklärt: Darum sind 100-MP-Kame­ras zu schlecht für Flagg­schiffe
Francis Lido
Smartphones von Honor bekommen vorerst keine 100-MP-Kamera
100-MP-Kameras sind überflüssig und können die Bildqualität sogar beeinträchtigen. Dieser Meinung ist Huawei-Tocher Honor. Lest jetzt, warum.